Trumps Zoll-Politik: UPS will 20.000 Beschäftigte in den USA entlassen
Der US-Logistikonzern UPS will in diesem Jahr noch 20.000 Stellen streichen. Einer der Gründe hierfür liegt nach Angaben des Unternehmens in der Zoll-Politik der neuen US-Regierung, durch die man mit deutlich geringeren Bestellmengen rechnen muss.
Neben den Stellenstreichungen will UPS bis Ende Juni auch 73 Betriebsgebäude schließen, berichtet die New York Times. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen derzeit etwa 490.000 Menschen, darunter rund 412.000 Stundenkräfte, von denen etwa die Hälfte in Teilzeit arbeitet. Bereits im vergangenen Jahr hatte UPS 12.000 Arbeitsplätze vernichtet. Betroffen sind in der neuen Runde vor allem operative Mitarbeiter, die Pakete sortieren oder ausliefern.
UPS plant auf diesem Weg laut eigenen Angaben Einsparungen in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar. Neben dem Personalabbau und den Standortschließungen sollen auch reduzierte Arbeitszeiten zur Kostensenkung beitragen. Zusätzlich will der Konzern sein Geschäft mit dem Großkunden Amazon stark zurückfahren. Viele dieser Lieferungen seien für UPS finanziell nicht rentabel, hieß es.
Zwar habe man keine Einwände gegen den Abbau von Managementposten, doch werde man sich entschieden gegen den Verlust gewerkschaftlich gesicherter Arbeitsplätze wehren, so O'Brien: "UPS wird einen harten Kampf erleben, wenn sie sich nicht an den Vertrag halten." Ein Unternehmenssprecher betonte, man werde die Vereinbarungen einhalten. Wie genau das mit den Planungen funktionieren soll, wurde aber nicht ausgeführt.
Siehe auch:
- UPS plant Entlassung von 20.000 Mitarbeitern aufgrund neuer US-Zollpolitik
- Handelshemmnisse belasten kleine und mittelständische UPS-Kunden stark
- Lukrative Lieferungen aus China in die USA gehen für UPS bereits zurück
- 73 Betriebsgebäude sollen bis Ende Juni geschlossen werden
- UPS zielt auf Einsparungen von 3,5 Milliarden Dollar durch Maßnahmen ab
- Gewerkschaft Teamsters warnt vor hartem Kampf bei Vertragsbruch durch UPS
Weniger Amazon-Lieferungen
Die neu eingeführten Handelshemmnisse belasten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, wie UPS-Chefin Carol Tomé erklärte. Viele Kunden des Unternehmens reduzierten infolgedessen ihre Versandmengen. Die für UPS besonders lukrativen Lieferungen aus China in die USA, die rund elf Prozent des internationalen Umsatzes ausmachen, gingen bereits zurück.Neben den Stellenstreichungen will UPS bis Ende Juni auch 73 Betriebsgebäude schließen, berichtet die New York Times. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen derzeit etwa 490.000 Menschen, darunter rund 412.000 Stundenkräfte, von denen etwa die Hälfte in Teilzeit arbeitet. Bereits im vergangenen Jahr hatte UPS 12.000 Arbeitsplätze vernichtet. Betroffen sind in der neuen Runde vor allem operative Mitarbeiter, die Pakete sortieren oder ausliefern.
UPS plant auf diesem Weg laut eigenen Angaben Einsparungen in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar. Neben dem Personalabbau und den Standortschließungen sollen auch reduzierte Arbeitszeiten zur Kostensenkung beitragen. Zusätzlich will der Konzern sein Geschäft mit dem Großkunden Amazon stark zurückfahren. Viele dieser Lieferungen seien für UPS finanziell nicht rentabel, hieß es.
Gewerkschaft alarmiert
Der geplante Stellenabbau sorgt indes für Spannungen mit der Gewerkschaft Teamsters, die einen Großteil der UPS-Belegschaft vertritt. Deren Vorsitzender, Sean M. O'Brien, verwies auf den im Jahr 2023 geschlossenen Tarifvertrag, der UPS zur Schaffung von 30.000 Teamster-Stellen verpflichtet.Zwar habe man keine Einwände gegen den Abbau von Managementposten, doch werde man sich entschieden gegen den Verlust gewerkschaftlich gesicherter Arbeitsplätze wehren, so O'Brien: "UPS wird einen harten Kampf erleben, wenn sie sich nicht an den Vertrag halten." Ein Unternehmenssprecher betonte, man werde die Vereinbarungen einhalten. Wie genau das mit den Planungen funktionieren soll, wurde aber nicht ausgeführt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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