Apple M4-MacBook-Leak bestätigt:
Einbruch in Apples Geheimniswelt

Letzte Woche tauchten plötzlich zwei MacBooks mit M4-Chip in Videos russischer YouTuber auf. Das Besondere daran: Apple hat die Laptops bisher nicht veröffentlicht. Ein Experte bestätigt jetzt aber die Echtheit der Geräte. Was das für Kunden bedeutet.
Apple, MacBook Pro, MacBook Pro 2021
Apple

Neue MacBooks vorab auf YouTube zu sehen

Etwas Vergleichbares hat es in der Geschichte von Apple wohl noch nie gegeben. Etliche Exemplare, die bislang nicht veröffentlicht wurden, fanden den Weg in die Öffentlichkeit. So ist es jetzt mit den kommenden MacBooks mit M4-Chip geschehen. Zwar war 2010 das iPhone 4 vor seiner offiziellen Präsentation geleakt worden, es handelte sich allerdings nur um ein einziges Gerät. Mit den MacBooks ist es anders.

Denn es scheinen hunderte Exemplare aus einem Lager entwendet worden zu sein. So zumindest lassen es Angebote im Internet vermuten, bei denen rund 200 der Geräte zum Kauf angeboten werden. Allerdings hatte es berechtigterweise Zweifel an der Echtheit der Laptops gegeben.


Experte bestätigt Echtheit

In seinem aktuellen Newsletter bestätigt Journalist Mark Gurman nach Rücksprache mit seinen Apple-nahen Quellen jetzt allerdings, dass in den Videos authentische M4-MacBooks zu sehen sind.

Ich kann bestätigen, dass es sich tatsächlich um Apples kommende M4 MacBook Pros handelt.
Mark Gurman
Da Apple seine Produkte nicht mehr offiziell in Russland verkauft, geht Gurman davon aus, dass die Geräte aus einem Lager in einem anderen europäischen Land geklaut wurden und dann ihren Weg nach Osten gefunden haben.

Details machen stutzig

Apple verschifft neue Modelle schon Wochen vor deren Veröffentlichung, damit sie direkt zum Verkaufsstart an die Kunden abgegeben werden können. Daher erscheint es plausibel, dass es in einem der Lager ein Leck gegeben haben könnte. Gurman rechnet damit, dass die neuen Laptops, sowie die ebenfalls erwarteten neuen iMacs und Mac Minis, um den 1. November herum offiziell in den Regalen stehen werden.

Die Tatsache, dass die in den Videos gezeigten Kartons der neuen MacBooks das exakt gleiche Bild auf der Vorderseite zeigen wie bei den älteren Modellen, überrascht allerdings auch den Bloomberg-Journalisten. Für gewöhnlich erneuert Apple das Design mit jeder Generation. Demnach ist das Bild eine "seltsame und ungewöhnliche Wahl". Dennoch seien die geleakten Geräte der "real deal", so Gurman. Apple M4 MacBook Pro: Geleakte VerpackungDie Verpackung eines der geleakten M4-MacBooks mit 'altem' Motiv

Gerüchte bestätigen sich

Für Kunden sind das mehr oder weniger gute Nachrichten. Denn damit bestätigen sich die Gerüchte zum erhöhten RAM in der Basiskonfiguration der Laptops. Lange hatte Apple darauf bestanden, dass acht Gigabyte Arbeitsspeicher mehr als ausreichend für alle Anforderungen seien. Erst mit der Entwicklung von Apple Intelligence schwenkte man langsam um. Die neuen MacBooks kommen nun standardmäßig mit 16 GB Arbeitsspeicher. Auch die drei Thunderbolt 4-Anschlüsse der kommenden Geräte sind ein willkommenes Upgrade.

Apple dürfte es allerdings schwerfallen, dem ganzen Vorfall etwas Positives abzugewinnen. Ein großer Teil der Faszination für das Unternehmen speist sich aus dem Geheimnis rund um neue Produkte. Apple Keynotes sind vor allem durch das von Steve Jobs geprägte "one more thing" berühmt. Bei der Vorstellung der neuen MacBooks dürfte es nun aber keine Überraschungen mehr geben. Vielleicht verzichtet Apple ja sogar auf eine Präsentation.
Zusammenfassung
  • M4-MacBooks von Apple noch vor Veröffentlichung aufgetaucht
  • Mark Gurman bestätigt Echtheit der Geräte nach Rücksprache mit Quellen
  • Hunderte MacBooks vermutlich aus europäischem Lager gestohlen
  • Neue Modelle könnten offiziell am 1. November vorgestellt werden
  • Design der Verpackung unverändert, was untypisch für Apple ist
  • Erhöhter RAM und drei Thunderbolt 4-Anschlüsse als Neuerungen
  • Erster Leak dieser Art bei Apple

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