Nintendo eShop und PS Store von minderwertigen Spielen überflutet

Der Nintendo eShop und PlayStation Store werden von minderwertigen Spielen überflutet. Diese als "Eslop" bezeichneten Titel täuschen Käufer mit irreführenden Beschreibungen und KI-generierten Grafiken. Die Situation frustriert Nutzer wie seriöse Entwickler.
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Billig-Spiele fluten Stores: Entwickler schlagen Alarm

Die problematischen Spiele sind meist Simulationen, ständig im Angebot und kopieren populäre Konzepte. Allerdings entsprechen sie selten den Versprechungen ihrer Store-Seiten und sind technisch oft nur sehr mangelhaft umgesetzt. Wenige Firmen produzieren diese Spiele in Massen und nutzen Schlupflöcher in den Zulassungsprozessen. Ein weiteres gravierendes Problem, das die Situation verschärft: bei Entdeckung folgen bei Nintendo und Sony kaum Konsequenzen für irreführende Darstellungen.

Im Gespräch mit IGN erklären anonyme Entwickler die Hintergründe: Nintendo und Sony prüfen die Entwickler nur einmal. Danach können diese leicht weitere Spiele veröffentlichen. Die technische Zertifizierung prüft außerdem nicht die Qualität. Ein Entwickler sagt: "Nintendo ist wahrscheinlich am einfachsten zu täuschen. Sobald ich einmal reinkomme, könnte ich ‚Furz Furz Busen Furz: Das Spiel' machen, und es würde vielleicht irgendwann entfernt werden."


Keine Konsequenzen

Das Problem wird durch unterschiedliche Herangehensweisen der Plattformbetreiber beeinflusst. Xbox scheint am wenigsten betroffen, da hier jedes Spiel einzeln geprüft wird. Steam hat zwar quantitativ die meisten fragwürdigen Spiele, bietet aber bessere Kuratierungs- und Sortiermöglichkeiten. Der Nintendo eShop gilt auch deshalb als am anfälligsten für "Eslop", da neue Spiele unsortiert präsentiert werden.

Die Auswirkungen der schlechten Qualitätskontrolle bei Nintendo und Sony sind nach Schilderung der Entwickler gravierend: Qualitativ hochwertige Indie-Spiele werden verdrängt. Ein Entwickler erklärt: "Ich arbeite seit sechs Jahren an meinem Spiel, jemand anderes macht ein Dutzend Kopien in sechs Monaten ... das erdrückt uns einfach."
Zusammenfassung
  • Nintendo eShop und PS Store von minderwertigen 'Eslop'-Spielen überflutet
  • Irreführende Beschreibungen und KI-Grafiken täuschen potenzielle Käufer
  • Wenige Firmen produzieren massenweise minderwertige Simulationsspiele
  • Entwickler nutzen Schlupflöcher in Nintendos und Sonys Zulassungsprozessen
  • Xbox und Steam scheinen weniger anfällig für das 'Eslop'-Problem zu sein
  • Qualitativ hochwertige Indie-Spiele werden durch 'Eslop'-Titel verdrängt
  • Mangelnde Qualitätskontrolle bei Nintendo und Sony verschärft die Situation

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