Auf frischer Tat ertappt: Street-View-Aufnahme hilft, Mord aufzuklären
Ein zufällig aufgenommenes Foto eines Google-Street-View-Fahrzeugs wurde zum entscheidenden Beweis in einem spanischen Kriminalfall. Die Aufnahme zeigt einen Mann, welcher einen verdächtigen weißen Sack in einen Kofferraum lädt - sie führte die Ermittler zu zwei mutmaßlichen Tätern.
Die Geschichte begann laut The Guardian im November 2023, als Angehörige einen 33-jährigen Kubaner als vermisst meldeten. Der Mann war nach Soria gereist, um seine mutmaßliche Partnerin zu treffen. Ein Verwandter wurde misstrauisch, nachdem er mehrere verdächtige SMS vom Handy des Vermissten erhalten hatte. In den Nachrichten stand, der Mann hätte eine neue Frau kennengelernt, würde Spanien verlassen und sein Telefon aufgeben.
Weiterer Street View-Winkel auf den mutmaßlichen Täter
In weiterer Folge gerieten eine Ex-Partnerin des Kubaners und ein Mann, mit dem sie vermutlich eine romantische Beziehung hatte, ins Visier der Ermittler. Im letzten Monat klickten dann die Handschellen. Das Paar wurde beschuldigt, am Tod und Verschwinden des kubanischen Staatsangehörigen beteiligt oder direkt dafür verantwortlich zu sein. Wenige Wochen nach den Verhaftungen fanden Ermittler in einem nahegelegenen Friedhof einen Torso, bei dem es sich vermutlich um die sterblichen Überreste des Vermissten handelt.
Der Fall "Zufälliger digitaler Zeuge" wurde durch mehrere entscheidende Beweise geprägt. Eine Street-View-Aufnahme dokumentierte einen Mann beim Verladen eines weißen Sacks. Besonders bemerkenswert war, dass dies während des ersten Besuchs eines Google-Kamerafahrzeugs in Tajueco seit 15 Jahren aufgenommen wurde. Als zusätzliches Beweismaterial diente eine weitere Aufnahme, die eine Person mit einem weißen Bündel in einer Schubkarre zeigte.
Siehe auch:
- Google-Street-View-Kamera fotografiert zufällig einen Mann beim Verladen eines Sacks
- 33-jähriger Kubaner wird im November 2023 in Spanien als vermisst gemeldet
- Verdächtige SMS-Nachrichten vom Handy des Vermissten wecken Misstrauen
- Ex-Partnerin und ihr neuer Partner werden als Tatverdächtige festgenommen
- Menschlicher Torso wird auf einem nahegelegenen Friedhof gefunden
- Erste Street-View-Aufnahme in Tajueco seit 15 Jahren wird zum Hauptbeweis
Digitale Spuren führen zu Festnahmen
Eine Routinefahrt eines Street-View-Fahrzeugs durch das nordspanische Dorf Tajueco hatte Monate später unerwartete Folgen. Die Kamera des Google-Fahrzeugs dokumentierte im Oktober 2023 einen Mann, der einen weißen Sack in den Kofferraum eines roten Fahrzeugs lud. Diese Aufnahme führte nun aber zu zwei Festnahmen in einem Vermisstenfall.Die Geschichte begann laut The Guardian im November 2023, als Angehörige einen 33-jährigen Kubaner als vermisst meldeten. Der Mann war nach Soria gereist, um seine mutmaßliche Partnerin zu treffen. Ein Verwandter wurde misstrauisch, nachdem er mehrere verdächtige SMS vom Handy des Vermissten erhalten hatte. In den Nachrichten stand, der Mann hätte eine neue Frau kennengelernt, würde Spanien verlassen und sein Telefon aufgeben.
Weiterer Street View-Winkel auf den mutmaßlichen Täter
In weiterer Folge gerieten eine Ex-Partnerin des Kubaners und ein Mann, mit dem sie vermutlich eine romantische Beziehung hatte, ins Visier der Ermittler. Im letzten Monat klickten dann die Handschellen. Das Paar wurde beschuldigt, am Tod und Verschwinden des kubanischen Staatsangehörigen beteiligt oder direkt dafür verantwortlich zu sein. Wenige Wochen nach den Verhaftungen fanden Ermittler in einem nahegelegenen Friedhof einen Torso, bei dem es sich vermutlich um die sterblichen Überreste des Vermissten handelt.
Der Fall "Zufälliger digitaler Zeuge" wurde durch mehrere entscheidende Beweise geprägt. Eine Street-View-Aufnahme dokumentierte einen Mann beim Verladen eines weißen Sacks. Besonders bemerkenswert war, dass dies während des ersten Besuchs eines Google-Kamerafahrzeugs in Tajueco seit 15 Jahren aufgenommen wurde. Als zusätzliches Beweismaterial diente eine weitere Aufnahme, die eine Person mit einem weißen Bündel in einer Schubkarre zeigte.
Siehe auch:
- Google Maps bekommt bessere Satellitenaufnahmen, mehr Street View
- Google Street View: Erneuter Widerspruch gegen Aufnahmen nötig
- Google Street View in Deutschland: Erste aktuelle Aufnahmen sind da
- Google aktualisiert Street View endlich in Deutschland - nach 15 Jahren
- Deutschland-Update: Apple Maps lässt Google Street View alt aussehen
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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