Pixel 9: Neue Google Tensor G4 CPU bringt kaum eine Verbesserung

Für Menschen, die bei ihrem Smartphone maximale Leistung wünschen, scheint die Google Pixel 9-Serie die falsche Wahl zu werden. Jetzt veröffentlichte Details zu ihrem Prozessor, dem Google Tensor G4, zeichnen ein eher enttäuschendes Bild.
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Leak nennt fast alle Details zum Google Tensor G4

Wie so oft hat auch in diesem Fall Kamila Wojciechowska bei Android Authority dafür gesorgt, dass die meisten Details zum neuen Google Tensor G4 vor dem Launch des Google Pixel 9, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL und Pixel 9 Pro Fold mit dem neuen Prozessor öffentlich gemacht wurden. Google unternimmt mit dem Chip einige etwas unerwartete Schritte, durch die man bezüglich CPU-Performance weiterhin nicht mit den Top-Chips von Samsung, Qualcomm und Apple mithalten kann.

Hatte Google beim Tensor G3 der Pixel 8-Serie noch Mut bewiesen, indem man einen zusätzlichen neunten Rechenkern in das Paket mit aufnahm, so geht es beim Google Tensor G4 wieder konservativer zur Sache. Der neue High-End-SoC des US-Internetgiganten bringt ein fast schon traditionelles Octacore-Design mit. Es gibt also vier Low-End-Rechenkerne, drei High-End-Cores und einen Premium-Core mit besonders viel Leistung.

Geringe Performance-Steigerung bei der CPU

Konkret ist von einem einzelnen ARM Cortex-X4-Kern, drei ARM Cortex-A920-Kernen für anspruchsvolle Aufgaben und vier stromsparenden ARM Cortex-A520-Cores die Rede. Ein solches 4 + 3 + 1-Design gab es schon zuvor, wobei hier deutlich wird, dass Google ein Mal mehr darauf setzt, statt reiner Hardware-Performance vor allem mit Investitionen in die Software zu punkten.


Frühen Benchmarks zufolge soll daher die Single-Core-Performance des Tensor G4 auch nur um rund 11 Prozent höher ausfallen, während die Gesamtleistung der Octacore-CPU des neuen Smartphone-Chips von Google nur rund drei Prozent höher gemessen wurde. Angesichts des Wegfalls eines der Performance-Kerne dürfte gerade der geringe Anstieg der Multicore-Performance kaum überraschen.

Grafikeinheit bleibt wohl unverändert

Bei der GPU setzt Google weiterhin auf die bereits aus dem Tensor G3 und damit der Pixel 8-Serie bekannte ARM Mali-G715, deren Takt von zuvor 890 auf jetzt 940 Megahertz auch nur leicht angehoben wird. Allerdings ist noch offen, welche Kernzahl die Grafikeinheit im Fall des Tensor G4 für die Pixel 9-Serie mitbringen wird, sodass durchaus noch Hoffnung besteht, dass Google hier noch etwas mehr Leistung herausholt.

Das Modem des Google Tensor G4 soll angeblich ein Samsung Exynos 5400 sein, also das gleiche Modell, welches auch im aktuellen Samsung Exynos 2400 seinen Dienst tut. Die Energieeffizienz dieses 5G-fähigen Modems soll gegenüber dem Vorgängermodell um bis zu 50 Prozent verbessert worden sein, heißt es.

Keine bessere KI-Hardware an Bord

Bei den von Google für seine KI-Funktionen so stark genutzten Spezialprozessoren, die Teil des Tensor G4 System-On-Chip sind, gibt es laut dem Leak von Android Authority überhaupt keine technischen Neuerungen. Diese Teile des SoC, die KI- und Machine-Learning-Aufgaben übernehmen, werden also gar nicht verändert und tragen weiterhin den internen Codenamen "Rio". Auch die Recheneinheit für AV1 En- und Decoding werden ebenfalls nicht verändert, was laut dem Bericht auch für alle anderen IP-Blocks aus diesem Bereich gilt.

Weiterhin will Google auch wieder die gleiche, ältere FOPLP genannte Packaging-Technologie für seinen Chip nutzen, statt ihn bei Samsung mit dessen modernerem Packaging produzieren zu lassen. Dadurch würde sich eigentlich eine bessere thermische Performance erzielen lassen. Letztlich bedeutet all dies, dass Google mit dem Tensor G4 wie erwartet kein großes Upgrade vollzieht.

Erst ab dem Jahr 2025 dürfte mit dem Wechsel auf ein eigenes Design und die Fertigung bei TSMC ein deutlich modernerer Google-Chip in Form des Tensor G5 zum Einsatz kommen.
Zusammenfassung
  • Google Pixel 9-Serie setzt auf den neuen Tensor G4 Prozessor
  • CPU-Design des Tensor G4 bleibt konservativ, mit Octacore-Aufbau
  • Leichte Steigerung der CPU-Leistung um circa 11 Prozent bei Single-Core
  • GPU der Serie bleibt die bekannte ARM Mali-G715, Takt leicht erhöht
  • Modem im Tensor G4 ist das Samsung Exynos 5400 mit verbesserter Energieeffizienz
  • Keine technischen Neuerungen bei den KI-Spezialprozessoren des Chips
  • Verwendung älterer FOPLP-Packaging-Technologie statt modernerer Methoden

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