Dreame greift Luxusautos an - mit Fabrik nahe Tesla in Deutschland

Dreame will mehr als Haushaltsgeräte: Der chinesische Her­stel­ler plant Luxus-Elektroautos im Stil von Bugatti und Bent­ley - und dafür ein Werk in Deutschland, direkt neben Tes­las Gi­ga­fac­to­ry in Grün­hei­de. Ein Angriff auf die Oberklasse beginnt.
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Dreame

Dreame greift an - mit Fabrikplänen in Deutschland

Ein unerwarteter Vorstoß: Der chinesische Hersteller Dreame, bisher für Haushaltsgeräte bekannt, arbeitet seit mehr als einem Jahr an eigenen Luxus-Elektroautos. Interne Entwürfe zielen auf Modelle, die sich an Bugatti, Bentley und Rolls-Royce orientieren sollen - und das mit einer klaren Botschaft: Der Angriff auf die etablierte Luxusklasse ist eröffnet.

Besonders auffällig ist die Produktionsstrategie. Nach Informationen von Sina Tech (Quelle chinesisch) will Dreame sein erstes Werk für diese Fahrzeuge nicht in China, sondern in Deutschland bauen - direkt in der Nachbarschaft von Teslas Gigafactory in Grünheide bei Berlin. Das Umfeld gilt als Zentrum für europäische Zulieferer und hochspezialisierte Fertigung. Die Wahl dieses Standorts ist ein Signal: Dreame sucht den direkten Zugang zum Premium-Markt in Europa.


Dreame Auto hat offiziell angekündigt, gemeinsam mit der BNP Paribas ein Werk in Deutschland zu errichten, in der Nähe der Tesla-Gigafactory in Berlin.
Sina Tech
Die Planungen laufen in zwei Linien. Unter dem Markennamen "Dreame Auto" entsteht ein Supersportwagen, intern "Dreame-Bugatti" genannt, der 2027 debütieren soll - sowohl als vollelektrische Variante als auch mit Range-Extender. Ein erstes Rendering des geplanten Supersportwagens im Bugatti-Stil veröffentlichte die Dreame Autosparte Mitte September auf ihrem offiziellen Weibo-Kanal.

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Angriff auf breiter Front

Parallel dazu entwickelt die Tochterfirma "Sky Motors", die Dreame selbst gegründet und finanziert hat, SUV-Modelle im Format eines Bentley Bentayga oder Rolls-Royce Cullinan. Bei der Submarke stehen also SUV-Modelle mit 3,2 bis 3,3 Metern Achsabstand im Mittelpunkt. Intern heißen sie D9 und D10 und sind in mehreren Versionen geplant - gestaffelt nach Größe, Ausstattung und Preis.

Mit dieser Palette will Dreame die SUV-Reihen von Li Auto herausfordern, einem chinesischen Hersteller, der sich mit großen Premium-SUVs wie den Modellen L9 bis L6 etabliert hat. Diese Fahrzeuge spielen aber auch in einer ähnlichen Größen- und Preisklasse wie deutsche Oberklasse-SUVs von BMW, Mercedes oder Audi.

Noch gibt es keine offiziellen Angaben zu Batterien, Motorleistung oder Fertigungskapazität. Sicher ist nur: Dreame hat in kurzer Zeit über 6.000 Patente angemeldet, fast die Hälfte davon im Bereich Elektromobilität. Mit dem geplanten Werk in Deutschland setzt das Unternehmen zu einem großen und selbstbewussten Schritt an. Aus einem Hersteller, den man hierzulande bislang vor allem mit Staubsaugern verbindet, soll ein Herausforderer für die Luxusklasse neben Bugatti und Bentley werden.

