Marktdominanz: Warum die FritzBox in Deutschland siegt

Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt: Deutsche Internetnutzer setzen bei Routern auf Sicherheit und Vertrauen. Über die Hälfte der Befragten nutzt eine FritzBox, während Hersteller aus China und Russland mit großem Misstrauen betrachtet werden.
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Deutsche setzen auf europäische Router

In Deutschland sind acht von zehn Menschen täglich online. Bei der Wahl des Routers setzen Deutsche dabei vor allem auf Sicherheit und Vertrauen - und bevorzugen europäische Hersteller, wie eine aktuelle YouGov-Umfrage mit 3.000 Teilnehmern zeigt, die im Auftrag von AVM durchgeführt wurde.

Europäische Router-Hersteller genießen dabei das mit Abstand größte Vertrauen, was für viele sicherlich keine Überraschung ist. Nur acht Prozent der Befragten äußern Misstrauen. Zum Vergleich: Bei US-Herstellern liegt die Misstrauensquote bei 43 Prozent, chinesischen Herstellern wird zu 65 Prozent und russischen zu 67 Prozent misstraut. 62 Prozent der Deutschen nutzen Router europäischer Hersteller, jeder zweite Befragte setzt sogar ausschließlich auf deutsche Modelle.


Sicherheit kommt vor Geschwindigkeit

Über 90 Prozent bewerten Sicherheit - etwa starke Firewall oder Verschlüsselung, Zuverlässigkeit, zudem Preis-Leistungs-Verhältnis und Service als wichtig bis sehr wichtig.

Technische Merkmale wie WLAN-Abdeckung und Geschwindigkeit folgen erst danach. Diese Prioritätensetzung spiegelt wachsende Cybersicherheits-Sensibilität wider. Router fungieren als erste Verteidigungslinie gegen externe Bedrohungen und verwalten den gesamten Haushaltsdatenverkehr.

FritzBox führt mit Vorsprung

Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt eine FritzBox und lobt besonders Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit. Die Marke punktet mit vielfältigen Funktionen, Benutzerfreundlichkeit samt automatischen Updates sowie Service-Angeboten. AVM Fritz ProduktübersichtenSmarte Heizregler, Repeater und FritzFon gehören neben Fritzbox zu den Verkaufsschlagern Telekom-Router folgen mit 19 Prozent Marktanteil, Vodafone-Router mit zehn Prozent. Alle anderen Hersteller erreichen maximal zwei Prozent. AVMs Erfolg basiert dabei stark auf der Pionierrolle seit den 1990ern bei ISDN-Adaptern und späteren DSL-Routern.

Glasfaser-Potenzial bleibt ungenutzt

Obwohl rund ein Drittel der Befragten Glasfaser in ihrer Straße verfügbar hat, nutzen nur 16 Prozent tatsächlich Glasfaseranschlüsse. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer surft weiterhin über DSL (51 Prozent) oder Kabel (20 Prozent), etwa sieben Prozent nutzen dauerhaft mobiles Internet. Diese Zurückhaltung liegt an höheren Kosten, Zufriedenheit mit bestehenden Anschlüssen und Wechselaufwand. Von den Glasfaser-Nutzern setzen 67 Prozent auf FritzBox-Geräte.

Geschichte von AVM

  • 1986
    1986
    AVM wurde von Johannes Nill, Peter Faxel, Ulrich Müller-Albring und Jörg-Detlef Gebert in Berlin gegründet. Der Name AVM steht für "Audio Visual Marketing" und bezieht sich auf die Anfänge des Unternehmens als BTX-Dienstleister.
  • 1989
    1989
    AVM verkaufte seine erste ISDN-Karte an größere Unternehmen.
  • 1995
    1995
    Einführung der Marke FRITZ! und der FRITZ!Card, eine ISDN-Karte für PCs.
  • 2004
    18. März
    AVM stellte die erste FRITZ!Box auf der CeBIT in Hannover vor.
  • 2004
    Herbst
    Die erste FRITZ!Box mit Wi-Fi wurde veröffentlicht.
  • 2007
    2007
    Die FRITZ!Box Fon WLAN 7270 wurde als innovative Lösung mit WLAN Draft-N (IEEE 802.11n), DECT-Basisstation und Medienserver vorgestellt.
  • 2009
    2009
    Einführung der FRITZ!Box für VDSL.
  • 2016
    2016
    Einführung der FRITZ!Box für Glasfaseranschlüsse.
  • 2021
    2021
    Einführung der FRITZ!Box für 5G.
  • 2024
    10. Juli
    AVM gab bekannt, dass der Mehrheitsanteil des Unternehmens an den Investor Imker Capital Partners verkauft wurde. Die Gründer bleiben Minderheitsgesellschafter und werden im Beirat tätig sein.
  • 2024
    1. September
    Die Übernahme durch Imker Capital Partners wurde finalisiert. AVM plant, durch neue Produkte und eine verstärkte Internationalisierung zu wachsen.

Kauftrend und Weiterempfehlungen

39 Prozent der Befragten mieten ihren Router, während 51 Prozent selbst kaufen - ein Zeichen für den Wunsch nach Kontrolle über die Netzwerk-Hardware. Beim Net Promoter Score für Weiterempfehlungen führt die FritzBox deutlich mit einem NPS von 19, gefolgt von Telekom-Routern (NPS: 10). Alle anderen Router haben negativen NPS oder zu geringen Marktanteil.

Was haltet ihr von den Umfrageergebnissen? Spielt für euch beim Router-Kauf die Herkunft des Herstellers eine Rolle, oder sind andere Faktoren wichtiger? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • YouGov-Umfrage zeigt großes Vertrauen in europäische Routerhersteller
  • Sicherheitsbedenken gegenüber chinesischen und russischen Herstellern
  • Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt eine FritzBox für den Internetzugang
  • Sicherheit und Zuverlässigkeit wichtiger als technische Merkmale
  • Trotz Glasfaserzugang in vielen Straßen dominieren DSL- und Kabelanschlüsse
  • 51 Prozent der Befragten kaufen ihren Router, statt ihn zu mieten
  • FritzBox führt bei Weiterempfehlungen mit deutlichem Vorsprung

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