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Googles Werbung für die KI Gemini geht komplett nach hinten los

Google hat sich bereits vor einer ganzen Weile den Fokus auf KI auf die Fahnen geschrieben, das war auch eine Reaktion auf Microsoft. Doch so richtig glücklich agiert der Suchmaschinenriese hier nicht, wie nun ein Olympia-bezogener Werbespot für den KI-Assistenten Gemini zeigt.
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Gemini: Pannen-KI statt Befreiungsschlag

Der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View wurde trotz eigener früher und durchaus signifikanter Anstrengungen in Bezug auf künstliche Intelligenzen von der jüngsten KI-Revolution kalt erwischt, seither läuft man den Trends durchaus hinterher. Mit der eigenen KI namens Gemini sollte der Befreiungsschlag gelingen, doch hier gab es - u. a. bei der Integration in die Suchergebnisse - diverse Pannen.

Auch in der PR läuft es alles andere als nach Wunsch: Denn an sich wollte der Konzern seine Gemini-KI anlässlich der Olympischen Spiele bewerben und hatte hierzu eine Idee, die die 400-Meter-Hürdenläuferin Sydney McLaughlin-Levrone in den Mittelpunkt stellt. Konkret erzählt Google in dem 60 Sekunden langen Spot die Geschichte eines Mädchens, das den US-amerikanischen Leichtathletikstar als Vorbild hat.

"Liebe Sydney"

In der Werbung mit dem Titel "Dear Sydney" erzählt ein Vater, dass seine Tochter McLaughlin-Levrone regelrecht vergöttert und der "Nummer-1-Sydney-Fan" sei. Als solcher möchte das Mädchen einen Fanbrief schreiben, doch das ist zum einen nicht so einfach und zum zweiten will sie, dass dieser perfekt ist. Doch statt sich hinzusetzen und seiner Tochter beim Schreiben zu helfen, greift der Vater zu Gemini und lässt den Brief von der KI schreiben.

Der vielfach kritisierte Google-Gemini-Werbespot "Dear Sydney"

Der Zorn des Internets folgte umgehend, wie Variety berichtet: In sozialen Medien gab es enorme Kritik, denn die meisten beklagten, dass eine KI der Idee eines Fanbriefes fundamental entgegensteht. Denn dabei geht es schließlich ganz grundsätzlich um den Kontakt(versuch) zwischen zwei Menschen, also Fan und Star. Die Washington Post-Kolumnistin Alexandra Petri schrieb sogar: "Jedes Mal, wenn ich diese Werbung sehe, möchte ich mit einem Vorschlaghammer auf den Fernseher einschlagen."

Google räumte gegenüber Medien ein, dass man für den Spot viel negatives Feedback bekommen habe und beteuerte, dass dieser nicht andeuten soll, dass KIs Menschen ersetzen sollen:

Wir glauben, dass KI ein großartiges Werkzeug sein kann, um die menschliche Kreativität zu verbessern, sie aber niemals ersetzen kann. Unser Ziel war es, eine authentische Geschichte über das Team USA zu erzählen. Sie handelt von einer echten Leichtathletik-Enthusiastin und ihrem Vater und soll zeigen, wie die Gemini-App als Ausgangspunkt, Denkanstoß oder erster Entwurf dienen kann, der nach Ideen für seinen Text sucht.
Google-Statement
Dennoch folgten Konsequenzen, denn Google gab bekannt, dass man den Spot nicht länger im Fernsehen ausstrahlen wird - auf YouTube ist er aber weiterhin verfügbar und soll das auch bleiben.

Zusammenfassung
  • Suchmaschinenriese agiert unglücklich mit KI-Assistent Gemini
  • Gemini-Pannen bei Integration in Suchergebnisse
  • Olympia-Werbespot "Dear Sydney" sorgt für Kritik
  • Kritik an KI-geschriebenem Fanbrief im Gemini-Spot
  • Google erhält starkes negatives Feedback auf Werbung

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