Musk-Eigentor? Armee-Pläne für "gepanzerte Tesla" offenbar gestrichen

Die US-Regierung plante den Kauf gepanzerter Elektrofahrzeuge im Wert von 400 Millionen Dollar. Zunächst war Tesla im Gespräch, doch der Name des Unternehmens verschwand nun plötzlich von der offiziellen Beschaffungsliste. Die Gründe sind bislang unklar.
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Regierungsauftrag in Millionenhöhe plötzlich weg

Das US-amerikanische Verteidigungsministerium plante - noch in Zeiten von Joe Biden - eine beachtliche Investition in gepanzerte Elektrofahrzeuge. Wie aus Dokumenten des US-Außenministeriums hervorgeht, sollten für "Armored Teslas" rund 400 Millionen Dollar bereitgestellt bzw. investiert werden. Zunächst deutete alles auf einen lukrativen Auftrag für den E-Auto-Pionier Tesla hin. Doch kurz nach dem Bekanntwerden überschlugen sich die Ereignisse regelrecht - zuungunsten des Autobauers.

In der ursprünglichen Beschaffungsliste des State Department für das Jahr 2025 war bisher explizit von "gepanzerten Teslas" die Rede. Das Dokument sah laut der New York Times vor, dass die Fahrzeuge über einen Zeitraum von fünf Jahren geliefert werden sollten. Besonders der Tesla Cybertruck mit seiner Karosserie aus hochfestem Edelstahl wurde als möglicher Kandidat für den Regierungsauftrag gehandelt.

Tesla verschwindet von Beschaffungsliste

Wie Bloomberg mittlerweile schreibt, ist der Name Tesla seit dem Bekanntwerden des Auftrags jedoch von der offiziellen Beschaffungsliste verschwunden. Stattdessen ist nun allgemein von "gepanzerten Elektrofahrzeugen" die Rede. Der Auftragswert von 400 Millionen Dollar bleibt aber unverändert.


Ein möglicher Grund für die Streichung könnte in der Person Elon Musk liegen. Der Tesla-CEO wurde von US-Präsident Donald Trump zum Leiter einer Initiative zur Kostensenkung in der Regierung ernannt. In dieser Funktion soll Musk unnötige Ausgaben aufspüren und eliminieren. Ein millionenschwerer Auftrag an sein eigenes Unternehmen könnte daher als Interessenkonflikt wahrgenommen werden.

Musks Rolle in der Trump-Administration ist ohnehin umstritten. Der Multimilliardär unterstützte Trumps Wahlkampf mit über 250 Millionen Dollar. Kritiker sehen darin den Grund für seine Ernennung zum Leiter des Departments of Government Efficiency (DOGE), also der sogenannten "Abteilung für Regierungseffizienz".

Andere Fahrzeuge bleiben auf der Liste

Unabhängig von der Diskussion um Tesla bleiben andere geplante Fahrzeugkäufe des Außenministeriums auf der Liste. So sollen etwa gepanzerte SUVs von BMW im Wert von 40 Millionen Dollar beschafft werden. Auch andere nicht näher spezifizierte gepanzerte Limousinen und Elektrofahrzeuge sind weiterhin aufgeführt.

Der potenzielle Großauftrag wäre für Tesla durchaus lukrativ gewesen. Der Cybertruck, der als wahrscheinlichster Kandidat für die Panzerung galt, verkaufte sich bisher eher schleppend. Im vergangenen Jahr fanden laut Schätzungen von Cox Automotive nur 39.000 Exemplare einen Käufer. Mit einem Einstiegspreis von 80.000 Dollar gilt das futuristische Fahrzeug für viele Kunden als zu teuer.

Musk selbst äußerte sich auf der Plattform X zu den Berichten. Er sei sich "ziemlich sicher", dass Tesla keine 400 Millionen Dollar erhalten werde. Eine offizielle Stellungnahme von Tesla oder dem US-Außenministerium steht noch aus.

Zusammenfassung
  • US-Regierung plante Kauf gepanzerter E-Fahrzeuge für 400 Mio. Dollar
  • Tesla zunächst im Gespräch, dann von Beschaffungsliste gestrichen
  • Möglicher Interessenkonflikt durch Musks Rolle in der Trump-Administration
  • Musk leitet Initiative zur Kostensenkung in der US-Regierung
  • Andere geplante Fahrzeugkäufe bleiben auf der Beschaffungsliste
  • Cybertruck galt als wahrscheinlichster Kandidat für Panzerung
  • Musk äußert sich auf X: Tesla werde wohl keine 400 Mio. Dollar erhalten

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