Jetzt ist Schluss: Huawei bekommt keine Intel-CPUs mehr für seine PCs
Die US-Regierung hat tatsächlich in einem drastischen Schritt die Ausfuhr der Prozessoren von Intel und Qualcomm für die Verwendung in Geräten des chinesischen Anbieters Huawei untersagt. Damit kann Huawei jetzt theoretisch keine Notebooks mit x86-CPUs mehr bauen.
Huawei hatte erst wenige Tage zuvor eine neue Serie von Notebooks verschiedener Größen vorgestellt, bei denen, wie schon seit vielen Jahren zuvor, wieder aktuelle Intel-Prozessoren zum Einsatz kommen. Die Geräte bieten dabei auch die Möglichkeit, in Verbindung mit Huaweis hauseigenem Betriebssystem HarmonyOS bestimmte Funktionen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu nutzen, wobei man die in Intels neuesten CPUs enthaltenen Neural Processing Units (NPU) verwendet.
Qualcomm lieferte bis zuletzt auch noch bestimmte, teilweise "kastrierte" Prozessoren aus seinem Lineup an Huawei. Der chinesische Hersteller konnte diese dann zumindest teilweise in seinen mobilen Endgeräten einsetzen, also in einigen Smartphones verbauen. Allerdings setzte Huawei schon seit einiger Zeit wieder verstärkt auf weiterentwickelte Varianten seiner letzten, vor dem Inkrafttreten des US-Embargos entwickelten 5G-fähigen Prozessoren.
Die Qualcomm-Chips waren unter anderem deshalb höchstens als Zwischenlösung interessant, weil der US-Konzern das integrierte 5G-Modem deaktivieren musste, um das von der amerikanischen Regierung verhängte Embargo nicht zu verletzen. Für Intel ist das Exportverbot daher wohl deutlich schwerwiegender. AMD gehörte früher auch zu den Lieferanten von Huawei für die in dessen PCs verbauten x86-Chips, doch gibt es keine aktuellen Huawei-PCs mehr mit AMD-Prozessoren.
Die US-Regierung begründete ihre Entscheidung, die seit Inkrafttreten des noch unter der Trump-Administration verhängten Embargos gegen Huawei gewährten Ausnahmegenehmigungen zu streichen damit, dass Huawei nach wie vor eine massive Bedrohung für die Nationale Sicherheit der USA darstellt. Anfang April hatte Huawei sein erstes Notebook mit KI-Funktionen vorgestellt, in dem als höchste Ausstattungsstufe ein Intel Core Ultra 9 seinen Dienst tut.
Besonders Vertreter der Republikanischen Partei hatten daraufhin mit massiver Kritik reagiert, weil sie darin einen Beleg dafür sahen, dass das US Commerce Department praktisch grünes Licht dafür gegeben habe, Huawei mit KI-fähigen Chips aus amerikanischer Produktion oder zumindest Entwicklung zu versorgen. Tatsächlich begründete die Chefin des Commerce Department Gina Raimondo die Rücknahme der Exportfreigaben auch damit, dass man wegen der KI-Fähigkeiten eingegriffen habe.
Siehe auch:
Intel & Qualcomm bestätigen Exportverbot
Wie sowohl Qualcomm als auch Intel nach ersten entsprechenden Berichten bestätigt haben, hat das US Department of Commerce seine Lizenzen für den Verkauf bestimmter Halbleiterprodukte an Huawei und seine Tochterfirmen gestern widerrufen. Damit dürfen die beiden großen US-Konzerne den chinesischen Smartphone-, Server- und PC-Hersteller ab sofort nicht mehr mit ihren CPUs versorgen.Huawei hatte erst wenige Tage zuvor eine neue Serie von Notebooks verschiedener Größen vorgestellt, bei denen, wie schon seit vielen Jahren zuvor, wieder aktuelle Intel-Prozessoren zum Einsatz kommen. Die Geräte bieten dabei auch die Möglichkeit, in Verbindung mit Huaweis hauseigenem Betriebssystem HarmonyOS bestimmte Funktionen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu nutzen, wobei man die in Intels neuesten CPUs enthaltenen Neural Processing Units (NPU) verwendet.
Qualcomm lieferte bis zuletzt auch noch bestimmte, teilweise "kastrierte" Prozessoren aus seinem Lineup an Huawei. Der chinesische Hersteller konnte diese dann zumindest teilweise in seinen mobilen Endgeräten einsetzen, also in einigen Smartphones verbauen. Allerdings setzte Huawei schon seit einiger Zeit wieder verstärkt auf weiterentwickelte Varianten seiner letzten, vor dem Inkrafttreten des US-Embargos entwickelten 5G-fähigen Prozessoren.
Die Qualcomm-Chips waren unter anderem deshalb höchstens als Zwischenlösung interessant, weil der US-Konzern das integrierte 5G-Modem deaktivieren musste, um das von der amerikanischen Regierung verhängte Embargo nicht zu verletzen. Für Intel ist das Exportverbot daher wohl deutlich schwerwiegender. AMD gehörte früher auch zu den Lieferanten von Huawei für die in dessen PCs verbauten x86-Chips, doch gibt es keine aktuellen Huawei-PCs mehr mit AMD-Prozessoren.
Die US-Regierung begründete ihre Entscheidung, die seit Inkrafttreten des noch unter der Trump-Administration verhängten Embargos gegen Huawei gewährten Ausnahmegenehmigungen zu streichen damit, dass Huawei nach wie vor eine massive Bedrohung für die Nationale Sicherheit der USA darstellt. Anfang April hatte Huawei sein erstes Notebook mit KI-Funktionen vorgestellt, in dem als höchste Ausstattungsstufe ein Intel Core Ultra 9 seinen Dienst tut.
Besonders Vertreter der Republikanischen Partei hatten daraufhin mit massiver Kritik reagiert, weil sie darin einen Beleg dafür sahen, dass das US Commerce Department praktisch grünes Licht dafür gegeben habe, Huawei mit KI-fähigen Chips aus amerikanischer Produktion oder zumindest Entwicklung zu versorgen. Tatsächlich begründete die Chefin des Commerce Department Gina Raimondo die Rücknahme der Exportfreigaben auch damit, dass man wegen der KI-Fähigkeiten eingegriffen habe.
Zusammenfassung
- US-Regierung verbietet Export von Intel und Qualcomm CPUs an Huawei
- US Department of Commerce widerruft Lizenzen für Halbleiterverkauf an Huawei
- Huawei stellte kürzlich neue Notebook-Serie mit Intel CPUs vor
- Qualcomm lieferte "kastrierte" Prozessoren an Huawei für Smartphones
- US-Regierung sieht Huawei als Bedrohung für nationale Sicherheit
- Entscheidung folgt Kritik an KI-Fähigkeiten in Huawei-Geräten
Siehe auch:
- Intel und Qualcomm: USA widerrufen Chip-Exportlizenzen für Huawei
- Huawei legt bei Tablets kräftig zu, Apple & Samsung brechen ein
- Trotz Embargo: Huawei finanziert heimlich Spitzenforschung in den USA
- Huawei Watch Fit 3: Neue Smartwatch kopiert Design der Apple Watch
- KI ohne Nvidia: Huawei will eigenen schnellen Speicher für GPUs bauen
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