Erstmals Streiks bei Samsung möglich:
Stockt bald die Produktion?
Bei Samsung könnte es zum ersten Mal in der Firmengeschichte zu größeren Streiks einer Vielzahl von Beschäftigten des Konzerns in Südkorea kommen. Mehrere Gewerkschaften, denen Zehntausende Samsung-Mitarbeiter angehören, haben jetzt für Streiks gestimmt.
Unter den Mitarbeitern von Samsung Electronics gab es bis vor einigen Jahren eine interne Politik, die sich massiv gegen Gewerkschaften richtete. Erst vor vier Jahren gab Samsung seine "No Unions"-Politik auf, nachdem die Behörden mehrere führende Manager zu Haftstrafen verurteilt hatten, weil diese mit diversen illegalen Maßnahmen versucht hatten, die Gründung von Gewerkschaften zu verhindern.
Die Gewerkschaften fordern höhere Löhne, mehr freie Tage und größere Bonuszahlungen, wobei die Verhandlungen schon seit mehreren Wochen laufen und jüngst auch eine Schlichtungsperiode erfolglos verstrichen ist. Zuletzt ging es um Lohnerhöhungen von etwas mehr als fünf Prozent. Generell verdienen Samsung-Mitarbeiter mit jährlich durchschnittlich 120 Millionen Won - umgerechnet knapp 82.000 Euro - rund das 2,5-Fache dessen, was Arbeiter im Durchschnitt in Südkorea verdienen.
Dass es tatsächlich zu Streiks bei Samsung kommt, ist wohl nicht sonderlich wahrscheinlich. So wollen die Gewerkschaften laut Angaben von Sprechern auf eine Lösung durch Kommunikation zwischen dem Unternehmen und den Angestellten hinarbeiten. Samsung selbst erklärte, man versuche ständig, die Lücke zwischen den Angeboten des Unternehmens und den Forderungen der Gewerkschaften zu verkleinern und halte deshalb die Tür für eine Einigung offen.
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Rund 27.000 Mitarbeiter könnten erstmals streiken
Samsung Electronics, der weltweit größte Hersteller von Elektronikprodukten, muss sich möglicherweise erstmals in der Geschichte des Unternehmens auf Arbeitsniederlegungen einstellen. Zuletzt haben drei Viertel der rund 27.000 Mitglieder von insgesamt fünf Gewerkschaften der Samsung-Belegschaft für mögliche Streiks gestimmt.Unter den Mitarbeitern von Samsung Electronics gab es bis vor einigen Jahren eine interne Politik, die sich massiv gegen Gewerkschaften richtete. Erst vor vier Jahren gab Samsung seine "No Unions"-Politik auf, nachdem die Behörden mehrere führende Manager zu Haftstrafen verurteilt hatten, weil diese mit diversen illegalen Maßnahmen versucht hatten, die Gründung von Gewerkschaften zu verhindern.
Halbleiter- & Smartphone-Sparten wären betroffen
Die jetzt erfolgten Abstimmungen innerhalb von fünf größeren Gewerkschaften decken laut dem japanischen Wirtschaftsdienst Nikkei Asia eine Vielzahl von Bereichen des Unternehmens ab. Dazu gehören unter anderem Mitarbeiter der Netzwerksparte, der Halbleitersparte und des Geschäftsbereichs, der die jährlich millionenfach verkauften Smartphones, Tablets, Fernseher und andere Elektronikgeräte der Marke Samsung entwickelt und produziert.Die Gewerkschaften fordern höhere Löhne, mehr freie Tage und größere Bonuszahlungen, wobei die Verhandlungen schon seit mehreren Wochen laufen und jüngst auch eine Schlichtungsperiode erfolglos verstrichen ist. Zuletzt ging es um Lohnerhöhungen von etwas mehr als fünf Prozent. Generell verdienen Samsung-Mitarbeiter mit jährlich durchschnittlich 120 Millionen Won - umgerechnet knapp 82.000 Euro - rund das 2,5-Fache dessen, was Arbeiter im Durchschnitt in Südkorea verdienen.
Dass es tatsächlich zu Streiks bei Samsung kommt, ist wohl nicht sonderlich wahrscheinlich. So wollen die Gewerkschaften laut Angaben von Sprechern auf eine Lösung durch Kommunikation zwischen dem Unternehmen und den Angestellten hinarbeiten. Samsung selbst erklärte, man versuche ständig, die Lücke zwischen den Angeboten des Unternehmens und den Forderungen der Gewerkschaften zu verkleinern und halte deshalb die Tür für eine Einigung offen.
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Zusammenfassung
- Streikdrohung bei Samsung in Südkorea
- Samsung-Mitarbeitergewerkschaften stimmen für Arbeitskampf
- Samsung Electronics könnte erste Streiks erleben
- Gewerkschaften fordern höhere Löhne und Boni
- Samsung gab "No Unions"-Politik vor vier Jahren auf
- Unternehmensbereiche wie Halbleiter betroffen
- Samsung bemüht sich um Einigung mit Gewerkschaften
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