Winamp wird Open Source und lädt Entwickler zum Mitmachen ein
Die Entwickler des populärsten Musik-Players der 1990er Jahre haben sich endlich dazu entschlossen, ihre Software offenzulegen: Winamp wird demnächst als Open Source-Projekt veröffentlicht. Das heißt allerdings nicht, dass er der Community geschenkt wird.
Winamp war vor vielen Jahren der mit Abstand populärste Player zur Wiedergabe von MP3-Dateien und stellte quasi das Fenster zu den damals gigantischen Musik-Sammlungen dar, die so mancher Nutzer im ersten großen Filesharing-Boom auf dem Rechner anhäufte. Die Software bestach damals durch ihre einerseits minimalistische Oberfläche, mit einem großen Funktionsumfang und der Möglichkeit, die Optik mit einer großen Menge verfügbarer Themes an den eigenen Geschmack anzupassen.
Mit der Verfügbarkeit neuer Musik-Angebote im Netz änderte sich aber auch der eingesetzte Player. Erst kam Apples iTunes, das für die Nutzung des iPods unabdingbar war, später folgten die Streaming-Dienste mit ihren eigenen Frontends. Daher ist es aus heutiger Perspektive eher erstaunlich, dass sich Winamp doch bis in die jetzige Zeit retten konnte - und auch, dass die Entscheidung zu einer Offenlegung des Codes erst jetzt kommt.
Dass man externe Entwickler mit an Bord holen will, liegt schlicht daran, dass die Firma ihre begrenzten Ressourcen für andere Zwecke einsetzen will. "Unser Fokus wird auf neuen mobilen Playern und anderen Plattformen liegen. Wir werden Anfang Juli einen neuen mobilen Player herausbringen", hieß es.
Siehe auch:
- Winamp wird demnächst als Open Source-Projekt veröffentlicht
- Der Quellcode wird am 24. September diesen Jahres offengelegt
- Entwickler weltweit können sich an der Weiterentwicklung beteiligen
- Winamp war der populärste MP3-Player der 1990er Jahre
- Die Software bestach durch minimalistische Oberfläche und viele Themes
- Mit neuen Musik-Angeboten im Netz änderte sich der eingesetzte Player
- Winamp bleibt Eigentümer und entscheidet über offizielle Versionen
- Firma will begrenzte Ressourcen für neue mobile Player einsetzen
Es dauert noch etwas
Wie der Anbieter des Programms mitteilte, soll der Quellcodes des Players am 24. September diesen Jahres offengelegt werden. Von da an können sich interessierte Entwickler an der Weiterentwicklung beteiligen. "Dies ist eine Einladung zur globalen Zusammenarbeit, bei der Entwickler auf der ganzen Welt ihr Fachwissen, ihre Ideen und ihre Leidenschaft einbringen können, um diese kultige Software weiterzuentwickeln", teilte das Unternehmen mit.Winamp war vor vielen Jahren der mit Abstand populärste Player zur Wiedergabe von MP3-Dateien und stellte quasi das Fenster zu den damals gigantischen Musik-Sammlungen dar, die so mancher Nutzer im ersten großen Filesharing-Boom auf dem Rechner anhäufte. Die Software bestach damals durch ihre einerseits minimalistische Oberfläche, mit einem großen Funktionsumfang und der Möglichkeit, die Optik mit einer großen Menge verfügbarer Themes an den eigenen Geschmack anzupassen.
Mit der Verfügbarkeit neuer Musik-Angebote im Netz änderte sich aber auch der eingesetzte Player. Erst kam Apples iTunes, das für die Nutzung des iPods unabdingbar war, später folgten die Streaming-Dienste mit ihren eigenen Frontends. Daher ist es aus heutiger Perspektive eher erstaunlich, dass sich Winamp doch bis in die jetzige Zeit retten konnte - und auch, dass die Entscheidung zu einer Offenlegung des Codes erst jetzt kommt.
Anbieter setzt auf Mobile
"Dies ist eine Entscheidung, die Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt erfreuen wird", führte der Anbieter aus. Es wurde allerdings klargestellt, dass Winamp dadurch nicht zu einer freien Software wird. "Winamp bleibt Eigentümer der Software und wird über die Neuerungen in der offiziellen Version entscheiden", erklärte Alexandre Saboundjian, Chef von Winamp.Dass man externe Entwickler mit an Bord holen will, liegt schlicht daran, dass die Firma ihre begrenzten Ressourcen für andere Zwecke einsetzen will. "Unser Fokus wird auf neuen mobilen Playern und anderen Plattformen liegen. Wir werden Anfang Juli einen neuen mobilen Player herausbringen", hieß es.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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