Apple zwingt Patreon zur Nutzung des App-Store-Kaufsystems
Obwohl Apple mit seiner Plattform-Strategie bereits zwangsweise reguliert wird, gibt der Konzern sein restriktives Vorgehen nicht auf. Das zeigt sich nun am Beispiel des Social-Payment-Dienstes Patreon, der zur Nutzung des In-App-Kaufsystems Apples gezwungen wird.
Patreon teilte jetzt seinen Nutzern gegenüber mit, dass die App ab November die In-App-Käufe der Apple-Plattform nutzen müsse. Denn für den Fall, dass man dies nicht umsetze, habe der Plattform-Betreiber den Rauswurf der App angedroht. Auf diese Weise sichert sich Apple nun über die enthaltene Provision also einen Zugang zu den Zahlungen der Nutzer an ihre Lieblings-Produzenten.
Je nach Modell werden dann bis zu 30 Prozent der Einnahmen bei Apple verbleiben. Patreon kündigte im Zuge dessen aber auch an, dass man den Inhalte-Anbietern ermöglichen werde, in der iOS-App entsprechend höhere Preise auszuweisen, mit denen Nutzer an exklusive Inhalte herankommen.
Das Geschäftsgebaren, dass Apple auch hier wieder an den Tag legt, steht allerdings zunehmend unter Beschuss. In der EU ist es Apple über den Digital Markets Act (DMA) inzwischen untersagt, Anbieter zu zwingen, ihre In-App-Käufe ausschließlich über das hauseigene System abzuwickeln.
Siehe auch:
Provisionen müssen sein
Patreon gelang es bisher, die Bezahl-Regelungen des App-Stores zu umgehen. Denn normalerweise ist es nicht so, dass Anwender über die App des Dienstes Inhalte entdecken und diese dann bezahlen. Vielmehr entscheiden sich User hier Produzenten Geld zukommen zu lassen, die sie bereits ins Herz geschlossen haben - im Gegenzug gibt es dann in der Regel einige exklusive Angebote.Patreon teilte jetzt seinen Nutzern gegenüber mit, dass die App ab November die In-App-Käufe der Apple-Plattform nutzen müsse. Denn für den Fall, dass man dies nicht umsetze, habe der Plattform-Betreiber den Rauswurf der App angedroht. Auf diese Weise sichert sich Apple nun über die enthaltene Provision also einen Zugang zu den Zahlungen der Nutzer an ihre Lieblings-Produzenten.
Je nach Modell werden dann bis zu 30 Prozent der Einnahmen bei Apple verbleiben. Patreon kündigte im Zuge dessen aber auch an, dass man den Inhalte-Anbietern ermöglichen werde, in der iOS-App entsprechend höhere Preise auszuweisen, mit denen Nutzer an exklusive Inhalte herankommen.
Hartes Ringen
"In den letzten Jahren haben wir sie (die Abonnementabrechnung) langsam eingeführt und jede Hürde genommen, die sich uns in den Weg stellte, um sicherzustellen, dass die Umstellung für die Schöpfer nicht störend ist. So führen wir gerne Produkte ein. Leider können wir aufgrund der Zeitvorgaben und Einschränkungen von Apple nicht so weitermachen. Anstatt den Künstlern zu helfen, auf die Abonnementabrechnung umzusteigen, wenn sie das Gefühl haben, dass es für sie richtig ist, sind wir nun gezwungen, alle Künstler nach Apples Zeitplan umzustellen", hieß es in der Mitteilung Patreons.Das Geschäftsgebaren, dass Apple auch hier wieder an den Tag legt, steht allerdings zunehmend unter Beschuss. In der EU ist es Apple über den Digital Markets Act (DMA) inzwischen untersagt, Anbieter zu zwingen, ihre In-App-Käufe ausschließlich über das hauseigene System abzuwickeln.
Zusammenfassung
- Apple zwingt Patreon, In-App-Käufe zu nutzen
- Patreon muss ab November Apples Zahlungssystem verwenden
- Apple drohte mit Rauswurf der Patreon-App
- Bis zu 30 Prozent der Einnahmen gehen an Apple
- Patreon ermöglicht höhere Preise in der iOS-App
- Apple steht unter Kritik wegen restriktiver Praktiken
- EU verbietet Apple, In-App-Kaufmonopol durchzusetzen
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