Weißes Haus nennt angebliche Amazon-Zoll-Pläne "feindseligen Akt"

Wer zahlt für Trumps Zollpolitik? Angebliche Pläne von Amazon, Zollkosten für Käufer transparent auszuweisen, löst eine heftige Reaktion des Weißen Hauses aus. Der Online-Riese bestreitet dies, während die Regierung von "feindseligen politischen Akt" spricht.
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Streit um Zoll-Transparenz bei Amazon

Das Weiße Haus und Amazon sind in einen Konflikt verwickelt, der durch einen Bericht von Punchbowl News ausgelöst wurde - und sich schneller zu einem Staatsakt hochgeschaukelt hat, als man das erwarten dürfte. Punchbowl News erklärte, dass Amazon plane, die Höhe der neuen Zölle als Bestandteil der Produktpreise auszuweisen.

Amazon will nicht für die Kosten des Handelskriegs von Präsident Donald Trump verantwortlich gemacht werden.
Punchbowl News
Die Reaktion der Regierung folgte prompt, mit deutlich kritischen Äußerungen, wohingegen Amazon diese Pläne ebenso prompt und vehement zurückwies (via New York Times). Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses, erklärte gegenüber Journalisten, dass die mögliche Maßnahme darauf abzielt, die Belastungen durch die Zollpolitik der Trump-Administration transparenter zu machen. Ihr zufolge würde dies implizieren, dass die Verbraucher in den USA die Zollkosten tragen und nicht China.


Leavitt erklärte laut der New York Times zudem, es sei "keine Überraschung", dass ein solcher Vorschlag von Amazon komme, während sie eine Kopie eines Reuters-Artikels aus dem Jahr 2021 hochhielt, der die Schlagzeile trug: "Amazon arbeitet mit einem chinesischen Propaganda-Arm zusammen".

Amazon dementiert Pläne

Nur wenige Stunden nach den veröffentlichten Vorwürfen stellte Amazon klar, dass keine echten Pläne zur Veröffentlichung von Zollkosten bestehen. Tim Doyle, Sprecher des Unternehmens, erklärte hingegen, dass es lediglich eine interne Diskussion für den Amazon Haul Store gegeben hatte, die jedoch nicht umgesetzt werde. Der Amazon Haul Store hatte demnach überlegt, wie sein Konkurrent Temu zu handeln, da Temu bereits Importgebühren anzeigt.

Der Streit ist vor dem Hintergrund der Zollpolitik der Trump-Administration zu verstehen, die Preiserhöhungen für amerikanische Verbraucher mit sich bringen wird. Trump hingegen erklärt gern immer wieder, dass nicht die Verbraucher, sondern die ausländischen Regierungen und Unternehmer die Mehrkosten zu tragen hätten.

Interessant ist auch, dass ein unbestätigtes Gerücht so scharf von der US-Regierung angegangen wird, ohne das überhaupt schon etwas passiert ist. Infografik E-Commerce: China ist Amazons WerkbankE-Commerce: China ist Amazons Werkbank Als Reaktion auf den ursprünglichen Bericht betonte die Pressesprecherin des Weißen Hauses Leavitt zudem, dass Verbraucher sich jetzt bemühen sollten, in den USA hergestellte Produkte zu kaufen:

Es ist ein weiterer Grund, warum wir kritische Lieferketten ins Inland verlagern, um unsere eigene kritische Lieferkette zu stärken und unsere heimische Produktion zu fördern.
Karoline Leavitt
Was haltet ihr von diesem Konflikt zwischen dem Weißen Haus und Amazon? Glaubt ihr, mehr Transparenz bei Zollkosten wäre im Interesse der Verbraucher oder unterstützt ihr die Position der Regierung? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • Amazon dementiert Pläne zur Anzeige von Zöllen bei Produktpreisen
  • Weißes Haus kritisiert angebliche Pläne als Angriff auf Trump-Politik
  • Überlegung für Amazon Haul Store wurde nicht genehmigt oder umgesetzt
  • Zollkosten-Transparenz könnte Wahrnehmung der Handelspolitik beeinflussen
  • Jeff Bezos bemüht sich um positive Beziehung zur US-Regierung
  • Regierung ermutigt zum Kauf von in den USA produzierten Waren
  • Debatte über Vor- und Nachteile von Zollkosten-Transparenz für Verbraucher

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