Ghost of Yotei: Ex-Sony-Manager verteidigt weibliche Heldin in PS5-Spiel

Das kürzlich angekündigte PS5-Spiel Ghost of Yotei sorgt für Dis­kus­sio­nen, da die Heldin des Spiels eine Frau ist. Ex-Sony-Manager Shawn Layden reagiert mit klaren Worten auf Twitter und rät Kritikern, das Spiel einfach nicht zu kaufen - oder selbst ein Spiel zu machen.
Spiel, Sucker Punch, Ghost of Yotei, Samurai
Sucker Punch

Neues Spiel, neue Heldin - alte Diskussion

Die Ankündigung des PS5-exklusiven Spiels Ghost of Yotei sorgt in den sozialen Medien für Aufregung. Der Grund: Entwickler Sucker Punch Productions setzt in der Fortsetzung des erfolgreichen Ghost of Tsushima auf eine Protagonistin. Diese Entscheidung stößt bei einigen "konservativen" Fans auf Kritik - und ruft nun sogar einen ehemaligen Sony-Manager auf den Plan.

"Ghost of Yotei" spielt etwa 300 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers und erzählt die Geschichte der neuen Heldin Atsu. Sucker Punch erklärte dazu im PlayStation Blog:


Um etwas Neues, aber Vertrautes zu schaffen, haben wir uns über Jin Sakais Geschichte und die Insel Tsushima hinaus mit der Idee des Geistes befasst. Bei Sucker Punch lieben wir Ursprungsgeschichten und wollten herausfinden, was es bedeuten könnte, einen neuen Helden zu haben, der eine Geistermaske trägt und eine neue Legende aufdeckt. Dies führte uns zu Ghost of Yotei: ein neuer Protagonist, eine neue Geschichte, die es zu erzählen gilt, und eine neue Region Japans, die es zu erkunden gilt.
Während viele Fans gespannt auf das neue Samurai-Abenteuer warten, gibt es auch kritische Stimmen. Ein Nutzer, der offenbar sonst nicht allzu viele echte Probleme hat, beschwerte sich, dass "jedes auf Männlichkeit aufgebaute Franchise durch Frauen ersetzt" werde.

Shawn Layden meldet sich zu Wort

Diese Kritik rief nun Shawn Layden auf den Plan. Der ehemalige Chef der Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios meldete sich mit deutlichen Worten via Twitter zu Wort: "Es ist ein Spiel. Unterhaltung. Eine Geschichte, an die ein Team von Entwicklern glaubt. Sie wollen das machen. Wenn es euch nicht gefällt, kauft es nicht. Warum macht ihr nicht selbst das Spiel, das ihr wollt?"

Layden, der von 1994 bis 2019 in verschiedenen Führungspositionen bei Sony tätig war, ist für seine klaren Aussagen bekannt. Aktuell arbeitet der 63-Jährige als strategischer Berater bei Tencent Games.

Historischer Kontext

Trotz der Kritik einiger Incels überwiegt insgesamt die positive Resonanz auf "Ghost of Yotei". Viele Fans freuen sich auf die neue Perspektive und verweisen auf die historische Bedeutung weiblicher Kriegerinnen im feudalen Japan. Die sogenannten Onna-bugeisha oder Onna-musha kämpften oft Seite an Seite mit männlichen Samurai und führten diese sogar an.

Was denkt ihr über die Diskussion um Ghost of Yotei? Freut ihr euch auf das neue Setting und die Protagonistin, oder hättet ihr eine direkte Fortsetzung mit Jin Sakai bevorzugt?

Zusammenfassung
  • Ex-Sony-Manager Shawn Layden verteidigt Heldin in PS5-Spiel
  • Ghost of Yotei setzt auf Protagonistin Atsu, spielt 300 Jahre nach Vorgänger
  • Sucker Punch will mit neuem Helden und neuer Region Japans begeistern
  • Kritik an weiblicher Hauptfigur von konservativen Fans geäußert
  • Layden empfiehlt Kritikern, das Spiel nicht zu kaufen oder selbst eines zu machen
  • Viele Fans begrüßen die neue Perspektive und historische Relevanz
  • Positive Resonanz überwiegt trotz Kritik einiger Incels

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