Nokia bringt jetzt das erste Mobilfunknetz auf den Mond
In Kürze wird die zweite Mondmission des privaten Raumfahrtunternehmens Intuitive Machines starten. Eine Besonderheit ist die mitgeführte Nokia-Hardware, mit der das erste Mobilfunknetz auf unserem Trabanten in Betrieb genommen werden soll.
Eine besondere Premiere soll dabei die Installation eines voll funktionsfähigen 4G-Mobilfunknetzes auf dem Mond sein, berichtet das Magazin Technology Review. Bisher basierte die Kommunikation im Weltraum auf Punkt-zu-Punkt-Funksystemen, die eine direkte Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger erforderten. Diese Technik war ausreichend, solange nur einzelne Raumfahrzeuge oder Rover Daten zur Erde sendeten. Doch mit der geplanten Rückkehr von Astronauten im Rahmen des Artemis-Programms und der langfristigen Etablierung einer Mondbasis wird ein leistungsfähigeres Kommunikationssystem benötigt.
In den Nokia Bell Labs wurde daher im Auftrag der NASA die Technik für ein 4G-Netz für die Mondmission entwickelt. Die Technologie ermöglicht eine höhere Datenübertragungsrate, eine größere Reichweite und die Vernetzung mehrerer Geräte gleichzeitig. Allerdings mussten die Komponenten speziell angepasst werden, um den extremen Bedingungen auf dem Mond standzuhalten.
Langfristig plant Nokia, das Netz für die Artemis-Mondbasis auszubauen und auch in Raumanzüge zu integrieren. Doch das Vorhaben stößt nicht nur auf Zustimmung. Radioastronomen befürchten, dass die Mobilfunkfrequenzen den Empfang empfindlicher Teleskope stören könnten. Zudem ist die Nutzung der 4G-Frequenzen auf dem Mond laut internationalen Funkregulierungen nicht erlaubt. Für die IM-2-Mission wurde Nokia eine Ausnahmegenehmigung erteilt, doch für eine dauerhafte Nutzung müssten andere Frequenzen gefunden werden.
Siehe auch:
Neue Kommunikation
Ziel der Mission, die nach bisherigem Plan am 26. Februar vom Kennedy Space Center der NASA aus starten soll, ist es, einen Lander, einen Rover und einen Hopper in der Nähe des lunaren Südpols zu platzieren, um dort nach Wassereis zu suchen. Zudem soll ein Kommunikationssatellit in die Umlaufbahn des Mondes gebracht werden.Eine besondere Premiere soll dabei die Installation eines voll funktionsfähigen 4G-Mobilfunknetzes auf dem Mond sein, berichtet das Magazin Technology Review. Bisher basierte die Kommunikation im Weltraum auf Punkt-zu-Punkt-Funksystemen, die eine direkte Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger erforderten. Diese Technik war ausreichend, solange nur einzelne Raumfahrzeuge oder Rover Daten zur Erde sendeten. Doch mit der geplanten Rückkehr von Astronauten im Rahmen des Artemis-Programms und der langfristigen Etablierung einer Mondbasis wird ein leistungsfähigeres Kommunikationssystem benötigt.
In den Nokia Bell Labs wurde daher im Auftrag der NASA die Technik für ein 4G-Netz für die Mondmission entwickelt. Die Technologie ermöglicht eine höhere Datenübertragungsrate, eine größere Reichweite und die Vernetzung mehrerer Geräte gleichzeitig. Allerdings mussten die Komponenten speziell angepasst werden, um den extremen Bedingungen auf dem Mond standzuhalten.
Ein erster Test
Das gesamte System ist in einer kompakten Netzwerk-Box untergebracht, die lediglich eine Antenne und eine Energiequelle benötigt. Die Antenne wird auf dem Lander montiert und die Stromversorgung erfolgt über Solarpaneele. Während der Mission IM-2 wird das 4G-Netz zur Kommunikation zwischen dem Lander und den beiden Fahrzeugen genutzt. Aufgrund der extremen Temperaturschwankungen auf dem Mond wird das Netzwerk jedoch nach den derzeitigen Erwartungen nur wenige Tage funktionsfähig sein.Langfristig plant Nokia, das Netz für die Artemis-Mondbasis auszubauen und auch in Raumanzüge zu integrieren. Doch das Vorhaben stößt nicht nur auf Zustimmung. Radioastronomen befürchten, dass die Mobilfunkfrequenzen den Empfang empfindlicher Teleskope stören könnten. Zudem ist die Nutzung der 4G-Frequenzen auf dem Mond laut internationalen Funkregulierungen nicht erlaubt. Für die IM-2-Mission wurde Nokia eine Ausnahmegenehmigung erteilt, doch für eine dauerhafte Nutzung müssten andere Frequenzen gefunden werden.
Zusammenfassung
- Nokia installiert erstes 4G-Mobilfunknetz auf dem Mond
- Intuitive Machines' zweite Mondmission startet am 26. Februar 2025
- Netzwerk ermöglicht höhere Datenraten und Vernetzung mehrerer Geräte
- Spezielle Anpassungen für extreme Bedingungen auf dem Mond nötig
- System in kompakter Box mit Antenne und Solarpaneelen zur Energieversorgung
- Netzwerk voraussichtlich nur wenige Tage funktionsfähig
- Bedenken von Radioastronomen wegen möglicher Störung von Teleskopen
Siehe auch:
Videos zum Thema Mond
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- Blue Ghost: Spektakulärer Überflug zeigt beeindruckende Mondbilder
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
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