Microsoft: Intern brodelt es wegen Arbeit für Öl- und Gas-Industrie
Microsoft stellt gern seine Bemühungen rund um den Umweltschutz und die Umstellung des Konzerns auf eine klimaneutrale Arbeitsweise in den Fokus. Da passt es aus Sicht einiger Mitarbeiter schlicht nicht, dass man nach Kräften die Arbeit der Öl- und Gas-Industrie unterstützt.
Intern gibt es daher bereits länger Kritik an der Doppelrolle, die Microsoft spielt. Dies spitzte sich zu Jahresbeginn zu, als Holly Alpine, die in den letzten Jahren verschiedene Umweltprojekte an den Standorten Microsofts leitete, ihre Kündigung an den Vorstand schickte. In einem Schreiben an Brad Smith, Satya Nadella und mehrere andere hochrangige Vertreter, begründete sie ihren Abschied mit ethischen Gründen, berichtete das US-Magazin Grist.
Vor allem die Zusammenarbeit mit Ölkonzernen stand dabei im Mittelpunkt. "Diese Arbeit zur Maximierung der Ölförderung mit unserer Technologie macht all unsere gute Arbeit zunichte, verlängert das Zeitalter der fossilen Brennstoffe und ermöglicht unsägliche Emissionen", erklärte Alpine.
Auf den Punkt gebracht könnte man sagen, dass der interne Druck von Beschäftigten einen Beitrag leistete, dass Microsoft branchenführende Klimaziele ankündigte und wichtige Klimapolitik in den USA und anderen Ländern unterstützt. Es genügte aber nicht, um das Management dazu zu bringen, auf lukrative Verträge mit der Ölindustrie zu verzichten.
In den letzten sieben Jahren hat Microsoft Dutzende neuer Vereinbarungen mit Öl- und Gasproduzenten sowie Ölfelddienstleistern bekannt gegeben, von denen viele ausdrücklich darauf abzielen, neue Quellen zu erschließen, die Produktion zu steigern und die Gewinne der Ölindustrie zu erhöhen, hieß es. Da dürfte es die internen Kritiker kaum beruhigen, wenn Nadella in Mitarbeiter-Versammlungen darauf ausweicht, dass die Ölkonzerne auch viel Geld in Erneuerbare-Energien-Projekte investieren.
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Leiterin von Umweltprojekten schmeißt hin
Microsoft hat sich öffentlichkeitswirksam verschiedene Nachhaltigkeitsziele verpasst. Das Unternehmen will bis 2030 kohlenstoffnegativ, wasserpositiv und abfallfrei sein. Um hier voranzukommen, setzt man auch auf die Hilfe der Belegschaft - doch dies könnte dem Redmonder Konzern nun auf die Füße fallen. Denn die Sustainability Connected Community - ein Netzwerk von Mitarbeitern, die an einer wachsenden Nachhaltigkeit arbeiten wollen - wuchs bis Ende 2023 auf rund 10.000 Beschäftigte an und diese nehmen ihre Sache durchaus ernst.Intern gibt es daher bereits länger Kritik an der Doppelrolle, die Microsoft spielt. Dies spitzte sich zu Jahresbeginn zu, als Holly Alpine, die in den letzten Jahren verschiedene Umweltprojekte an den Standorten Microsofts leitete, ihre Kündigung an den Vorstand schickte. In einem Schreiben an Brad Smith, Satya Nadella und mehrere andere hochrangige Vertreter, begründete sie ihren Abschied mit ethischen Gründen, berichtete das US-Magazin Grist.
Vor allem die Zusammenarbeit mit Ölkonzernen stand dabei im Mittelpunkt. "Diese Arbeit zur Maximierung der Ölförderung mit unserer Technologie macht all unsere gute Arbeit zunichte, verlängert das Zeitalter der fossilen Brennstoffe und ermöglicht unsägliche Emissionen", erklärte Alpine.
Interne Debatten
Alpines unverblümtes Rücktrittsschreiben kam nicht aus heiterem Himmel. Jahrelang war sie eines der Gesichter einer internen, von Mitarbeitern geleiteten Initiative, die ethische Bedenken gegen Microsofts Arbeit äußerte. Diese wandte sich vor allem dagegen, dass die modernsten Technologien bereitgestellt werden, um die Förderung der Öl- und Gasproduzenten zu optimieren.Auf den Punkt gebracht könnte man sagen, dass der interne Druck von Beschäftigten einen Beitrag leistete, dass Microsoft branchenführende Klimaziele ankündigte und wichtige Klimapolitik in den USA und anderen Ländern unterstützt. Es genügte aber nicht, um das Management dazu zu bringen, auf lukrative Verträge mit der Ölindustrie zu verzichten.
In den letzten sieben Jahren hat Microsoft Dutzende neuer Vereinbarungen mit Öl- und Gasproduzenten sowie Ölfelddienstleistern bekannt gegeben, von denen viele ausdrücklich darauf abzielen, neue Quellen zu erschließen, die Produktion zu steigern und die Gewinne der Ölindustrie zu erhöhen, hieß es. Da dürfte es die internen Kritiker kaum beruhigen, wenn Nadella in Mitarbeiter-Versammlungen darauf ausweicht, dass die Ölkonzerne auch viel Geld in Erneuerbare-Energien-Projekte investieren.
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