Tief unter der Erde: Chinas neues Rekord-Labor soll Physik-Rätsel lösen
China öffnet sein tiefstes unterirdisches Labor für internationale Forscher: 2.400 Meter unter dem Jinping-Berg in Sichuan entsteht ein einzigartiger Forschungsraum. Der verspricht neue Erkenntnisse in der Teilchenphysik, steht aber auch für politische Konflikte.
Im Herzen des Labors befindet sich ein beeindruckender Neutrinodetektor. Dieser besteht aus einer etwa 35 Meter großen Kugel aus Edelstahl und Acryl. Wang Yifang, Projektleiter des sogenannten Jiangmen Underground Neutrino Observator, kurz Juno, und Direktor des Instituts für Hochenergiephysik, betont die Einzigartigkeit dieses Detektors: "Niemand hat zuvor einen solchen Detektor gebaut."
Mit einem Raumvolumen von 330.000 Kubikmetern bietet das DURF aber ideale Bedingungen für viele verschiedene Forschungsbereiche. Es soll sich zu einem interdisziplinären Zentrum entwickeln, das Teilchenphysik, nukleare Astrophysik und Biowissenschaften integriert. Bereits jetzt arbeiten die ersten zehn Forscherteams chinesischer Universitäten und Forschungseinrichtungen im DURF.
Trotz der Öffnung gibt es Spannungen, insbesondere mit den USA. Etwa 750 Wissenschaftler aus 17 Ländern nehmen an der Zusammenarbeit teil, darunter "zwei amerikanische Gruppen", so Projektleiter Wang Yifang. Er fügt hinzu, dass mehr Interesse besteht, aber "leider aufgrund vieler bekannter Gründe ... es nicht erlaubt ist".
Juan Pedro Ochoa-Ricoux, ein experimenteller Physiker der University of California, Irvine, sieht die Zusammenarbeit trotzdem positiv: "Indem wir zusammenarbeiten, zeigen wir auch, wie Wissenschaft apolitisch sein kann und muss." Er räumt ein, dass es Schwierigkeiten bei Visa und bürokratischen Hürden gibt, betont aber die Wichtigkeit der internationalen Kooperation.
Siehe auch:
Tiefstes Labor der Welt: Neues Physik-Zentrum in China
Das am 7. Dezember 2023 eröffnete Labor "Deep Underground and Ultra-low Radiation Background Facility for Frontier Physics Experiments (DURF)" in der Präfektur Liangshan Yi ist mit 2.400 Metern Tiefe das tiefste seiner Art weltweit. Professor Yue Qian von der Tsinghua-Universität erklärt: "Das DURF ist nur einem winzigen Fluss kosmischer Strahlen ausgesetzt, der ein Hundert Millionstel dessen auf der Erdoberfläche beträgt." Diese Abschirmung ermöglicht präzise Experimente in der Teilchenphysik.Im Herzen des Labors befindet sich ein beeindruckender Neutrinodetektor. Dieser besteht aus einer etwa 35 Meter großen Kugel aus Edelstahl und Acryl. Wang Yifang, Projektleiter des sogenannten Jiangmen Underground Neutrino Observator, kurz Juno, und Direktor des Instituts für Hochenergiephysik, betont die Einzigartigkeit dieses Detektors: "Niemand hat zuvor einen solchen Detektor gebaut."
Mit einem Raumvolumen von 330.000 Kubikmetern bietet das DURF aber ideale Bedingungen für viele verschiedene Forschungsbereiche. Es soll sich zu einem interdisziplinären Zentrum entwickeln, das Teilchenphysik, nukleare Astrophysik und Biowissenschaften integriert. Bereits jetzt arbeiten die ersten zehn Forscherteams chinesischer Universitäten und Forschungseinrichtungen im DURF.
Spannungen bleiben
Wie Phys berichtet, öffnet China das Labor nun für internationale Zusammenarbeit und lädt jüngst Medien zu Besichtigungen ein. Jennifer Thomas, Physikerin am University College London und Mitglied des Internationalen wissenschaftlichen Komitees des Projekts, betont: "Juno liegt im Rennen vorn", obwohl ähnliche Experimente in den USA und Japan geplant sind.Deep Underground and Ultra-low Radiation Background Facility for Frontier Physics Experiments (DURF)
Trotz der Öffnung gibt es Spannungen, insbesondere mit den USA. Etwa 750 Wissenschaftler aus 17 Ländern nehmen an der Zusammenarbeit teil, darunter "zwei amerikanische Gruppen", so Projektleiter Wang Yifang. Er fügt hinzu, dass mehr Interesse besteht, aber "leider aufgrund vieler bekannter Gründe ... es nicht erlaubt ist".
Juan Pedro Ochoa-Ricoux, ein experimenteller Physiker der University of California, Irvine, sieht die Zusammenarbeit trotzdem positiv: "Indem wir zusammenarbeiten, zeigen wir auch, wie Wissenschaft apolitisch sein kann und muss." Er räumt ein, dass es Schwierigkeiten bei Visa und bürokratischen Hürden gibt, betont aber die Wichtigkeit der internationalen Kooperation.
Zusammenfassung
- Chinas neues Rekord-Labor unter dem Jinping-Berg, 2.400 Meter tief
- 330.000 Kubikmeter groß, interdisziplinäres Forschungszentrum geplant
- Einzigartiger Neutrinodetektor, 35 Meter große Kugel aus Edelstahl und Acryl
- Internationale Forscher eingeladen, politischer Spannungen mit den USA bleiben
- 750 Wissenschaftler aus 17 Ländern beteiligt, inklusive zwei US-Gruppen
Siehe auch:
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- Nach Update der Rekord: Mars-Helikopter zeigt, dass noch mehr geht
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