AMD Ryzen: Die neuen Spitzen-CPUs sind aktuell nur Ladenhüter
AMD muss aktuell die Erfahrung machen, dass es schlicht nicht ausreicht, die vielleicht besten Prozessoren des Jahres in den Handel zu bringen. Aufgrund diverser Faktoren sind die frisch gestarteten Chips Ryzen 5 9600X und Ryzen 7 9700X bisher eher Ladenhüter.
Mindfactory ist einer der wenigen, die Auskunft über ihre realen Verkaufszahlen geben. Demnach konnte der Ryzen 5 9600X gerade einmal 20 Käufer überzeugen, während der Ryzen 7 9700X auf etwas über 30 verkaufte Einheiten kommt. Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch auf anderen Verkaufsplattformen wider. So rangiert insbesondere der Vorgänger Ryzen 7 7800X3D ganz vorn in den CPU-Verkaufscharts bei Amazon, während der Ryzen 7 9700X als erstes Modell der neuen Zen-5-Reihe erst auf Platz 47 zu finden ist.
Die Gründe für den schleppenden Absatz liegen zu einem guten Teil auf der Hand: Tests der neuen Ryzen 9 9950X und Ryzen 9 9900X zeigen, dass diese nur geringe Leistungssteigerungen im Gaming-Bereich bieten. Und auch bei Produktivitätsanwendungen, in denen AMD traditionell stärker ist, dominieren die neuen Prozessoren nicht so eindeutig.
Ein weiterer Faktor ist die 3D-V-Cache-Technologie, die zwar im Gaming-Bereich einen Vorteil bringen soll, aber gleichzeitig zu einer komplexeren und schwerer zu durchschauenden Produktlinie geführt hat. Die Performance-Gewinne sind aktuell auch nicht so umfassend, dass eine Aufrüstung unbedingt in jedem Fall lohnt.
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Bestellungen sind mager
So berichtet das Magazin DigitalTrends, dass der deutsche Einzelhändler Mindfactory, der zu den größten CPU-Verkäufern hierzulande gehört, in der ersten Woche nach Markteinführung lediglich zweistellige Stückzahlen absetzen konnte. Dies könnte natürlich auch schlicht an irgendwelchen Problemen bei diesem Verkäufer liegen - dagegen sprechen aber auch Indizien bei anderen Händlern.Mindfactory ist einer der wenigen, die Auskunft über ihre realen Verkaufszahlen geben. Demnach konnte der Ryzen 5 9600X gerade einmal 20 Käufer überzeugen, während der Ryzen 7 9700X auf etwas über 30 verkaufte Einheiten kommt. Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch auf anderen Verkaufsplattformen wider. So rangiert insbesondere der Vorgänger Ryzen 7 7800X3D ganz vorn in den CPU-Verkaufscharts bei Amazon, während der Ryzen 7 9700X als erstes Modell der neuen Zen-5-Reihe erst auf Platz 47 zu finden ist.
Die Gründe für den schleppenden Absatz liegen zu einem guten Teil auf der Hand: Tests der neuen Ryzen 9 9950X und Ryzen 9 9900X zeigen, dass diese nur geringe Leistungssteigerungen im Gaming-Bereich bieten. Und auch bei Produktivitätsanwendungen, in denen AMD traditionell stärker ist, dominieren die neuen Prozessoren nicht so eindeutig.
Es gibt Hoffnung
Zudem sind die Prozessoren der vorherigen Generation mittlerweile deutlich günstiger. Obwohl AMD die Preise der Zen-5-Modelle gesenkt hat, liegen die Zen-4-CPUs immer noch rund 100 Dollar unter den neuen Modellen. Das führt dazu, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis schlicht besser ist. Es ist absehbar, dass die Preise für die neuen Zen-5-Prozessoren mit der Zeit fallen werden, wodurch sie nach und nach die ältere Generation verdrängen könnten.Ein weiterer Faktor ist die 3D-V-Cache-Technologie, die zwar im Gaming-Bereich einen Vorteil bringen soll, aber gleichzeitig zu einer komplexeren und schwerer zu durchschauenden Produktlinie geführt hat. Die Performance-Gewinne sind aktuell auch nicht so umfassend, dass eine Aufrüstung unbedingt in jedem Fall lohnt.
Zusammenfassung
- AMDs neue Ryzen 5 9600X und Ryzen 7 9700X sind Ladenhüter
- Mindfactory verkaufte nur zweistellige Stückzahlen nach Markteinführung
- Vorgängermodell Ryzen 7 7800X3D verkauft sich häufiger auf Amazon
- Neue Ryzen 9 Modelle bieten nur geringe Leistungssteigerungen
- Zen-4-CPUs bieten besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als Zen-5
- 3D V-Cache-Technologie führt zu komplexerer Produktlinie
- Preise für Zen-5-Modelle werden vermutlich mit der Zeit fallen
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