Cyberangriff auf Verbraucherzentrale Hessen - Ausmaß noch unbekannt

Die Verbraucherzentrale Hessen ist Opfer eines Angriffes auf ihre IT-Infrastruktur geworden. Der Vorfall wurde demnach am 22. Februar entdeckt und wird jetzt untersucht - aktuell steht das Ausmaß des Angriffes nicht fest.
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Viele Fragen offen

Das geht aus einer Meldung der Verbraucherzentrale hervor. Dabei heißt es, dass bisher Unbekannte die Verbraucherschützer in Teilen lahmgelegt haben. Was dabei im Einzelnen geschehen ist, kann bis jetzt nicht beantwortet werden.

Meldungen über einen Erpressungstrojaner hat der Verbraucherschutz Hessen bisher nicht bestätigt. Das Online-Magazin Bleeping Computer hatte gemeldet, es habe sich um einen Ransomware-Angriff gehandelt und die Datenbanken seien nun unbrauchbar, da verschlüsselt. Bleeping Computer hatte allerdings zunächst auch berichtet, dass es sich bei dem Opfer um das Land Hessen gehandelt habe und nicht um den Verbraucherschutz. das es sich um einen Erpressungstrojaner handelt, gilt aber als wahrscheinlich.


Bei der Verbraucherzentrale herrscht aber derzeit noch große Aufregung, da bislang nicht erkennbar ist, ob beziehungsweise welche Daten abgeflossen sind. Falls dabei persönliche Informationen von Hilfesuchenden betroffen sein könnten, werden diese direkt kontaktiert.

"Noch ist nicht vollständig bekannt, wie es zu diesem Hacker-Angriff kommen konnte", berichten die Verantwortlichen der Verbraucherzentrale Hessen. Daher arbeitet man derzeit eng mit externen IT-Sicherheitsexperten zusammen, um sowohl zu klären, ob und falls ja, auf welche Bereiche Unbefugte vielleicht zugegriffen haben.

Aufgrund des Vorfalls war die Verbraucherzentrale Hessen zeitweise nicht oder nur sehr eingeschränkt erreichbar. Inzwischen funktionieren wieder alle Telefone und Beratungshotlines sowie das Servicetelefon. Auch die E-Mail-Kommunikation ist wieder uneingeschränkt möglich. Die Internetseite ist erreichbar und die Beratungsstellen sind regulär geöffnet. Persönliche Beratungen und Online-Beratungen finden wie geplant statt. Die Daten auf dem Server konnten zum größten Teil wieder hergestellt werden.

"Die IT-Sicherheitsstelle des Landes Hessen, die Datenschutzbeauftragte der Verbraucherzentrale Hessen sind informiert", teilt die Verbraucherzentrale mit. Und weiter: "Der Landesdatenschutzbeauftragte wurde ebenfalls vorsorglich informiert. Strafanzeige bei der Polizei Hessen ist gestellt."

Zusammenfassung
  • Verbraucherzentrale Hessen IT-angegriffen
  • Vorfall am 22. Februar entdeckt, Untersuchung läuft
  • Ausmaß des Angriffs bisher unklar
  • Unklarheit über abgeflossene Daten, Betroffene werden kontaktiert
  • Zusammenarbeit mit IT-Sicherheitsexperten zur Schadensanalyse
  • Telefon- und E-Mail-Kommunikation wiederhergestellt
  • IT-Sicherheitsstelle und Datenschutzbeauftragte informiert
  • Strafanzeige bei Polizei Hessen eingereicht

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