Tiefstes Bergwerk Finnlands wird jetzt zur Gravitationsbatterie
Nachdem vor einigen Wochen die entsprechenden Verträge unterzeichnet wurden, hat man in Finnland jetzt begonnen, eines der tiefsten Erzbergwerke der Welt zu einer Schwerkraftbatterie umzubauen.
Zu diesen gehörten auch Technologien zur Stromspeicherung. Es zeigte sich, dass die Ansätze gut funktionieren. Daher soll das alte Bergwerk jetzt auch regulär zu einer Gravitationsbatterie ausgebaut werden. Die Umsetzung dessen übernehmen die Entwicklungs-Firma Gravitricity und das Technologie-Unternehmen ABB.
Der Begriff Gravitationsbatterie klingt dabei zwar sehr futuristisch, das Prinzip ist allerdings altbekannt: Ebenso wie in einem klassischen Pumpspeicherkraftwerk wird überschüssiger Strom aus Windkraft- und Solaranlagen eingesetzt, um Wasser in ein höhergelegenes Reservoir zu pumpen - die elektrische wird also in kinetische Energie umgewandelt.
Dies entspricht etwa dem, was aktuell auch an größeren Grid-Speichern mit Akkus projektiert wird. Der Vorteil der Nutzung der Mine besteht natürlich darin, dass für den Bau des Speichersystems quasi keine teuren Rohstoffe benötigt werden und man auch nicht mit nachlassenden Leistungen über die Zeit rechnen muss.
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Strom statt Metall
Die Grube Pyhäsalmi liegt mitten in Finnland und war über Jahrzehnte in Betrieb. Bis in eine Tiefe von über 1400 Metern grub man dort den Erzadern hinterher und förderte vor allem Zink und Kupfer, aber auch Gold und Silber konnten aus dem Gestein gewonnen werden. Inzwischen ist der Erzabbau beendet und die stillgelegte Mine wird unter anderem für verschiedene Forschungsprojekte genutzt.Zu diesen gehörten auch Technologien zur Stromspeicherung. Es zeigte sich, dass die Ansätze gut funktionieren. Daher soll das alte Bergwerk jetzt auch regulär zu einer Gravitationsbatterie ausgebaut werden. Die Umsetzung dessen übernehmen die Entwicklungs-Firma Gravitricity und das Technologie-Unternehmen ABB.
Der Begriff Gravitationsbatterie klingt dabei zwar sehr futuristisch, das Prinzip ist allerdings altbekannt: Ebenso wie in einem klassischen Pumpspeicherkraftwerk wird überschüssiger Strom aus Windkraft- und Solaranlagen eingesetzt, um Wasser in ein höhergelegenes Reservoir zu pumpen - die elektrische wird also in kinetische Energie umgewandelt.
Ohne Problemmaterialien
Wenn im Stromnetz ein Mangel entsteht, fließt das Wasser wiederum durch Rohre und Turbinen nach unten und erzeugt Strom. Die beteiligten Unternehmen gaben zwar aktuell keinen Planungsstand an, welche Kapazitäten hier umgesetzt werden. Allerdings hatte die EU vor etwas mehr als einem Jahr einen Förderantrag über 26,3 Millionen Euro bewilligt, der von einer Kapazität von 530 Megawattstunden sprach, die mit bis zu 75 Megawatt Leistung ans Netz abgegeben werden können.Dies entspricht etwa dem, was aktuell auch an größeren Grid-Speichern mit Akkus projektiert wird. Der Vorteil der Nutzung der Mine besteht natürlich darin, dass für den Bau des Speichersystems quasi keine teuren Rohstoffe benötigt werden und man auch nicht mit nachlassenden Leistungen über die Zeit rechnen muss.
Zusammenfassung
- Finnland baut tiefes Bergwerk zur Batterie um
- Pyhäsalmi-Mine wird für Stromspeicherung genutzt
- Gravitricity und ABB entwickeln Gravitationsbatterie
- Überschüssiger Strom pumpt Wasser in Reservoirs
- Wasserfluss treibt Turbinen an und erzeugt Strom
- EU bewilligte Förderung für 530 MWh Kapazität
- Mine bietet kostengünstige und langlebige Speicherung
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