Twitter/X: Nur zahlende Nutzer sollen Beiträge veröffentlichen können
Nutzer der angeschlagenen Social-Media-Plattform Twitter/X sollen zukünftig nur noch selbst Beiträge veröffentlichen können, wenn sie Geld an die Plattform überwiesen haben. Komplett durchdacht scheint die Sache bisher aber bislang nicht zu sein.
Nun machte ein Account, der Änderungen an den Nutzungsbedingungen verfolgt, darauf aufmerksam, dass eine neue Formulierung im Vertragstext auf eine "kleine Jahresgebühr" hinweist, die neue Nutzer für die Nutzung der Plattform zahlen müssen. Musk bestätigte daraufhin, dass es sich um eine ernst gemeinte Neuerung handelt.
"Leider ist eine kleine Gebühr für den Schreibzugang neuer Nutzer die einzige Möglichkeit, den unerbittlichen Ansturm von Bots einzudämmen", sagte er. Ansonsten versucht Musk dahin gehend zu beschwichtigen, dass User die Gebühr nur drei Monate zahlen müssten. Danach wäre man als menschlicher Nutzer anerkannt und könne auch ohne kostenpflichtiges Abo eigene Beiträge veröffentlichen. Dies steht allerdings der Aussage entgegen, dass es sich um eine Jahresgebühr handeln soll.
Und ob das Modell letztlich wirklich gegen die Bot-Armeen auf der Plattform hilft, kann durchaus bezweifelt werden. Immerhin sollte bereits das 8 Dollar teure Blaue-Haken-Abo dafür sorgen, dass Bots zurückgedrängt werden. Die Betreiber gaben den Betrag jedoch selbst aus, um ihren Inhalten einen seriöseren Anstrich zu verleihen.
Siehe auch:
Hilfe gegen Bot-Flut
Hintergrund der Ankündigung ist die Tatsache, dass Twitter seit der Übernahme der Plattform durch Elon Musk und der Entlassung der meisten Moderatoren von Bots überrollt wird. Dies ist insbesondere daher bemerkenswert, als Musk es eigentlich als Ziel formuliert hatte, dass das Netzwerk unter seiner Verantwortung von Bots gesäubert werden sollte.Nun machte ein Account, der Änderungen an den Nutzungsbedingungen verfolgt, darauf aufmerksam, dass eine neue Formulierung im Vertragstext auf eine "kleine Jahresgebühr" hinweist, die neue Nutzer für die Nutzung der Plattform zahlen müssen. Musk bestätigte daraufhin, dass es sich um eine ernst gemeinte Neuerung handelt.
"Leider ist eine kleine Gebühr für den Schreibzugang neuer Nutzer die einzige Möglichkeit, den unerbittlichen Ansturm von Bots einzudämmen", sagte er. Ansonsten versucht Musk dahin gehend zu beschwichtigen, dass User die Gebühr nur drei Monate zahlen müssten. Danach wäre man als menschlicher Nutzer anerkannt und könne auch ohne kostenpflichtiges Abo eigene Beiträge veröffentlichen. Dies steht allerdings der Aussage entgegen, dass es sich um eine Jahresgebühr handeln soll.
Tests laufen bereits
Ganz neu ist die Sache letztlich nicht. In Neuseeland und auf den Philippinen erprobt Twitter das Modell bereits seit einigen Monaten. Dort beträgt die Gebühr einen bescheidenen Dollar. Ob dieser Preis jetzt auch weltweit für die Neunutzer gilt, ist unklar. Man kann allerdings damit rechnen, dass allein schon die Verpflichtung, Zahlungsdaten bei der Registrierung anzugeben, viele mögliche User abhalten wird.Und ob das Modell letztlich wirklich gegen die Bot-Armeen auf der Plattform hilft, kann durchaus bezweifelt werden. Immerhin sollte bereits das 8 Dollar teure Blaue-Haken-Abo dafür sorgen, dass Bots zurückgedrängt werden. Die Betreiber gaben den Betrag jedoch selbst aus, um ihren Inhalten einen seriöseren Anstrich zu verleihen.
Zusammenfassung
- Twitter/X-Nutzer müssen bald für Beitragsveröffentlichung zahlen
- Übernahme durch Musk führt zu Bot-Problemen auf der Plattform
- Neue Nutzer sollen "kleine Jahresgebühr" für Nutzung entrichten
- Musk sieht Gebühr als Mittel gegen "unerbittlichen Bot-Ansturm"
- Nach drei Monaten sollen Nutzer ohne Abo posten können
- Gebührenmodell bereits in Neuseeland und auf Philippinen getestet
- Zweifel an Effektivität gegen Bots trotz Abo für blauen Haken
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