Kritik an Spotify: KI-generierte Songs auf Profilen verstorbener Künstler
Der Musikstreaming-Dienst Spotify steht erneut wegen seines Umgangs mit KI-Inhalten in der Kritik. Auf den offiziellen Künstlerprofilen seit Jahren verstorbener Musiker sind plötzlich neue Songs aufgetaucht, die künstlich generiert wurden.
Craig McDonald, Inhaber des Labels Lost Art Records und Rechteverwalter von Foleys Werk, zeigte sich gegenüber Medien erschüttert: "Jeder, der Blaze kennt, merkt sofort, dass das nicht von ihm ist. Es ist algorithmischer Schrott." Seine Frau entdeckte den fragwürdigen Song am Wochenende - McDonald selbst hat Spotify bislang nicht kontaktiert, aber bereits den Vertriebspartner Secretly Distribution informiert.
Auf Nachfrage erklärte ein Spotify-Sprecher, man habe das Stück inzwischen entfernt. Der verantwortliche Distributor sei das TikTok-eigene Unternehmen SoundOn gewesen. Dieser habe mit dem Upload gegen die "Deceptive Content"-Richtlinien verstoßen. Von TikTok selbst gab es bisher keine Stellungnahme.
McDonald fordert, dass Spotify solche Manipulationen in Zukunft unterbindet: Kein Track dürfe ohne Zustimmung des Seitenbetreibers auf einem offiziellen Profil landen. "Es schadet dem Erbe von Blaze", sagt er. "Spotify hat die Mittel, das zu verhindern - sie müssen nur wollen."
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Auch noch schlecht umgesetzt
Eine Zustimmung der Rechteinhaber, Plattenfirmen oder gar der Hinterbliebenen gab es natürlich nicht, berichtet das US-Magazin 404media. Besonders empörend sei demnach der Fall des US-amerikanischen Country-Sängers Blaze Foley, der 1989 ermordet wurde. Auf seinem Spotify-Profil erschien kürzlich der Titel "Together", ein Song mit typischem Country-Instrumentarium wie Klavier und E-Gitarre. Doch weder der Stil noch die Stimme erinnern an Foley. Auch das Songcover zeigt eine generisch wirkende KI-Abbildung eines Mannes, der Foley nicht ähnelt.Craig McDonald, Inhaber des Labels Lost Art Records und Rechteverwalter von Foleys Werk, zeigte sich gegenüber Medien erschüttert: "Jeder, der Blaze kennt, merkt sofort, dass das nicht von ihm ist. Es ist algorithmischer Schrott." Seine Frau entdeckte den fragwürdigen Song am Wochenende - McDonald selbst hat Spotify bislang nicht kontaktiert, aber bereits den Vertriebspartner Secretly Distribution informiert.
Auf Nachfrage erklärte ein Spotify-Sprecher, man habe das Stück inzwischen entfernt. Der verantwortliche Distributor sei das TikTok-eigene Unternehmen SoundOn gewesen. Dieser habe mit dem Upload gegen die "Deceptive Content"-Richtlinien verstoßen. Von TikTok selbst gab es bisher keine Stellungnahme.
Spotify soll handeln
Unter dem Copyright-Vermerk "Syntax Error" tauchten zur gleichen Zeit zwei weitere KI-generierte Titel auf: Einer auf dem Profil des 2016 verstorbenen Country-Musikers Guy Clark und ein weiterer von Dan Berk. Auch hier verwendete man KI-generierte Bilder und klanglich wenig überzeugende Tracks. Laut der Firma Reality Defender, die auf Deepfake-Erkennung spezialisiert ist, weisen alle drei Lieder klare Anzeichen eines KI-Ursprungs auf.McDonald fordert, dass Spotify solche Manipulationen in Zukunft unterbindet: Kein Track dürfe ohne Zustimmung des Seitenbetreibers auf einem offiziellen Profil landen. "Es schadet dem Erbe von Blaze", sagt er. "Spotify hat die Mittel, das zu verhindern - sie müssen nur wollen."
Zusammenfassung
- Spotify in der Kritik wegen KI-generierter Songs verstorbener Künstler
- Ohne Zustimmung von Rechteinhabern erschienen gefälschte neue Songs
- Auf dem Profil des 1989 ermordeten Blaze Foley tauchte KI-Song auf
- Auch Profile von Guy Clark und Dan Berk mit KI-generierten Titeln
- Verantwortlicher Distributor war das TikTok-Unternehmen SoundOn
- Reality Defender bestätigt KI-Ursprung der gefälschten Musikstücke
- Rechteinhaber fordert von Spotify bessere Kontrollen zum Schutz der Künstler
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