World Cybercrime Index: Untersuchung zeigt Herkunft von Angriffen

Welches Land stellt die größte Bedrohung im Hinblick auf Cyberattacken dar und welche Art von Angriffen sind besonders häufig? Diese Fragen will der World Cybercrime Index beantworten. Die vorderen Plätze im Ländervergleich überraschen dabei kaum.
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Kriminalität im digitalen Raum

Cyberkriminalität gehört schon lange zum Alltag in der Welt der IT. In regelmäßigen Abständen berichten auch wir über neue Phishing-Versuche, Schadsoftware und Sicherheitslücken, die von Angreifern genutzt werden.

Dabei geht es den Kriminellen um das Erbeuten von Geld, aber auch um Daten. Mit denen loggen sie sich zum Beispiel in fremde Online-Banking-Konten ein oder erpressen Unternehmen damit, die gestohlenen Informationen zu veröffentlichen, wenn nicht eine "Lösegeldzahlung" erfolgt.


Neuer World Cybercrime Index

Um eine Grundlage für die bessere Prävention von Cyberkriminalität zu schaffen, wurde im Rahmen einer Untersuchung nun der World Cybercrime Index (WCI) erstellt. Der zeigt, aus welchen Ländern die meisten und welche Arten von Angriffen kommen.

Für manche vielleicht wenig überraschend belegt Russland Platz eins auf dem Index. Bei von dort ausgehende Attacken dreht es sich im Vergleich zu anderen Ländern deutlich häufiger um Angriffe auf digitale Produkte oder Plattformen. Auch DDoS-Attacken und Erpressungen mit Ransomware kommen besonders häufig von dort. Infografik Hacking & Cyberkriminalität: Die größten Datendiebstähle der WeltHacking & Cyberkriminalität: Die größten Datendiebstähle der Welt Auf Platz zwei folgt die Ukraine, Platz drei belegt China, gefolgt von den USA und Nigeria. Besonders das bevölkerungsreichste Land Afrikas unterscheidet sich durch die Art der von dort ausgehenden Cyberkriminalität von den anderen Staaten an der Spitze der Liste. Denn hier sind es vor allem Betrugsmaschen, die von Kriminellen genutzt werden, um Geld zu erbeuten.

Experten bewerten Länder

Laut den Machern der Untersuchung sei es schwierig, den geografischen Ursprung von Cyberangriffen exakt zu bestimmen, da die verantwortlichen Kriminellen ihren Aufenthaltsort gut verbergen würden. Daher basiert der Index auf den Bewertungen von 92 Experten. Die dabei relevanten Dimensionen waren unter anderem die Stärke der Auswirkungen der Angriffe sowie die Professionalität und das technische Können der Angreifer.

"Wir haben jetzt ein tiefergehendes Verständnis von der Geografie von Cyberkriminalität und wie verschiedene Länder sich in verschiedenen Typen von Cybercrime spezialisieren", sagt Miranda Bruce, eine Autorin der Untersuchung. "Mit dem weiteren Sammeln dieser Daten werden wir in der Lage sein, neue Hotspots schon in ihrem Entstehen zu beobachten."

Zusammenfassung
  • Cyberkriminalität ist allgegenwärtig in der IT-Welt
  • Kriminelle erbeuten Geld und Daten für Erpressungen
  • World Cybercrime Index zeigt Herkunft von Angriffen
  • Russland führt den Index an, gefolgt von Ukraine und China
  • Expertenbewertungen bestimmen Länder-Ranking
  • Index soll helfen, Entstehung neuer Cybercrime-Hotspots zu erkennen

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