Telegram-Maßnahmen zeigen Wirkung, Kriminelle auf virtueller Flucht
Telegrams verschärfte Richtlinien zeigen Wirkung, denn kriminelle Gruppen verlassen den Messenger-Dienst bereits. Die Plattform geht verstärkt gegen illegale Aktivitäten vor und kooperiert nun enger mit Behörden. Für normale Nutzer könnte dies mehr Sicherheit bedeuten.
Pawel Durow, CEO und Mitbegründer von Telegram, hat sich dem Druck der Behörden gebeugt: Die Plattform wird nun bei berechtigten Anfragen von Ermittlungsbehörden IP-Adressen und Telefonnummern von Verdächtigen herausgeben. Dies gilt für Fälle, in denen ein gültiger Gerichtsbeschluss vorliegt und der Nutzer verdächtigt wird, gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben.
Zusätzlich hat Telegram seine Suchfunktion überarbeitet. Ein neues Moderatorenteam, unterstützt durch künstliche Intelligenz, durchforstet nun die Plattform nach verdächtigen Inhalten. Ziel ist es, alle erdenklichen illegalen Aktivitäten aus den Suchergebnissen zu verbannen. Nutzer können über den @SearchReport-Bot selbst aktiv werden und fragwürdige Inhalte melden.
Telegrams Vorgehen wirft auch Fragen auf. Wie viel Sicherheit ist möglich, ohne die Privatsphäre zu opfern? Die Plattform versucht offenbar, beiden Seiten gerecht zu werden. Einerseits beabsichtigt man illegale Aktivitäten einzudämmen, andererseits möchte man den Ruf als verschlüsselter und sicherer Messenger nicht verlieren. Für die breite Masse der Nutzer könnte diese Entwicklung hingegen vorteilhaft sein.
Was denkt ihr über Telegrams neue Richtlinien? Findet ihr, dass dieses "Ausmisten" die Plattform verbessert oder habt ihr Bedenken, dass sich dadurch auch für euch eine negative Nutzererfahrung ergibt?
Siehe auch:
Telegram: Abschreckende Wirkung
Der Messenger Telegram, der weltweit über 950 Millionen monatlich aktive Nutzer hat, macht Ernst im Kampf gegen illegale Aktivitäten. Die kürzlich angekündigten Änderungen in den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie zeigen bereits Auswirkungen, denn kriminelle Gruppen verlassen die Plattform in Scharen.Pawel Durow, CEO und Mitbegründer von Telegram, hat sich dem Druck der Behörden gebeugt: Die Plattform wird nun bei berechtigten Anfragen von Ermittlungsbehörden IP-Adressen und Telefonnummern von Verdächtigen herausgeben. Dies gilt für Fälle, in denen ein gültiger Gerichtsbeschluss vorliegt und der Nutzer verdächtigt wird, gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben.
Zusätzlich hat Telegram seine Suchfunktion überarbeitet. Ein neues Moderatorenteam, unterstützt durch künstliche Intelligenz, durchforstet nun die Plattform nach verdächtigen Inhalten. Ziel ist es, alle erdenklichen illegalen Aktivitäten aus den Suchergebnissen zu verbannen. Nutzer können über den @SearchReport-Bot selbst aktiv werden und fragwürdige Inhalte melden.
Kriminelle suchen neue Heimat
Die Reaktionen aus der Unterwelt des Internets sind eindeutig. Laut Daily Dark Web (via Tarnkappe) haben bekannte Gruppen wie CyberVolk öffentlich angekündigt, Telegram zu verlassen. Sie weichen auf Plattformen wie Twitter bzw. X, Session oder Discord aus, und hoffen dort auf mehr Privatsphäre oder besser gesagt, ungestört(er) ihren Aktivitäten nachgehen zu können. Auch BlackForums, eine weitere prominente Gruppe, ruft zum Umzug auf und empfiehlt Signal als Alternative.Telegrams Vorgehen wirft auch Fragen auf. Wie viel Sicherheit ist möglich, ohne die Privatsphäre zu opfern? Die Plattform versucht offenbar, beiden Seiten gerecht zu werden. Einerseits beabsichtigt man illegale Aktivitäten einzudämmen, andererseits möchte man den Ruf als verschlüsselter und sicherer Messenger nicht verlieren. Für die breite Masse der Nutzer könnte diese Entwicklung hingegen vorteilhaft sein.
Telegram-Gründer im Visier der Behörden
Diese Verschärfung der Richtlinien kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Telegram-Gründer Durow selbst ins Visier der Behörden geraten ist. Wie berichtet, wurde der 39-Jährige in Frankreich im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Betrug, Drogenhandel und der Verbreitung illegaler Inhalte über Telegram festgenommen.Was denkt ihr über Telegrams neue Richtlinien? Findet ihr, dass dieses "Ausmisten" die Plattform verbessert oder habt ihr Bedenken, dass sich dadurch auch für euch eine negative Nutzererfahrung ergibt?
Zusammenfassung
- Telegram kämpft verstärkt gegen illegale Aktivitäten
- Neue Richtlinien führen zum Exodus krimineller Gruppen
- Pawel Durow gibt nach Druck der Behörden nach
- Neue Suchfunktion und Moderatorenteam bei Telegram
- CyberVolk und andere kriminelle Gruppen suchen Alternativen
- Telegrams Vorgehen könnte die Nutzersicherheit erhöhen
- Durow kürzlich in Frankreich wegen verschiedener Vorwürfe festgenommen
Siehe auch:
- Telegram-Chef: Messenger liefert Behörden künftig IP- & Personendaten
- Ukraine verbietet Nutzung von Telegram auf offiziellen Geräten
- Illegale Waren und gehackte Daten: Telegram unter Kritik
- Telegram reagiert nach Durow-Verhaftung, moderiert nun private Chats
- Recht vage Vorwürfe: Telegram-Gründer Durow jetzt offiziell angeklagt
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