Netflix setzt auf Live-TV:
Spotify-Deal für Musikshows geplant
Netflix plant eine massive Erweiterung von Live-TV und führt dazu Gespräche mit Spotify. Musikpreisverleihungen, Konzertserien und prominente Interviews könnten bald das Streaming-Portfolio bereichern. Der Streamingriese will damit Werbeeinnahmen steigern.
Der Streaming-Anbieter arbeitet bereits an mehreren Musikformaten. Nächste Woche startet die neue Show "Building the Band" mit AJ McLean von den Backstreet Boys als Moderator. Das Format kombiniert Elemente von "Love Is Blind" mit "The Voice" - Musiker bewerben sich für Bandpositionen, sehen einander jedoch erst bei den gemeinsamen Proben. Ein weiteres Musikwettbewerbsformat soll in den kommenden Monaten folgen. Zudem plant Netflix ein Revival der klassischen Talentshow "Star Search", die ursprünglich von 1983 bis 1995 auf dem US-Network ABC lief und Karrieren von Stars wie Britney Spears, Justin Timberlake und Christina Aguilera startete.
Die Live-Strategie von Netflix hat bereits beachtliche Erfolge gezeigt. Der Boxkampf zwischen Jake Paul und Mike Tyson bescherte dem Unternehmen - trotz diverser technischer Probleme - im vierten Quartal 19 Millionen neue Abonnenten, das stellte ein Rekord für das Unternehmen dar. Auch zwei NFL-Spiele am Weihnachtstag wurden erfolgreich live übertragen und erreichten durchschnittlich 24 Millionen Zuschauer.
Jeff Gaspin, der bei NBCUniversal einst "The Voice" grünes Licht gab und zuvor als Präsident von NBC Entertainment fungierte, leitet die Bemühungen von Netflix im Bereich derartiger "uncripted" genannter Inhalte. Gaspin: "Wir wollen nicht live um des Live-Willens sein. Wenn wir live gehen, sollten wir einen Grund haben."
Auch ein Pilotprojekt zu schnell produzierten, nicht politischen Nachrichtenereignissen ist in Arbeit. Gaspin stellt jedoch klar, dass Netflix kein vollwertiger Nachrichtenanbieter werden wird: "Man kann nicht gelegentlich über Nachrichten berichten und eine Nachrichtenorganisation sein."
Was haltet ihr von den Plänen von Netflix? Würdet ihr euch für Live-Konzerte oder Musikshows auf der Plattform interessieren? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Netflix setzt auf Live-Formate und Musik-Content
Netflix revolutionierte einst das Fernsehen mit Serien und Filmen, die auf Abruf bereitstehen, also "On Demand". Nun kehrt der Streaming-Gigant aber immer häufiger zu klassischen TV-Formaten zurück und führt hierzu auch Gespräche mit Spotify über potenzielle Partnerschaften. Die Zusammenarbeit könnte Musikpreisverleihungen und Live-Konzertserien umfassen. Daneben erwägt Netflix auch Promi-Interviews und kurzfristig produzierte Dokumentationen zu aktuellen Themen.Der Streaming-Anbieter arbeitet bereits an mehreren Musikformaten. Nächste Woche startet die neue Show "Building the Band" mit AJ McLean von den Backstreet Boys als Moderator. Das Format kombiniert Elemente von "Love Is Blind" mit "The Voice" - Musiker bewerben sich für Bandpositionen, sehen einander jedoch erst bei den gemeinsamen Proben. Ein weiteres Musikwettbewerbsformat soll in den kommenden Monaten folgen. Zudem plant Netflix ein Revival der klassischen Talentshow "Star Search", die ursprünglich von 1983 bis 1995 auf dem US-Network ABC lief und Karrieren von Stars wie Britney Spears, Justin Timberlake und Christina Aguilera startete.
Diversifizierung als strategisches Ziel
Wie das Wall Street Journal berichtet, ist die Strategie Teil einer größeren Initiative von Netflix, sein Angebot zu diversifizieren. Der Streaming-Dienst, der für Millionen von Haushalten auf der ganzen zur primären Unterhaltungsquelle geworden ist, möchte für jeden Geschmack etwas bieten - von Scripted-Shows über Reality-TV bis hin zu Comedy und Live-Programmen. Besonders wichtig sind dabei familienfreundliche Inhalte mit globaler Anziehungskraft, die vor allem auch die werbeunterstützte Abo-Variante stärken sollen.Die Live-Strategie von Netflix hat bereits beachtliche Erfolge gezeigt. Der Boxkampf zwischen Jake Paul und Mike Tyson bescherte dem Unternehmen - trotz diverser technischer Probleme - im vierten Quartal 19 Millionen neue Abonnenten, das stellte ein Rekord für das Unternehmen dar. Auch zwei NFL-Spiele am Weihnachtstag wurden erfolgreich live übertragen und erreichten durchschnittlich 24 Millionen Zuschauer.
Jeff Gaspin, der bei NBCUniversal einst "The Voice" grünes Licht gab und zuvor als Präsident von NBC Entertainment fungierte, leitet die Bemühungen von Netflix im Bereich derartiger "uncripted" genannter Inhalte. Gaspin: "Wir wollen nicht live um des Live-Willens sein. Wenn wir live gehen, sollten wir einen Grund haben."
Live-Interviews und News
Bei den geplanten Promi-Interviews diskutiert man intern, ob Zuschauer komplette Interviews ansehen würden, wenn Ausschnitte fast sofort in sozialen Medien erscheinen. Diese Überlegung spiegelt die veränderte Medienlandschaft wider, in der kurze Clips auf Plattformen wie TikTok und Instagram oft mehr Aufmerksamkeit erhalten als vollständige Formate.Auch ein Pilotprojekt zu schnell produzierten, nicht politischen Nachrichtenereignissen ist in Arbeit. Gaspin stellt jedoch klar, dass Netflix kein vollwertiger Nachrichtenanbieter werden wird: "Man kann nicht gelegentlich über Nachrichten berichten und eine Nachrichtenorganisation sein."
Was haltet ihr von den Plänen von Netflix? Würdet ihr euch für Live-Konzerte oder Musikshows auf der Plattform interessieren? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Netflix plant eine Erweiterung mit Live-TV und führt Gespräche mit Spotify
- Musikpreisverleihungen und Live-Konzertserien könnten das Streaming-Angebot bereichern
- Neue Musikformate wie 'Building the Band' und 'Star Search' Revival stehen bevor
- Boxkampf zwischen Jake Paul und Mike Tyson brachte 19 Millionen neue Abonnenten
- Jeff Gaspin leitet die Bemühungen im Bereich der 'unscripted' Inhalte
- Auch schnell produzierte Nachrichtenereignisse und Promi-Interviews sind geplant
Siehe auch:
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