Paramount wird an den Sohn von Oracle-Gründer Larry Ellison verkauft
Seit Monaten sucht der Medienkonzern Paramount einen neuen Besitzer und hat ihn nun gefunden: Denn man hat ein Geschäft mit Skydance Media bekannt gegeben. Im Grunde ist es eine Übernahme durch den Filmproduzenten David Ellison - die Details sind aber recht kompliziert.
Andererseits ist das Geschäft einigermaßen kompliziert bzw. komplex, und zwar obwohl es auf dem ersten Blick vermeintlich einfach aussah. Denn bislang wurde Paramount von der Familie Redstone und die Holding National Amusements Inc. beherrscht. Aufsichtsratschefin Shari Redstone hatte die Kontrolle über mehr als 75 Prozent der stimmberechtigten Aktien. Theoretisch hätte es also genügt, dass David Ellison diese Anteile übernimmt. Das hätte allerdings spätere Probleme zur Folge gehabt, weil Besitzer von Aktien ohne Stimmrecht aller Wahrscheinlichkeit nach geklagt hätten.
Im nun vereinbarten Deal verkauft Redstone ihre Aktien im Wert von 2,4 Milliarden Dollar, parallel dazu fusionieren Paramount und Skydance Media. Laut Reuters ist das ein deutlich höherer Zahltag für die Familie Redstone als noch im Juni. Damals drohte das Geschäft zu platzen, Skydance konnte aber erfolgreich nachbessern. An stimmrechtslose Aktionäre werden zusammengerechnet 4,5 Milliarden Dollar bezahlt.
Siehe auch:
David Ellison übernimmt Paramount Global
Ist ein Kauf? Eine Übernahme? Eine Fusion? Die Antwort lautet ja, alles Genannte. Denn einerseits ist die Antwort einfach, nämlich dass David Ellison, der Sohn von Oracle-Gründer und Milliardär Larry Ellison, der neue Besitzer von Skydance Media und Paramount Global ist. Der Merger, dessen Gesamtwert auf rund 28 Milliarden Dollar beziffert wird, läuft vorläufig unter dem Namen "New Paramount".Andererseits ist das Geschäft einigermaßen kompliziert bzw. komplex, und zwar obwohl es auf dem ersten Blick vermeintlich einfach aussah. Denn bislang wurde Paramount von der Familie Redstone und die Holding National Amusements Inc. beherrscht. Aufsichtsratschefin Shari Redstone hatte die Kontrolle über mehr als 75 Prozent der stimmberechtigten Aktien. Theoretisch hätte es also genügt, dass David Ellison diese Anteile übernimmt. Das hätte allerdings spätere Probleme zur Folge gehabt, weil Besitzer von Aktien ohne Stimmrecht aller Wahrscheinlichkeit nach geklagt hätten.
Im nun vereinbarten Deal verkauft Redstone ihre Aktien im Wert von 2,4 Milliarden Dollar, parallel dazu fusionieren Paramount und Skydance Media. Laut Reuters ist das ein deutlich höherer Zahltag für die Familie Redstone als noch im Juni. Damals drohte das Geschäft zu platzen, Skydance konnte aber erfolgreich nachbessern. An stimmrechtslose Aktionäre werden zusammengerechnet 4,5 Milliarden Dollar bezahlt.
Hohe Schulden
Als dritten Punkt kommen die Schulden von Paramount Global, hier tilgen die neuen Besitzer 1,5 Milliarden Dollar. Damit sind die Schulden aber bei Weitem nicht abgebaut, denn laut Bloomberg hatte Paramount mit März dieses Jahres ein Minus von satten 14,6 Milliarden Dollar in den Büchern. Die Schulden stammen vor allem aus der Streaming-Sparte und dem Rückgang des Geschäfts mit TV- und Kabel-Kanälen.
Zusammenfassung
- Paramount findet neuen Besitzer in David Ellison von Skydance Media
- Übernahme, Fusion und Kauf in einem Deal im Wert von 28 Milliarden Dollar
- Shari Redstone verkauft Aktien für 2,4 Milliarden Dollar, Fusion folgt
- Deal beinhaltet Zahlungen von 4,5 Milliarden Dollar an stimmrechtslose Aktionäre
- Neue Besitzer tilgen 1,5 Milliarden Dollar der Paramount-Schulden
- Paramounts Gesamtschulden belaufen sich auf 14,6 Milliarden Dollar
- Komplexität des Deals trotz anfänglicher Einfachheit hervorgehoben
Siehe auch:
- MTV.com ist tot: Paramount löscht gnadenlos alle bisherigen Inhalte
- Preisexplosion beim Streaming: Auch Paramount+ wird teurer
- Sony gibt jetzt offiziell ein Übernahme-Angebot für Paramount ab
- Paramount+ stabilisiert sich etwas und gewinnt viele neue Nutzer
- Weiterer Star Trek-Film: Paramount kündigt Prequel zum Prequel an
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