iCloud zu unkontrolliert: Apple von Kindesmissbrauchs-Opfer verklagt
Eine 27-jährige Frau aus den USA hat Apple verklagt, weil das Unternehmen ihrer Meinung nach nicht ausreichend gegen die Verbreitung von Material vorgegangen ist, das ihren sexuellen Missbrauch in der Kindheit dokumentiert.
Trotz der Festnahme und Verurteilung des Täters leidet sie bis heute unter den Folgen, da die Bilder weiterhin im Internet kursieren, berichtet die New York Times. Fast täglich erhält sie Benachrichtigungen von Strafverfolgungsbehörden über Personen, die im Besitz dieser Bilder sind. Besonders erschütternd sei für sie, dass Apple laut ihrer Klage zwar ein System zur Erkennung und Meldung solcher Inhalte entwickelt, dieses jedoch nach öffentlicher Kritik nie implementiert hat.
Die Klage, die am Samstag vor einem US-Gericht in Kalifornien eingereicht wurde, wirft Apple vor, "defekte Produkte" verkauft zu haben, die Opfern von Kindesmissbrauch schaden. Die Klägerin argumentiert, dass Apple durch die fehlende Umsetzung des angekündigten Schutzsystems namens NeuralHash sowohl ihre Hoffnung auf besseren Schutz enttäuscht als auch die Verbreitung der illegalen Inhalte ermöglicht habe.
Das angesprochene Scanner-System hatte Apple allerdings aufgrund ernster Kritiken nicht zum Einsatz gebracht. Denn dieses sollte die Inhalte auf den Geräten der Nutzer scannen, was einen tiefgehenden Eingriff in die Privatsphäre aller User bedeutet hätte. Verdachtsmeldungen wären automatisiert zu den zuständigen Behörden geleitet worden. Angesichts der zu erwartenden Fehlerquoten wären die Ämter und Polizeien dann mit riesigen Mengen von Meldungen überlastet worden, von denen wahrscheinlich nur ein geringer Teil strafrechtlich relevant gewesen wäre.
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Fotos tauchen immer wieder auf
Die Klägerin, die anonym bleibt, wirft Apple vor, mit Produkten und Diensten wie iCloud dazu beizutragen, dass solche Inhalte weiterhin weltweit verbreitet werden. Die Frau wurde als Kleinkind von einem männlichen Verwandten missbraucht, der die Taten fotografierte und die Bilder online mit anderen Pädophilen tauschte.Trotz der Festnahme und Verurteilung des Täters leidet sie bis heute unter den Folgen, da die Bilder weiterhin im Internet kursieren, berichtet die New York Times. Fast täglich erhält sie Benachrichtigungen von Strafverfolgungsbehörden über Personen, die im Besitz dieser Bilder sind. Besonders erschütternd sei für sie, dass Apple laut ihrer Klage zwar ein System zur Erkennung und Meldung solcher Inhalte entwickelt, dieses jedoch nach öffentlicher Kritik nie implementiert hat.
Die Klage, die am Samstag vor einem US-Gericht in Kalifornien eingereicht wurde, wirft Apple vor, "defekte Produkte" verkauft zu haben, die Opfern von Kindesmissbrauch schaden. Die Klägerin argumentiert, dass Apple durch die fehlende Umsetzung des angekündigten Schutzsystems namens NeuralHash sowohl ihre Hoffnung auf besseren Schutz enttäuscht als auch die Verbreitung der illegalen Inhalte ermöglicht habe.
Bis 2680 Betroffene
Anwälte der Frau sehen in dem Fall weitreichendes Potenzial: Bis zu 2680 Betroffene könnten Teil einer Sammelklage werden, und die Entschädigungsforderung könnte bei über 1,2 Milliarden Dollar liegen.Das angesprochene Scanner-System hatte Apple allerdings aufgrund ernster Kritiken nicht zum Einsatz gebracht. Denn dieses sollte die Inhalte auf den Geräten der Nutzer scannen, was einen tiefgehenden Eingriff in die Privatsphäre aller User bedeutet hätte. Verdachtsmeldungen wären automatisiert zu den zuständigen Behörden geleitet worden. Angesichts der zu erwartenden Fehlerquoten wären die Ämter und Polizeien dann mit riesigen Mengen von Meldungen überlastet worden, von denen wahrscheinlich nur ein geringer Teil strafrechtlich relevant gewesen wäre.
Zusammenfassung
- 27-jährige US-Amerikanerin verklagt Apple wegen Kindesmissbrauchs-Material
- Vorwurf: Apple trägt zur Verbreitung von Missbrauchsfotos über iCloud bei
- Klägerin wurde als Kind missbraucht, Bilder kursieren weiterhin im Internet
- Apple entwickelte das Scanner-System, setzte es aber wegen Kritik nicht ein
- Klage wirft Apple vor, 'defekte Produkte' verkauft zu haben
- Mögliche Sammelklage mit bis zu 2680 Betroffenen und 1,2 Mrd. Dollar Forderung
- Nichteinsatz des Scanners aufgrund von Bedenken zur Privatsphäre
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