BSOD: Veeam Agent und März-Patch-Day für Windows Server kollidieren

Plötzliche Abstürze und 100% CPU-Auslastung plagen zahlreiche Windows-Server nach den März-Updates. Der Schuldige ist bereits identifiziert: Die Kombination aus Veeam-Backup-Agent und dem ReFS-Dateisystem führt zu kritischen Systemfehlern.
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Windows Server-Updates führen zu Veeam-Problemen

Bisher gibt es nur die Bestätigung des Problems von Veeam selbst, eine Lösung wird nicht vor dem nächsten Patch-Day erwartet. Das meldet zumindest Günter Born in seinem Blog.

Die kumulativen Windows-Updates vom März 2025 verursachen demnach bei Servern mit installiertem "Veeam Agent for Microsoft" erhebliche Probleme. Betroffen sind Windows Server 2019, 2022, 23H2 und 2025, auf denen das ReFS-Dateisystem verwendet wird.


Anwender berichten von Bluescreens of Death (BSOD) mit dem Fehlercode 0x00000149 sowie von ungewöhnlich hohem Speicherverbrauch. Die Probleme treten speziell bei folgenden Updates auf:

  • KB5053598 (Windows Server 2025)
  • KB5053599 (Windows Server 23H2)
  • KB5053603 (Windows Server 2022)
  • KB5053596 (Windows Server 2019)

Laut dem Veeam Support tritt das Problem ausschließlich bei Servern auf, die das ReFS-Dateisystem (Resilient File System) verwenden. ReFS wurde von Microsoft als robuster Nachfolger des NTFS-Dateisystems entwickelt und wird häufig in Backup-Umgebungen eingesetzt.

Unterschiedliche Symptome

Die Auswirkungen variieren je nach eingesetzter Windows-Server-Version. Während einige Systeme mit dem erwähnten BSOD abstürzen, leiden andere unter massiven Speicherlecks. Besonders bei Windows Server 2025 wurde beobachtet, dass der RAM-Verbrauch kontinuierlich ansteigt und die CPU-Auslastung durch den Systemprozess auf 100 Prozent hochschnellt.

Microsoft hat mitgeteilt, dass an Korrekturen für dieses Problem gearbeitet wird. Voraussichtlich kommt der Fix mit den April 2025 Updates für die betreffenden Server-Versionen.
Veeam Support Knowledge Base

Workarounds und Empfehlungen

Bis die offiziellen Fixes verfügbar sind, empfiehlt Veeam, die problematischen Updates zu deinstallieren. In einigen Fällen kann auch das Trennen von iSCSI-Laufwerken mit ReFS-Formatierung Abhilfe schaffen.

Ein Nutzer im Veeam-Forum berichtete, dass nach der Migration von Windows Server 2022 auf 2025 zufällige Abstürze auftraten. Sobald die iSCSI-Backup-Festplatte mit ReFS-Formatierung nicht angeschlossen war, stabilisierte sich das System wieder.

Es ist nicht das erste Mal, dass ReFS Probleme verursacht. Bereits in der Vergangenheit gab es Komplikationen mit der Speicherverwaltung und Metadatenverarbeitung. Microsoft hatte beispielsweise im September 2018 mit KB4343884 ähnliche Probleme für Windows Server 2016 behoben.

Nutzt ihr Veeam mit ReFS auf euren Windows Servern? Habt ihr bereits Erfahrungen mit diesen Problemen gemacht oder vielleicht sogar eine eigene Übergangslösung gefunden? Teilt eure Erlebnisse in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Windows-Server-Probleme nach März-Updates mit Veeam-Agent und ReFS
  • Betroffen sind Server 2019, 2022, 23H2 und 2025 mit ReFS-Dateisystem
  • Symptome: Abstürze, hohe CPU-Auslastung und Speicherverbrauch
  • Veeam bestätigt Problem, Lösung erst mit April-Updates 2025 erwartet
  • Empfehlung: Problematische Updates deinstallieren oder iSCSI-Laufwerke trennen
  • Ähnliche ReFS-Probleme traten bereits in der Vergangenheit auf
  • Nutzer berichten von Stabilisierung nach Trennung der ReFS-Backup-Festplatte

Siehe auch:


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