Ex-Blizzard-Chef: Aktuelle Xbox-Preiserhöhungen sind reine Profitgier

Ex-Blizzard-Chef Mike Ybarra kritisiert Microsofts zweite Xbox-Preis­erhöhung in diesem Jahr scharf. Er sieht darin kein Zollproblem, son­dern ein Profitproblem - und macht Microsoft dafür ver­ant­wort­lich, die Kosten auf die Kunden abzuwälzen.
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Xbox-Preise steigen zum zweiten Mal

Microsoft hat die Preise für Xbox-Konsolen in den USA zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben. Eine Xbox Series X kostet nun 649,99 Dollar (umgerechnet 550 Euro), die digitale Version 599,99 Dollar (etwa 508 Euro). Die Series S ist für 399,99 Dollar, in der 512-GB-Version und 449,99 Dollar für das 1-TB-Modell erhältlich. Das Topmodell Xbox Series X mit zwei TB Speicher kostet sogar 799,99 Dollar (etwa 677 Euro). Die Erhöhungen treten ab dem 3. Oktober in Kraft und betreffen ausschließlich den amerikanischen Markt.

Microsoft rechtfertigte die Preisanpassungen mit "Veränderungen im makroökonomischen Umfeld", ohne Zölle explizit zu erwähnen. Diese Begründung stößt jedoch auf Widerstand aus den eigenen Reihen - oder besser gesagt, aus ehemaligen Reihen des Unternehmens.

Scharfe Kritik

Mike Ybarra, ehemaliger Präsident von Blizzard Entertainment und früherer Microsoft-Manager, hat die Preiserhöhungen auf X scharf kritisiert. In seinem Beitrag schrieb er: "Die Preiserhöhungen bei den Konsolen haben nichts mit den Zöllen zu tun, sondern mit Gewinnen. Und der Grund, warum die Gewinne nicht dort sind, wo sie sein sollten, ist ein viel, viel tieferes Problem als die Ausrede mit den Zöllen."

Ybarra, der von 2021 bis 2024 bei Blizzard tätig war, unterscheidet zwischen der ersten und zweiten Preiserhöhung. Er erklärte: " Die Zölle wurden einmal erhöht, was die einmalige Preiserhöhung rechtfertigt. Eine Ausrede, um die Preise weiter zu erhöhen, ohne dass die Zölle erneut angehoben werden, ist einfach ein anderes Problem, für das sie die Verbraucher weiterhin zur Kasse bitten werden."

Microsofts Geschäftszahlen

Ybarras Kritik gewinnt an Gewicht, wenn man die aktuellen Geschäftszahlen des Redmonder Konzerns betrachtet. Trotz der gerne genannten wirtschaftlichen Herausforderungen berichtete Microsoft zuletzt über ein Umsatzwachstum von 18 Prozent. Der Xbox Game Pass allein generierte fast fünf Milliarden Dollar Jahresumsatz. Diese Zahlen lassen durchaus Zweifel an der Notwendigkeit der Preiserhöhungen aufkommen.

Branchenweite Preiserhöhungen als Trend

Microsoft ist allerdings nicht der einzige Konsolenhersteller, der die Preise angehoben hat. Sony erhöhte bereits im August die PS5-Preise in den USA: Die Standard-PS5 kostet nun 549,99 Dollar, die digitale Edition 499,99 Dollar und die PS5 Pro 749,99 Dollar. Auch Nintendo hat die Switch-Preise erhöht - die Basis-Switch kostet mittlerweile 339,99 Dollar, die OLED-Version 399,99 Dollar und die Switch Lite 229,99 Dollar.

Was denkt ihr über Ybarras Kritik? Sind die Preiserhöhungen gerechtfertigt oder reine Profitgier? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Ex-Blizzard-Chef Mike Ybarra kritisiert Microsofts Xbox-Preiserhöhungen
  • Zweite Xbox-Preiserhöhung in diesem Jahr betrifft nur den US-Markt
  • Neue Preise ab 3. Oktober 2024: Xbox Series X kostet nun 649,99 Dollar
  • Ybarra sieht Profitproblem statt Zollproblem als Grund für Preiserhöhungen
  • Microsoft rechtfertigt Anpassung mit makroökonomischen Veränderungen
  • Auch Sony und Nintendo haben ihre Konsolenpreise bereits angehoben
  • Microsoft verzeichnete zuletzt 18 Prozent Umsatzwachstum im Konzern

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