Microsoft stellt Action Pack im Januar 2025 ein - Alternative kostet mehr
Microsoft hat angekündigt, das Microsoft Action-Pack und das Microsoft Learning-Pack zum 21. Januar 2025 einzustellen. Diese Entscheidung wird diverse Kunden faktisch zwingen, auf teurere und cloudbasierte Alternativen umzusteigen.
Laut Microsoft entwickelt sich das Angebot weiter, um "den Partnern die Werkzeuge und den Support zu bieten, die sie benötigen, um weiterhin in der sich wandelnden Technologielandschaft führend zu sein". Dies bedeutet in der Praxis, dass der Fokus künftig noch stärker auf Cloud-Services liegt, anstatt auf lokaler Software. Dies ist wenig überraschend, da Microsoft diesen Kurs nun schon seit geraumer Zeit verfolgt.
Für die Kunden geht das Problem hier aber über die Umstellung auf die Cloud hinaus. Denn die angebotenen Alternativen sind in erster Linie deutlich teurer. So berichtete ein Microsoft-Kunde gegenüber dem britischen Magazin The Register, dass man beim bisherigen Action Pack rund 460 Euro pro Jahr zahlte. Der bald nötige Kauf von Partner Success Core wird rund 870 Euro kosten.
Hinzu komme eben die Tatsache, dass nun alles online laufen muss. "Das ist im Tagesgeschäft kein Problem, aber es wird schwieriger, wenn man versucht, eine Kundenumgebung mit älterer Software nachzubilden", erklärte der Kunde.
Seitdem hat sich die Situation weiterentwickelt. Viele Unternehmen sind inzwischen auf die Cloud umgestiegen, und für einige Partner enthält das Action-Pack nicht alles, was für die Bewältigung der aktuellen KI-Trends notwendig ist. Für andere wiederum bedeutet der Zwang zur Cloud-Nutzung jedoch eine erhebliche Umstellung. Mit der Einstellung des Action-Packs am 21. Januar 2025 endet eine Ära. Ab diesem Datum können die bisherigen Vorteile nicht mehr erworben werden.
Siehe auch:
- Microsoft stellt Action- und Learning-Pack am 21. Januar 2025 ein
- Kunden müssen auf teurere, cloudbasierte Alternativen umsteigen
- Bisherige Packs ermöglichten Nutzung von On-Premises-Lizenzen
- Neue Partner Success Programme fokussieren auf Cloud-Services
- Kosten für Partner Success Core betragen rund 870 Euro jährlich
- On-Premises-Lizenzen für Legacy-Software werden nicht mehr angeboten
- Ende der Packs bedeutet signifikante Veränderungen für Microsoft-Partner
Lokale Anwendungen fallen weg
Das Action- und Learning-Pack boten zusammen mit der Silver- oder Gold-Mitgliedschaft Microsoft-Partnern einen Zugang zu zahlreichen On-Premises-Lizenzen, mit denen die Software des Unternehmens lokal betrieben werden konnte. Die von Microsoft empfohlenen Nachfolger, die Partner Success Core Benefits und Partner Success Expanded Benefits, verzichten auf diesen Vorteil zugunsten von Cloud-Angeboten.Laut Microsoft entwickelt sich das Angebot weiter, um "den Partnern die Werkzeuge und den Support zu bieten, die sie benötigen, um weiterhin in der sich wandelnden Technologielandschaft führend zu sein". Dies bedeutet in der Praxis, dass der Fokus künftig noch stärker auf Cloud-Services liegt, anstatt auf lokaler Software. Dies ist wenig überraschend, da Microsoft diesen Kurs nun schon seit geraumer Zeit verfolgt.
Für die Kunden geht das Problem hier aber über die Umstellung auf die Cloud hinaus. Denn die angebotenen Alternativen sind in erster Linie deutlich teurer. So berichtete ein Microsoft-Kunde gegenüber dem britischen Magazin The Register, dass man beim bisherigen Action Pack rund 460 Euro pro Jahr zahlte. Der bald nötige Kauf von Partner Success Core wird rund 870 Euro kosten.
Hinzu komme eben die Tatsache, dass nun alles online laufen muss. "Das ist im Tagesgeschäft kein Problem, aber es wird schwieriger, wenn man versucht, eine Kundenumgebung mit älterer Software nachzubilden", erklärte der Kunde.
Nicht das erste Mal
Während das Action-Pack derzeit viele On-Premises-Lizenzen für Legacy-Software enthält, bietet das Partner Success Programm diese nicht mehr an. Dies könnte die Nachbildung von Kundenumgebungen tatsächlich komplizierter machen. Bereits vor über fünf Jahren hatte Microsoft versucht, die sogenannten Internal Use Rights (IURs) aus den Action-Pack Lizenzen zu entfernen, was jedoch auf starken Widerstand im Reseller-Netzwerk stieß und das Unternehmen zum Einlenken zwang.Seitdem hat sich die Situation weiterentwickelt. Viele Unternehmen sind inzwischen auf die Cloud umgestiegen, und für einige Partner enthält das Action-Pack nicht alles, was für die Bewältigung der aktuellen KI-Trends notwendig ist. Für andere wiederum bedeutet der Zwang zur Cloud-Nutzung jedoch eine erhebliche Umstellung. Mit der Einstellung des Action-Packs am 21. Januar 2025 endet eine Ära. Ab diesem Datum können die bisherigen Vorteile nicht mehr erworben werden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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