Medienkonzerne schreiben Milliardensummen auf TV-Sender ab
Fernsehsender waren lange tragende Säulen der Medienkonzerne. Das ändert sich derzeit aber massiv. Bereits zwei der großen US-Medienhäuser haben jetzt in ihren Bilanzen Milliarden von Dollar abgeschrieben, weil der Wert ihrer TV-Netzwerke zusammenschrumpft.
Das bekommen die großen TV-Netzwerke in den USA besonders stark und direkt zu spüren, da dort weite Teile der Ausstrahlung über Abonnements von Kabelfernseh-Angeboten erfolgen. Die Kundenzahlen brechen in dem Bereich immer schneller ein. Das führt nun dazu, dass die hinter den Netzwerken stehenden Medienkonzerne massive Wertverluste verbuchen müssen.
Den Auftakt machte hier Warner Bros. Discovery. Das Unternehmen, zu dem Fernsehsender wie CNN und der Discovery Channel gehören, nahm in den am Mittwoch präsentierten Quartalsbilanzen eine Wertkorrektur auf seinen TV-Bereich von satten 9,1 Milliarden Dollar vor. Gestern folgte dann Paramount - hier wurden immerhin rund 6 Milliarden Dollar Wertverlust abgeschrieben. Es kann damit gerechnet werden, dass weitere solche Abschreibungen auch bei anderen Unternehmen folgen werden.
Die Branche steckt daher in einem tiefgreifenden Umbruch und muss nicht nur damit leben, dass sich die Wege der Ausstrahlung von Inhalten verändern. Angesichts dessen, dass auch andere Einnahmequellen wie die Kino- und DVD-Vermarktung eine immer geringere Rolle spielen, ist noch mit einigen großen Brüchen zu rechnen.
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Der Markt ändert sich
Immer mehr Verbraucher kehren dem linearen Fernsehen ganz oder zumindest teilweise den Rücken. Sie wandern vor allem zu den Streaming-Diensten ab, bei denen man Inhalte zeitsouverän und meist ohne nervige Werbepausen ansehen kann. Die Bedeutung klassischer Fernsehsender nimmt daher immer stärker ab.Das bekommen die großen TV-Netzwerke in den USA besonders stark und direkt zu spüren, da dort weite Teile der Ausstrahlung über Abonnements von Kabelfernseh-Angeboten erfolgen. Die Kundenzahlen brechen in dem Bereich immer schneller ein. Das führt nun dazu, dass die hinter den Netzwerken stehenden Medienkonzerne massive Wertverluste verbuchen müssen.
Den Auftakt machte hier Warner Bros. Discovery. Das Unternehmen, zu dem Fernsehsender wie CNN und der Discovery Channel gehören, nahm in den am Mittwoch präsentierten Quartalsbilanzen eine Wertkorrektur auf seinen TV-Bereich von satten 9,1 Milliarden Dollar vor. Gestern folgte dann Paramount - hier wurden immerhin rund 6 Milliarden Dollar Wertverlust abgeschrieben. Es kann damit gerechnet werden, dass weitere solche Abschreibungen auch bei anderen Unternehmen folgen werden.
Streaming hart umkämpft
Das bedeutet aber nicht parallel, dass sich die Konzernwerte einfach aufs Streaming verlagern. Denn hier herrscht nicht nur ein massiver Konkurrenzkampf, auch die Strukturen des Marktes sind vollkommen anders und die Umsätze geringer. Paramount hat bei seinem Streaming-Dienst Paramount+ zuletzt sogar sinkende Kundenzahlen verbucht.Die Branche steckt daher in einem tiefgreifenden Umbruch und muss nicht nur damit leben, dass sich die Wege der Ausstrahlung von Inhalten verändern. Angesichts dessen, dass auch andere Einnahmequellen wie die Kino- und DVD-Vermarktung eine immer geringere Rolle spielen, ist noch mit einigen großen Brüchen zu rechnen.
Zusammenfassung
- Fernsehsender verlieren an Bedeutung, Medienkonzerne schreiben ab
- Streaming-Dienste ziehen immer mehr Zuschauer an
- US-TV-Netzwerke spüren Kundenschwund bei Kabelfernsehen
- Warner Bros. Discovery verzeichnet 9,1 Milliarden Dollar Wertverlust
- Paramount schreibt rund 6 Milliarden Dollar ab
- Streamingmarkt bietet geringere Umsätze und hohen Wettbewerb
- Medienbranche erlebt umfassenden Strukturwandel
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