Neuer iOS-Spamfilter kann für Millionen-Einbußen bei Parteien sorgen
Der mit Apples iOS 26 kommende Spamfilter für SMS-Nachrichten bereitet insbesondere der republikanischen Partei der USA große Sorgen. Man befürchtet gravierende Probleme in den kommenden Wahlkampagnen, in denen SMS-Marketing eine große Rolle spielt.
In einem internen Memo warnt das Komitee, dass der neue SMS-Filter die Partei in einem Wahlkampf bis zu 25 Millionen Dollar an Spenden kosten könnte, berichtete das US-Magazin Business Insider. Rechnet man diesen Verlust auf die gesamte republikanische Wahlkampflandschaft hoch, könnten Einnahmen von bis zu 500 Millionen Dollar gefährdet sein. Grundlage dieser Prognose ist die Annahme, dass rund 70 Prozent der Kleinstspenden über SMS generiert werden - und dass iPhones 60 Prozent des US-Smartphone-Marktes ausmachen.
Die Kampagnen sind aber ohnehin seit geraumer Zeit ein Streitpunkt. Viele Wahlkampf-SMS erreichen Bürger, ohne dass diese sich explizit dafür angemeldet haben. Häufig werden Kontaktlisten zu diesem Zweck eingekauft. Vertreter beider Parteien setzen diese umstrittene Praxis zur Wählermobilisierung und Spendenakquise ein.
Die NRSC sieht in Apples Spamfilter nun ein Demokratiedefizit. Sprecherin Joanna Rodriguez erklärte, es sei "Wählerunterdrückung", wenn politische Botschaften nicht mehr zuverlässig zugestellt würden. Apple sollte den Start der Funktion daher verschieben, bis eine Lösung gefunden sei.
Während die Republikaner Alarm schlagen, zeigen sich die Demokraten entspannter. Mike Nellis, Gründer der demokratischen Digitalagentur Authentic, vermutet hinter der Panikmache unseriöse Geschäftspraktiken. Wer fair agiert, werde keine großen Einbußen spüren, so Nellis. Vielmehr zeigt die Situation, wie wichtig ein vielfältiger Kommunikationsmix im Wahlkampf sei.
Siehe auch:
Unbekannte Absender werden aussortiert
Die neue Funktion erlaubt es Nutzern, SMS von unbekannten Absendern automatisch in einen separaten Ordner zu verschieben - ohne dass eine Benachrichtigung erscheint. Die Mitteilungen können später entweder gelöscht oder als "bekannt" markiert werden - wenn man sich denn die Zeit nimmt, sie tatsächlich noch einmal durchzusehen. Laut dem National Republican Senatorial Committee (NRSC), dem offiziellen Wahlkampfkomitee der Republikaner im Senat, gefährdet diese Änderung wesentliche Einnahmequellen der Partei.In einem internen Memo warnt das Komitee, dass der neue SMS-Filter die Partei in einem Wahlkampf bis zu 25 Millionen Dollar an Spenden kosten könnte, berichtete das US-Magazin Business Insider. Rechnet man diesen Verlust auf die gesamte republikanische Wahlkampflandschaft hoch, könnten Einnahmen von bis zu 500 Millionen Dollar gefährdet sein. Grundlage dieser Prognose ist die Annahme, dass rund 70 Prozent der Kleinstspenden über SMS generiert werden - und dass iPhones 60 Prozent des US-Smartphone-Marktes ausmachen.
Die Kampagnen sind aber ohnehin seit geraumer Zeit ein Streitpunkt. Viele Wahlkampf-SMS erreichen Bürger, ohne dass diese sich explizit dafür angemeldet haben. Häufig werden Kontaktlisten zu diesem Zweck eingekauft. Vertreter beider Parteien setzen diese umstrittene Praxis zur Wählermobilisierung und Spendenakquise ein.
Die NRSC sieht in Apples Spamfilter nun ein Demokratiedefizit. Sprecherin Joanna Rodriguez erklärte, es sei "Wählerunterdrückung", wenn politische Botschaften nicht mehr zuverlässig zugestellt würden. Apple sollte den Start der Funktion daher verschieben, bis eine Lösung gefunden sei.
Demokraten bleiben ruhig
Apple selbst gibt sich gelassen. Software-Manager Darin Adler erklärte im Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC, dass wichtige zeitkritische Nachrichten wie Verifizierungscodes weiterhin angezeigt werden. Ziel der Funktion sei es, Nutzern "volle Kontrolle über ihre Konversationen" zu geben.Während die Republikaner Alarm schlagen, zeigen sich die Demokraten entspannter. Mike Nellis, Gründer der demokratischen Digitalagentur Authentic, vermutet hinter der Panikmache unseriöse Geschäftspraktiken. Wer fair agiert, werde keine großen Einbußen spüren, so Nellis. Vielmehr zeigt die Situation, wie wichtig ein vielfältiger Kommunikationsmix im Wahlkampf sei.
Zusammenfassung
- Apples iOS 26 bringt Spamfilter für SMS von unbekannten Absendern
- Republikanische Partei befürchtet erhebliche Spendeneinbußen durch Filter
- Bis zu 500 Millionen Dollar könnten laut Republikanern verloren gehen
- NRSC bezeichnet den Filter als Form der Wählerunterdrückung
- Apple betont, dass wichtige Nachrichten weiterhin angezeigt werden
- Demokraten sehen weniger Probleme und empfehlen vielfältigere Kommunikation
- Streitpunkte sind oft unerwünschte Wahlkampf-SMS mit gekauften Kontaktlisten
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