So meldet sich Gigaset zurück:
Neustart für die Smartphone-Produktion
Das Schweizer Unternehmen Punkt, bekannt für seine minimalistischen Digitalprodukte, hat eine Produktionspartnerschaft mit dem deutschen Hersteller Gigaset geschlossen. Künftig sollen Mobilfunkgeräte vollständig in Europa gefertigt werden.
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Künftig made in Europe:
Eine ungewöhnliche Allianz macht von sich reden: Punkt und Gigaset wollen gemeinsam Smartphones komplett in Europa fertigen. Punkt positioniert sich bewusst als Gegenentwurf zu den großen US-Tech-Konzernen. Ihr Geschäftsmodell dreht den Spieß um, Nutzer bezahlen dann für Datenschutz, statt mit ihren Daten zu bezahlen (via Connect Professional).Bocholt wird zur Smartphone-Schmiede
Gigaset bringt seine Fertigungserfahrung aus dem westfälischen Bocholt ein. Die Produktion der Hardware vor Ort läuft mittlerweile zu 100 Prozent mit CO₂-freiem Grünstrom. Punkt wird sein eigenes Software-Ökosystem beisteuern, entwickelt mit dem Schweizer Partner Apostrophy. Deren Betriebssystem AphyOS basiert auf Android Open Source, verzichtet aber komplett auf Google-Dienste und legt den Fokus auf Datenschutz und Sicherheit.Neuanfang nach der Krise
Für Gigaset markiert die Partnerschaft einen weiteren wichtigen Wendepunkt. Nach dem Einbruch im Festnetztelefon-Geschäft hatte das Unternehmen 2023 Insolvenz angemeldet, fast 200 Jobs gingen verloren. Der chinesische Konzern VTech übernahm im Januar 2024 und stellte den Standort Bocholt neu auf.Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel, Geräte von höchster Qualität zu entwickeln - gefertigt in Europa, mit Fokus auf Vertrauen, Langlebigkeit und Präzision. Die Produkte richten sich an alle, die Wert auf ein gesundes Verhältnis zur Technologie legen und ihre persönlichen oder geschäftlichen Daten in eigener Hand behalten möchten.Die Zusammenarbeit kommt zur rechten Zeit: VTech hatte bereits angekündigt, die Mobiltelefon-Produktion in Bocholt einzustellen. Die neue Partnerschaft rettet den Standort also mit einer neuen Perspektive. Das erste gemeinsam produzierte Gerät soll im vierten Quartal 2025 auf den Markt kommen - ausgestattet mit Apostrophy OS als datenschutzfreundlicher Plattform.
Wir freuen uns riesig, gemeinsam mit Punkt diesen Weg zu gehen und eine Partnerschaft zu schließen, die der wachsenden Nachfrage nach erstklassigen mobilen Produkten aus Europa gerecht wird. Diese Zusammenarbeit verbindet führende globale Technologie mit herausragender Fertigungsqualität an unserem Standort in Bocholt.Was haltet ihr von dieser europäischen Smartphone-Alternative? Würdet ihr für mehr Datenschutz und Kontrolle über eure digitalen Daten auch einen höheren Preis zahlen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Punkt und Gigaset planen gemeinsame Smartphone-Produktion in Europa
- Partnerschaft kombiniert Gigasets Fertigungserfahrung mit Punkts Software
- AphyOS bietet datenschutzorientierte Alternative ohne Google-Dienste
- Kooperation rettet Gigaset-Standort in Bocholt nach Insolvenz im Jahr 2023
- Erstes gemeinsames Produkt soll im vierten Quartal 2025 erscheinen
- Herstellung erfolgt zu 100 Prozent mit CO₂-freiem Grünstrom
- Geschäftsmodell: Kunden zahlen für Datenschutz statt mit ihren Daten
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