Top-Manager verraten: Die Streaming-Zukunft ist im Prinzip das alte TV

Das Streaming-Geschäft befindet sich dieser Tage im Umbruch, denn der Markt ist zunehmend fragmentiert und übersättigt. Viele stellen sich die alte Frage: Quo vadis? Wohin gehst du, Streaming-Markt? Geht es nach den Top-Managern der Branche: zurück in die Vergangenheit.
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    Die Streaming-Revolution frisst ihre eigenen Kinder

    Es ist nicht so lange her, da schien das Wachstum in der Streaming-Branche grenzenlos zu sein. Neue Nutzer strömten auf die Plattformen, es gab auch keinen Medienkonzern, der nicht unter großem Tamtam seinen eigenen Dienst startete. Doch die fetten Jahre sind vorbei. Mittlerweile herrscht in der Branche Katerstimmung. Denn nicht alle Streamer sind profitabel, das beste Beispiel ist Paramount+, für das der Mutterkonzern Paramount Global schon seit längerem (erfolglos) einen Käufer sucht.

    Dies sind die Vorzeichen für eine Analyse der New York Times, für die die renommierte Tageszeitung mit vielen Top-Managern gesprochen hat, darunter Netflix-Co-CEO Ted Sarandos und Amazons Prime Video-Chef Mike Hopkins. Die Befragten waren sich in vielerlei Hinsicht einig und das bedeutet, dass vieles, was Streaming bisher ausgezeichnet hat, wieder verschwinden dürfte.


    Das bedeutet, dass Streaming zum alten Kabelfernsehen US-amerikanischer Prägung wird: mehr Werbung, höhere Preise und geringere Investitionen in aufwendiges Event-Fernsehen. Die Gründe dafür sind schnell erklärt: Profitabilität. Laut den Managern liegt das daran, dass die Dienste von Anfang an so kalkuliert waren, dass Preiserhöhungen folgen mussten.

    Werbung statt Qualität

    Und das wird sich auch nicht so bald ändern: Denn laut NYT wollen die Großen des Geschäfts die Abokosten für die werbefreien Zugänge weiterhin erhöhen. Das soll die Kunden, die das nicht bezahlen können oder wollen, bewusst zu den Werbe-Abos drängen, denn die sind ein besonders gutes Geschäft.

    Das dürfte auch qualitative Änderungen bedeuten, da Werber stets auf Massen aus sind und entsprechend breitenwirksame Inhalte bevorzugen - zuungunsten qualitativ hochwertiger Nischeninhalte. Also im Wesentlichen eine Rückkehr von Ärzte- und Polizei-Serien statt "Prestige"-Shows nach HBO-Vorbild. Anders gesagt: Mehr Grey's Anatomy und CSI und weniger Sopranos und Game of Thrones.

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    Zusammenfassung
    • Streaming-Markt fragmentiert und übersättigt, Zukunft ungewiss
    • Früher grenzenloses Wachstum, heute Katerstimmung in der Branche
    • Viele Streaming-Dienste sind nicht profitabel, Beispiel: Paramount+
    • Streaming könnte sich zum alten US-Kabel-Fernsehen wandeln
    • Mehr Werbung, höhere Preise und weniger aufwendiges Event-Fernsehen
    • Preiserhöhungen sollen Kunden zu werbefinanzierten Abos drängen
    • Massenkompatible Inhalte bevorzugt, weniger hochwertige Nischeninhalte

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