Sony gibt jetzt offiziell ein Übernahme-Angebot für Paramount ab

Die Gerüchte haben sich jetzt bestätigt: Sony steigt bei der Übernahme des Konkurrenten Paramount in den Ring. Der japanische Konzern hat jetzt gemeinsam mit dem schon länger interessierten Apollo Global Management ein gemeinsames Gebot abgegeben.
Wirtschaft, Geschäft, Armbanduhr, Finanzen, Business, Geschäftskunden, Business Network, Geschäftsbericht, Anzug, Finanzwesen, Geschäftsmann, Ökonomie, Zustimmung, Businessman, Aufstieg, Handschlag, Schlippsträger, Unterzeichnung, Geschäft besiegeln

Gemeinsam mit Apollo

Wie das Wall Street Journal berichtet, liegt dieses bei einer Höhe von 26 Milliarden Dollar. Eine alleinige Offerte Apollos in dieser Höhe wurde von Paramount vor einiger Zeit noch als zu niedrig zurückgewiesen. Das heißt aber nicht, dass dies beim neuen Vorstoß wieder so enden muss.

Denn die alleinige Übernahme durch eine Investmentgesellschaft wäre dann eben doch etwas anderes als eine Fusion mit einem großen Partner wie Sony. Zumal jetzt auch die Übernahme von Schulden wohl noch einmal anders gewichtet werden soll. Bei den Anlegern löste die Abgabe des Angebots einige Begeisterung aus.


Wie es allerdings im Paramount-Management aussieht, muss sich zeigen. Shari Redstone, die größte Aktionärin von Paramount Global, ist dafür bekannt, dass sie einen Abschluss mit Skydance bevorzugen würde, dessen Angebot von RedBird Capital Partners und KKR unterstützt wird. Die gemeinsame Offerte von Sony und Apollo platzt nun ausgerechnet direkt in die abschließende Prüfung des Skydance-Angebots, über dessen Details bisher nur wenig bekannt ist.

Streaming inklusive

Ein Zusammenschluss mit Sony würde bedeuten, dass die Zahl der großen Hollywood-Studios von fünf auf vier reduziert wird, nachdem Disney bereits 20th Century übernommen hat. Sony ist - auch aufgrund der bereits 1990 erfolgten Übernahme von Columbia Pictures für 3,5 Milliarden Dollar - der größte Studiobetreiber in der Branche.

Sony verfügt bisher nicht über ein eigenes Streaming-Angebot, um die eigenen Produktionen unter Eigenregie vermarkten zu können. Insofern wäre ein Zusammenschluss mit Paramount von einigem Interesse. Allerdings müsste man dann eine eigene Eigner-Struktur für die 28 TV-Sender der Paramount-Tochter CBS finden, da US-Fernsehsender nicht von ausländischen Unternehmen gehalten werden dürfen.

Zusammenfassung
  • Sony und Apollo Global Management bieten gemeinsam 26 Milliarden Dollar
  • Paramount lehnte früher ein gleich hohes Angebot von Apollo allein ab
  • Eine Fusion mit Sony könnte attraktiver als eine reine Investmentübernahme sein
  • Anleger zeigen Begeisterung für das neue Übernahmeangebot
  • Shari Redstone bevorzugt möglicherweise eine andere Offerte von Skydance
  • Sony könnte durch Übernahme die Zahl großer Hollywood-Studios reduzieren
  • Sony besitzt kein eigenes Streaming-Angebot, was den Deal reizvoll macht

Siehe auch:


Tipp einsenden