Netflix Werbe-Abo: Momentan über 150 Filme und Serien gesperrt

Wer bei Netflix sparen möchte, greift zum günstigen Abo mit Werbung. Doch nicht nur Reklame, sondern auch ein reduziertes Angebot erwartet die Nutzer. Aktuell sind über 150 Titel nicht verfügbar. Darunter sind Eigenproduktionen und lizenzierte Inhalte.
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Eingeschränktes Angebot im Werbe-Abo

Das Werbe-Abo wurde von Netflix offiziell im November 2022 in zwölf Ländern eingeführt, darunter auch Deutschland. Bereits zum Start hatte der Streaminganbieter angekündigt, dass nicht alle seine Inhalte in diesem Modell verfügbar sein würden. Trotzdem bucht mittlerweile beinahe jeder zweite Neukunde das günstigere, sogenannte Standard-Abo mit Reklameunterbrechungen.

Netflix-Originals und Lizenzinhalte betroffen

Wie das Branchenportal What's on Netflix berichtet, sind von den aktuell rund 7400 verfügbaren Titeln etwa 150 nicht im Werbe-Abo enthalten. Besonders ärgerlich ist jedoch, dass selbst einige Netflix-Originale nicht abrufbar sind. Dazu gehören Kult-Serien wie etwa "House of Cards" und "Peaky Blinders".


Auch viele Produktionen aus der langjährigen Partnerschaft mit DreamWorks Television sind betroffen. Bei den Fremdlizenzen fallen vor allem Filme und Serien von Universal und Sony aus dem Angebot. Die komplette Liste der gesperrten Inhalte bezieht sich dabei auf die USA. Für deutsche Netflix-Kunden könnte das Angebot also leicht abweichen.

Verbesserungen im Laufe der Zeit

Die Situation für Werbe-Abonnenten hat sich jedoch deutlich verbessert. Zum Start des Modells vor zweieinhalb Jahren waren noch über fünf Prozent aller Inhalte gesperrt. Mittlerweile ist dieser Anteil auf etwa zwei Prozent gesunken.

Gründe für die Sperrungen sind oft komplexe Lizenzvereinbarungen. Besonders ältere Verträge sehen teilweise keine Werbeeinblendungen vor. Auch die Rechte für einige internationale Produktionen konnten nicht für das Standard-Abo mit Werbung gesichert werden. Netflix arbeitet jedoch kontinuierlich daran, mehr Inhalte für alle Nutzer freizuschalten. Infografik Streaming: Netflix kann die Abo-Umsätze nur in Nordamerika steigernStreaming: Netflix kann die Abo-Umsätze nur in Nordamerika steigern

Preisvorteil als Ausgleich

Trotz der Einschränkungen bleibt das Werbe-Abo für viele Nutzer attraktiv. In Deutschland kostet es mit 4,99 Euro pro Monat weniger als die Hälfte des werbefreien Standard-Abos (13,99 Euro). Wer auf Inhalte in 4K-Auflösung und guten Sound Wert legt, muss sogar 19,99 Euro für das Premium-Abo bezahlen.

Netflix hatte im Juli 2024 begonnen, sein damaliges Basis-Abo ohne Werbung in Ländern wie Frankreich und den USA auslaufen zu lassen, nachdem dieser Schritt bereits ein Jahr zuvor in Kanada und Großbritannien vollzogen wurde. Nutzer wurden damals regelrecht genötigt, eines der anderen Abos abzuschließen. Auch in Deutschland steht das alte Basis-Abo mittlerweile nicht mehr für Neukunden zur Verfügung.

Mögliche Preiserhöhungen

Ob die aktuellen Preise langfristig Bestand haben, bleibt abzuwarten. In einigen Ländern hatte Netflix die Gebühren erst kürzlich wieder erhöht. Mit aktuell über 300 Millionen Abonnenten weltweit verfügt Netflix über eine enorme Reichweite und entsprechende Marktmacht, von der man bei der Preisgestaltung immer wieder Gebrauch macht. Trotz vieler daraus resultierenden negativen Schlagzeilen wachsen die Nutzerzahlen der Streamingplattform immer weiter.

Was haltet ihr vom Netflix-Werbe-Abo? Habt ihr den Dienst gebucht und nehmt für günstigere Konditionen Abstriche beim Angebot in Kauf? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Netflix-Werbeabo weiterhin mit gesperrten Inhalten
  • Momentan über 150 Serien und Filme nicht abrufbar
  • Auch einige Netflix-Originale wie 'House of Cards' im Werbeabo nicht verfügbar
  • Anteil gesperrter Inhalte seit Einführung gesunken
  • Komplexe Lizenzvereinbarungen oft Grund für Sperrung bestimmter Inhalte
  • Werbeabo in Deutschland für 4,99 Euro monatlich deutlich am günstigsten
  • Altes Basis-Abo ohne Werbung nicht mehr verfügbar
  • in einigen Ländern erst kürzlich erneute Preisanpassungen

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