FAQ: Chinesische Auto-Marken in Deutschland (2025)

Welche Marken treten in Europa an?
Erste Anbieter aus China wie BYD, MG, Nio oder Polestar sind bereits sichtbar auf europäischen Straßen. Weitere Namen - darunter Xpeng, Lynk & Co oder Great Wall Motors - bauen aktuell ihre Präsenz aus. Viele setzen dabei gezielt auf europäische Designzentren, um ihre Modelle an den Geschmack lokaler Käufer anzupassen.
Wie ist die Verarbeitungsqualität?
Die jüngsten Modelle zeigen deutliche Fortschritte. Karosserien, Innenraum und Sicherheitsausstattung liegen meist auf europäischem Niveau. Erste Tests unabhängiger Organisationen bewerten die Fahrzeuge überwiegend positiv. Langfristige Erfahrungen fehlen allerdings noch, weshalb Fachleute empfehlen, Service und Ersatzteilversorgung im Blick zu behalten.
Wo liegen die Preisvorteile?
Durch eigene Batteriefertigung und staatliche Unterstützung können chinesische Hersteller günstiger kalkulieren als viele europäische Wettbewerber. Das macht sich gerade bei Elektroautos mit mehreren tausend Euro Unterschied bemerkbar. Allerdings könnten neue Importzölle oder Anti-Dumping-Verfahren diese Vorteile künftig einschränken.
Welche Technik bringen die Fahrzeuge mit?
Besonders im Bereich Batterie und Laden gehören chinesische Marken zur Spitze: Systeme mit 800 Volt und Schnellladungen in unter einer halben Stunde sind keine Seltenheit. Hinzu kommen große Displays, App-Integration und Software-Updates aus der Ferne. Auch Fahrerassistenz und teilautonome Systeme werden intensiv weiterentwickelt.
Wie entwickelt sich der Marktanteil?
Noch ist der Anteil chinesischer Marken in Europa überschaubar. Doch die Zulassungszahlen steigen, vor allem in Ländern mit hoher Elektroauto-Akzeptanz wie Norwegen oder die Niederlande. Experten halten zweistellige Marktanteile bis 2030 für realistisch - wenn keine starken Handelshürden dazwischenkommen.
Welche Hürden bestehen?
Der Aufbau eines verlässlichen Servicenetzes gilt als größte Aufgabe. Zudem müssen Hersteller kulturelle Unterschiede bei Design und Bedienung überwinden. Datenschutz bei vernetzten Funktionen wird ebenfalls kritisch gesehen. Auch die politischen Spannungen zwischen EU und China könnten Einfluss nehmen.
Wie reagieren die etablierten Hersteller?
Europas Autobauer beschleunigen ihre Elektro-Strategien und reduzieren parallel die Kosten. Gleichzeitig entstehen neue Partnerschaften mit chinesischen Unternehmen - etwa bei Software oder Batterien. Hinter den Kulissen nimmt auch die Lobbyarbeit für mögliche Schutzmaßnahmen zu.
Was heißt das für Käufer?
Für Verbraucher bedeutet die neue Konkurrenz mehr Auswahl und schärferen Preiswettbewerb. Wer ein China-Modell in Erwägung zieht, sollte aber Service-Strukturen, Garantieleistungen und Wiederverkaufswert berücksichtigen. Empfehlenswert sind vor allem Marken, die bereits ein stabiles Netz in Europa aufgebaut haben.
Zusammenfassung
  • Dreame plant Luxus-Elektroautos im Stil von Bugatti und Bentley
  • Werk für die Fahrzeugproduktion soll neben Tesla in Grünheide entstehen
  • Unternehmen arbeitet an einem Supersportwagen und luxuriösen SUV-Modellen
  • Zusammenarbeit mit BNP Paribas zum Bau des deutschen Werkes geplant
  • Fahrzeuge sollen sowohl vollelektrisch als auch mit Range-Extender kommen
  • Dreame hat bereits über 6000 Patente angemeldet, viele für E-Mobilität
  • Vom Staubsaugerhersteller zum Herausforderer etablierter Luxusmarken

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