Highlight
BepiColombo liefert scharfe Detail-Aufnahmen vom Merkur
Während wir aufgrund zahlreicher Missionen inzwischen ein recht gutes Bild von den anderen Gesteinsplaneten in unserem Sonnensystem haben, sieht es beim Merkur noch sehr spärlich aus. Nun liefert eine ESA-Sonde aber beeindruckende Bilder von ihm.
Die europäische Raumsonde BepiColombo hat nun aber am 1. Dezember 2024 ihren fünften Vorbeiflug am Merkur absolviert und dabei als erstes Raumfahrzeug den Planeten im mittleren Infrarotlicht untersucht. Die gesammelten Daten liefern neue Erkenntnisse über die Temperatur und Zusammensetzung der Oberfläche des sonnennächsten Planeten, teilte die ESA mit.
Spartipp: Die besten Xmas-Deals bei Media Markt und Saturn (Anzeige)
BepiColombo ist erst die dritte Mission überhaupt, die den Merkur besucht. 2026 soll die Sonde in eine Umlaufbahn eintreten und ihre Hauptmission beginnen, nachdem zuletzt die NASA-Sonde Messenger von 2011 bis 2015 den Planeten erforscht hatte. Bereits während des Vorbeiflugs konnte das Instrument MERTIS (Mercury Radiometer and Thermal Infrared Spectrometer) erstmals die von Einschlagskratern geprägte Oberfläche im mittleren Infrarotbereich abbilden.
Der Merkur gilt als eines der am wenigsten erforschten Gesteinsplaneten des Sonnensystems - und entsprechend viele Fragen haben die Forscher. Frühere Messenger-Daten deuteten beispielsweise darauf hin, dass die Oberfläche erstaunlich wenig Eisen enthält, obwohl der Planet über einen großen Eisen-Nickel-Kern verfügt. Zudem wurden chemische Elemente gefunden, die leicht verdampfen, ein überraschender Befund angesichts der Nähe des Merkurs zur Sonne.
Während der Fly-bys ist MERTIS durch die gestapelte Konstruktion der beiden BepiColombo-Satelliten noch teilweise blockiert. Nach dem Eintritt in die Merkur-Umlaufbahn werden sich die beiden Satelliten, der Mercury Planetary Orbiter und der Mercury Magnetospheric Orbiter, trennen und eigenständige Missionen durchführen. "Dies sind nur erste faszinierende Einblicke in die Oberfläche des Merkurs. Wir erwarten bedeutende wissenschaftliche Ergebnisse, wenn beide Orbiter in Betrieb sind", sagte BepiColombo-Projektwissenschaftler Geraint Jones.
Siehe auch:
Vernachlässigter Planet
Ganz unbegründet ist die bisherige Vernachlässigung des Merkurs nicht. Während die Erforschung von Mars und Venus gern Gelder akquiriert, indem man auf die Möglichkeit von Leben auf den Planeten hinweist, spielt dies beim Merkur keine Rolle. Immerhin befindet sich dessen Orbit sehr dicht an der Sonne und es herrschen wirklich unwirtliche Bedingungen: Auf der Tagseite wird es 430 Grad Celsius heiß, auf der Nachtseite geht es auf -170 Grad runter.Die europäische Raumsonde BepiColombo hat nun aber am 1. Dezember 2024 ihren fünften Vorbeiflug am Merkur absolviert und dabei als erstes Raumfahrzeug den Planeten im mittleren Infrarotlicht untersucht. Die gesammelten Daten liefern neue Erkenntnisse über die Temperatur und Zusammensetzung der Oberfläche des sonnennächsten Planeten, teilte die ESA mit.
Spartipp: Die besten Xmas-Deals bei Media Markt und Saturn (Anzeige)
BepiColombo: Timelapse des Vorbeiflugs am Merkur
BepiColombo ist erst die dritte Mission überhaupt, die den Merkur besucht. 2026 soll die Sonde in eine Umlaufbahn eintreten und ihre Hauptmission beginnen, nachdem zuletzt die NASA-Sonde Messenger von 2011 bis 2015 den Planeten erforscht hatte. Bereits während des Vorbeiflugs konnte das Instrument MERTIS (Mercury Radiometer and Thermal Infrared Spectrometer) erstmals die von Einschlagskratern geprägte Oberfläche im mittleren Infrarotbereich abbilden.
Der Merkur gilt als eines der am wenigsten erforschten Gesteinsplaneten des Sonnensystems - und entsprechend viele Fragen haben die Forscher. Frühere Messenger-Daten deuteten beispielsweise darauf hin, dass die Oberfläche erstaunlich wenig Eisen enthält, obwohl der Planet über einen großen Eisen-Nickel-Kern verfügt. Zudem wurden chemische Elemente gefunden, die leicht verdampfen, ein überraschender Befund angesichts der Nähe des Merkurs zur Sonne.
Viele offene Fragen
Die Infrarotmessungen von MERTIS ermöglichen es, die Zusammensetzung und Mineralverteilung der Oberfläche genauer zu untersuchen. Mit der Ankunft von BepiColombo im Jahr 2026 wird erwartet, dass die Sonde eine detaillierte globale Karte des Merkur mit einer Auflösung von bis zu 500 Metern pro Pixel erstellt.Während der Fly-bys ist MERTIS durch die gestapelte Konstruktion der beiden BepiColombo-Satelliten noch teilweise blockiert. Nach dem Eintritt in die Merkur-Umlaufbahn werden sich die beiden Satelliten, der Mercury Planetary Orbiter und der Mercury Magnetospheric Orbiter, trennen und eigenständige Missionen durchführen. "Dies sind nur erste faszinierende Einblicke in die Oberfläche des Merkurs. Wir erwarten bedeutende wissenschaftliche Ergebnisse, wenn beide Orbiter in Betrieb sind", sagte BepiColombo-Projektwissenschaftler Geraint Jones.
Zusammenfassung
- BepiColombo liefert erste detaillierte Infrarotaufnahmen vom Merkur
- Fünfter Vorbeiflug am 1. Dezember 2024 mit neuen Erkenntnissen
- Merkur gilt als einer der am wenigsten erforschten Gesteinsplaneten
- Extreme Temperaturen von 430 °C am Tag bis -170 °C in der Nacht
- BepiColombo soll 2026 in eine Umlaufbahn um den Merkur eintreten
- Ziel ist eine detaillierte globale Karte mit 500 Meter Auflösung
- Trennung der zwei Satelliten für eigenständige Missionen geplant
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema ESA
Interessante Links
Monokulares Teleskop im Preisvergleich
Neue Nachrichten
- Bis zu 80 GB: Klarmobil halbiert die Preise für seine Telekom-5G-Tarife
- Kampfjet J-36: Chinas Flieger der 6. Generation mit Designänderungen
- Die Kinokasse klingelt: Neuer Spider-Man bricht fast alle Rekorde
- BYD greift Tesla an: Erster humanoider Roboter kommt im August
- Welax S9 Pro im Test: Ergonomischer Bürostuhl für lange Arbeitstage
- Dramatischer Donau-Wasserstand gibt Wollhaarmammut-Skelett frei
- "Uh-oh", ICQ ist zurück: Kult-Messenger feiert Comeback als Fan-Projekt
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!