Pakt mit dem Teufel: Microsoft mietet KI-Serverkapazitäten bei Oracle
Microsoft hat eine Kooperation mit dem Softwarekonzern Oracle vereinbart, in deren Rahmen die Redmonder Kapazitäten für Berechnung von KI-Aufgaben auf den Servern des eigentlich konkurrierenden Unternehmens mieten. Man schließt sozusagen einen Pakt mit dem Teufel.
Man wolle die Oracle-Cloud und Microsofts eigene Azure AI-Infrastruktur parallel nutzen, um die Zugriffsmöglichkeiten für die Kunden zu verbessern, um so die Geschwindigkeit bei der Verarbeitung vieler Suchanfragen zu erhöhen, erklärte Microsofts Chef des Teams für Suche und KI, Divya Kumar, laut den Kollegen von The Register in einer Stellungnahme.
Microsoft und Oracle nutzen bei ihrer Kooperation das sogenannte Oracle Interconnect for Microsoft Azure, mit dem Dienste aus der Azure Cloud auf Ressourcen aus der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zugreifen können. Es geht vor allem darum, die KI-Modelle hinter Windows Copilot und Bing Chat im Rahmen der sogenannten Inferenz in großem Maßstab laufen zu lassen, um so die steigende Zahl von Anfragen der Nutzer zu verarbeiten.
KI spielt für Microsoft bekanntermaßen eine immer größere Rolle, will der Konzern doch alle seine Produkte mit entsprechenden Funktionen aufrüsten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Windows Copilot auch für Windows 10 und somit für eine Milliarde weiterer potenzieller Nutzer zur Verfügung gestellt werden soll. Dies erhöht den Bedarf an KI-Kapazitäten natürlich entsprechend.
Siehe auch:
Microsoft braucht mehr Kapazitäten ...
Offenbar hat man bei Microsoft Probleme, die Nachfrage nach seinen eigenen Diensten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz mit eigenen Server-Kapazitäten zu befriedigen. Der Softwareriese hat deshalb angekündigt, dass man auch die Cloud-Infrastruktur des Konkurrenten Oracle nutzen will, um auf diesem Weg Microsoft KI-Dienste anzubieten.Man wolle die Oracle-Cloud und Microsofts eigene Azure AI-Infrastruktur parallel nutzen, um die Zugriffsmöglichkeiten für die Kunden zu verbessern, um so die Geschwindigkeit bei der Verarbeitung vieler Suchanfragen zu erhöhen, erklärte Microsofts Chef des Teams für Suche und KI, Divya Kumar, laut den Kollegen von The Register in einer Stellungnahme.
...und Oracle hat sie
Oracle betreibt einen eigenen "Super-Cluster" aus zahlreichen Servern mit Nvidia A100- und H100-Grafikprozessoren, die offenbar zur "Vermietung" verfügbar sind. Ob Oracle diese Kapazitäten nicht selbst nutzen kann oder keine anderen Kunden dafür hat, ist bisher offen. Für Microsoft ergibt sich jedenfalls die Möglichkeit, auf diesem Weg mögliche Engpässe bei der Verfügbarkeit seiner "explosiv wachsenden" KI-Services zu vermeiden.Microsoft und Oracle nutzen bei ihrer Kooperation das sogenannte Oracle Interconnect for Microsoft Azure, mit dem Dienste aus der Azure Cloud auf Ressourcen aus der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zugreifen können. Es geht vor allem darum, die KI-Modelle hinter Windows Copilot und Bing Chat im Rahmen der sogenannten Inferenz in großem Maßstab laufen zu lassen, um so die steigende Zahl von Anfragen der Nutzer zu verarbeiten.
KI spielt für Microsoft bekanntermaßen eine immer größere Rolle, will der Konzern doch alle seine Produkte mit entsprechenden Funktionen aufrüsten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Windows Copilot auch für Windows 10 und somit für eine Milliarde weiterer potenzieller Nutzer zur Verfügung gestellt werden soll. Dies erhöht den Bedarf an KI-Kapazitäten natürlich entsprechend.
Zusammenfassung
- Microsoft kooperiert mit Oracle
- Microsoft mietet Oracle-Server für KI
- Nutzung von Oracle-Cloud und Azure AI
- Zweck: KI-Dienste ohne Engpässe
- Oracle Interconnect verbindet Clouds
Siehe auch:
- Preview-Phase zu Ende: Microsoft Paint hat jetzt einen KI-Bildgenerator
- Microsoft: Xbox-Spiele bekommen KI-Charaktere & andere KI-Inhalte
- Microsoft baut nach Angriffen einen KI-basierten "Cyber-Schutzschild"
- Microsoft will Nutzer generativer KIs, die es übertreiben, ausbremsen
- Microsofts KI-Tool sorgt für Empörung: Der Tod ist kein Umfragethema
Thema:
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