Erwischt: Nothing bewirbt Phone 3 mit gefälschten Kamerabeispielen
Nothing wurde dabei erwischt, professionelle Stockfotos als Kamera-Beispiele für das Phone 3 auszugeben. Fotografen bestätigten den Betrug, Nothing reagiert mit einer knappen Entschuldigung. Ein Versehen oder kalkuliertes Marketing?
In der Demo-App der Ausstellungsgeräte erschienen die Bilder unter dem Hashtag #WithNothing mit der Botschaft: "Überzeugen Sie sich selbst. Hier sehen Sie, was unsere Community mit dem Phone (3) aufgenommen hat". Die fünf gezeigten Fotos - eine Wendeltreppe, ein Autoscheinwerfer, ein Glas, ein Fenster und eine Frau - sind alle über die Stockfoto-Plattform Stills lizenzierbar.
Bilder, die so nie mit dem Nothing Phone 3 geknipst worden sind
Nothing bestreitet die Vorwürfe nicht und erklärt lediglich: "Die Genauigkeit bei der Darstellung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte ist uns wichtig. Die Demo-Geräte des Phone (3) werden derzeit aktualisiert, sodass sie nur noch Bilder zeigen, die mit dem Phone (3) aufgenommen wurden". Diese Antwort wird von Branchenkennern als unbefriedigend bezeichnet.
Laut The Verge erklärte Nothing-Mitgründer Akis Evangelidis später auf X, es handle sich um ein "bedauerliches Versehen" ohne böse Absicht. Die Stockbilder seien Platzhalter gewesen, die vier Monate vor dem Launch eingereicht werden mussten und später durch echte Phone-3-Aufnahmen ersetzt werden sollten.
Offen bleibt, ob Nothing bereits früher ähnliche Methoden eingesetzt hat und wie weitverbreitet diese Praxis bei dem Unternehmen ist. Der Vorfall könnte das Vertrauen potenzieller Käufer nachhaltig beschädigen, da Kamera-Qualität ein wichtiges Kaufkriterium für Smartphones darstellt.
Was haltet ihr von Nothings Erklärung? Glaubt ihr an ein Versehen oder steckt Kalkül dahinter? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Stockfotos als Community-Aufnahmen verkauft
Der Smartphone-Hersteller Nothing ist in einen Marketing-Skandal geraten. Das Unternehmen verwendete professionelle Stockfotos als vermeintliche Kamerabeispiele für das Phone 3. Fünf Bilder, die in Demo-Geräten als Community-Aufnahmen präsentiert wurden, stammen tatsächlich aus der Stockfoto-Datenbank Stills. Die Kontroverse begann mit einem anonymen Hinweis aus Ozeanien.In der Demo-App der Ausstellungsgeräte erschienen die Bilder unter dem Hashtag #WithNothing mit der Botschaft: "Überzeugen Sie sich selbst. Hier sehen Sie, was unsere Community mit dem Phone (3) aufgenommen hat". Die fünf gezeigten Fotos - eine Wendeltreppe, ein Autoscheinwerfer, ein Glas, ein Fenster und eine Frau - sind alle über die Stockfoto-Plattform Stills lizenzierbar.
Bilder, die so nie mit dem Nothing Phone 3 geknipst worden sind
Fotografen bestätigen die Täuschung
Roman Fox, der Fotograf hinter dem Autoscheinwerfer-Bild, bestätigte gegenüber Android Authority, dass er die Aufnahme 2023 mit einer Fujifilm XH2s gemacht hatte - nicht mit dem Nothing Phone 3. Ein weiterer anonymer Fotograf kontaktierte The Verge und bestätigte ebenfalls, dass Nothing sein Bild über die Stills-Plattform lizenziert hatte.Nothing bestreitet die Vorwürfe nicht und erklärt lediglich: "Die Genauigkeit bei der Darstellung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte ist uns wichtig. Die Demo-Geräte des Phone (3) werden derzeit aktualisiert, sodass sie nur noch Bilder zeigen, die mit dem Phone (3) aufgenommen wurden". Diese Antwort wird von Branchenkennern als unbefriedigend bezeichnet.
Laut The Verge erklärte Nothing-Mitgründer Akis Evangelidis später auf X, es handle sich um ein "bedauerliches Versehen" ohne böse Absicht. Die Stockbilder seien Platzhalter gewesen, die vier Monate vor dem Launch eingereicht werden mussten und später durch echte Phone-3-Aufnahmen ersetzt werden sollten.
Problematischer Branchentrend
Nothing folgt damit einem problematischen Branchentrend: Bereits 2016 nutzte Huawei für das P9 professionelle DSLR-Aufnahmen in der Werbung, später geriet auch Samsung wegen ähnlicher Praktiken in die Kritik. Moderne Smartphone-Kameras sind bereits sehr leistungsfähig, und Nothing hätte mit echten Fotografen wahrscheinlich überzeugende Ergebnisse erzielt.Offen bleibt, ob Nothing bereits früher ähnliche Methoden eingesetzt hat und wie weitverbreitet diese Praxis bei dem Unternehmen ist. Der Vorfall könnte das Vertrauen potenzieller Käufer nachhaltig beschädigen, da Kamera-Qualität ein wichtiges Kaufkriterium für Smartphones darstellt.
Was haltet ihr von Nothings Erklärung? Glaubt ihr an ein Versehen oder steckt Kalkül dahinter? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- Nothing nutzte Stockfotos statt echter Handyfotos in Demo-Geräten
- Bilder erschienen als Community-Aufnahmen unter dem Hashtag #WithNothing
- Stockfotos zeigten Wendeltreppe, Autoscheinwerfer, Glas, Fenster und Frau
- Fotografen bestätigten, dass Bilder nicht mit dem Nothing Phone 3 entstanden
- Nothing-Mitgründer nannte es ein 'bedauerliches Versehen' ohne böse Absicht
- Stockbilder dienten angeblich als Platzhalter für Marketing-Materialien
- Ähnliche Praktiken wurden bereits bei Huawei und Samsung kritisiert
Siehe auch:
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