Kostenintensive Lösung: CO2-Ausfiltern bleibt viel teurer als erwartet
Die CO2-Abscheidung aus der Luft soll helfen, die nicht vermeidbaren Emissionen zumindest nachträglich wieder einzufangen. Neueste Analysen zeigen allerdings, dass die Kosten, die der Prozess verschlingt, längst nicht so stark fallen werden, wie bisher erwartet.
Ob und wie es gelingt, die Mengen CO2 aus der Luft zu filtern, hängt davon ab, wie schnell die Kosten der als Direct Air Capture (DAC) bezeichneten Technologien gesenkt werden können. Bisher gibt es nur Pilotanlagen, die relativ teuer sind - wenn solche Systeme allerdings in größeren Mengen und anderen Größenordnungen gebaut werden, sollten die Kosten deutlich sinken. Oft ist hier von zukünftigen Preisen zwischen 100 und 300 Dollar pro Tonne die Rede.
Zum Vergleich: Das Unternehmen Climeworks betreibt bereits eine Anlage in Island, die heute 4000 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre holt. Dies kostet aktuell zwischen 1000 und 1300 Dollar pro Tonne. Diese Entwicklung sinkender Preise wird allerdings nicht in einem Ausmaß stattfinden, wie sie in den bisherigen Planspielen oft angenommen wird, warnen nun Forscher der ETH Zürich in einem aktuellen Paper.
Das hat dann letztlich auch einen Einfluss darauf, wie solche Verfahren finanziert werden können. Aktuell zahlen Verursacher von CO2-Emissionen in Europa weniger als 50 Dollar pro Tonne, die sie in die Atmosphäre blasen. Auch wenn dieser Preis in den kommenden Jahren deutlich steigen wird, ist kaum damit zu rechnen, dass mit ihm allein die Kosten für die Beseitigung der verursachten Probleme finanziert werden können.
Siehe auch:
Doppelter Preis realistisch
Weltweit müssten nach Berechnungen des Weltklimarats IPCC ab 2050 bis zu 13 Milliarden Tonnen CO2 jährlich aus der Atmosphäre entfernt werden, damit eine weitere Anreicherung vermieden wird. Denn auch wenn alle Einspar-Optionen umgesetzt werden, gibt es noch Prozesse, die sich nicht auf klimaneutrale Technologien umstellen lassen.Ob und wie es gelingt, die Mengen CO2 aus der Luft zu filtern, hängt davon ab, wie schnell die Kosten der als Direct Air Capture (DAC) bezeichneten Technologien gesenkt werden können. Bisher gibt es nur Pilotanlagen, die relativ teuer sind - wenn solche Systeme allerdings in größeren Mengen und anderen Größenordnungen gebaut werden, sollten die Kosten deutlich sinken. Oft ist hier von zukünftigen Preisen zwischen 100 und 300 Dollar pro Tonne die Rede.
Zum Vergleich: Das Unternehmen Climeworks betreibt bereits eine Anlage in Island, die heute 4000 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre holt. Dies kostet aktuell zwischen 1000 und 1300 Dollar pro Tonne. Diese Entwicklung sinkender Preise wird allerdings nicht in einem Ausmaß stattfinden, wie sie in den bisherigen Planspielen oft angenommen wird, warnen nun Forscher der ETH Zürich in einem aktuellen Paper.
Verschmutzung zu billig
Mit einer neu entwickelten Methode nahmen sie die wahrscheinliche Entwicklung genauer unter die Lupe und kamen am Ende zu dem Ergebnis, das hier eher mit 230 bis 540 Dollar pro Tonne gerechnet werden kann. Grob kann man also sagen, dass die Kosten der Technologie tatsächlich deutlich sinken werden, aber am Ende etwa doppelt so hoch sind, wie bisher angenommen.Das hat dann letztlich auch einen Einfluss darauf, wie solche Verfahren finanziert werden können. Aktuell zahlen Verursacher von CO2-Emissionen in Europa weniger als 50 Dollar pro Tonne, die sie in die Atmosphäre blasen. Auch wenn dieser Preis in den kommenden Jahren deutlich steigen wird, ist kaum damit zu rechnen, dass mit ihm allein die Kosten für die Beseitigung der verursachten Probleme finanziert werden können.
Zusammenfassung
- CO2-Abscheidung soll unvermeidbare Emissionen einfangen
- Kosten sinken weniger stark als erwartet
- IPCC: Bis zu 13 Mrd. Tonnen CO2-Entfernung nötig
- Direct Air Capture noch teuer, Preise könnten sinken
- Climeworks-Anlage kostet 1000-1300 $ pro Tonne
- ETH-Forscher erwarten 230-540 $ pro Tonne Kosten
- Aktueller CO2-Preis in Europa unter 50 $ pro Tonne
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema
- Strom für Notebooks per USB-C: Netzteile von Anker im Test
- EcoFlow Delta 2: Powerstation bewährt sich im Langzeit-Test
- EcoFlow Stream AC Pro: Heimspeicher mit fast 2 kWh im Test
- EcoFlow Stream Ultra X: Stromspeicher für den Haushalt im Test
- Tour durch ein OVH-Datenzentrum: Wasserkühlung für alle Server
Bluetti AC200Max im Preisvergleich
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Samsung baut sich um: Galaxy & Co werden jetzt voll mit KI entwickelt
- Durchbruch bei photonischen Chips: Billige Produktion durch Nanoprint
- Windows 11 26H1: ARM-Version erhält eigenen Beta-Kanal für Insider
- Drohnenboot rettet erstmals die abgestürzte Crew eines AH-64 Apache
- Staatstrojaner-Anbieter greift trotz Verbots wieder WhatsApp-Nutzer an
- MacOS 27 "Golden Gate": Neues Mac-Betriebssystem in den Startlöchern
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen