Microsofts hohe KI-Investitionen zahlen sich schneller aus als gedacht

Microsoft hat in den letzten Monaten wieder ein stärkeres Wachstum verzeichnet. Die hohen Investitionen der letzten Zeit beginnen sich merklich auszuzahlen. Aber auch die wichtigsten Kunden sind inzwischen wieder bereit, mehr Geld auszugeben.
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    Hochgradig profitabel

    Als das Redmonder Unternehmen jetzt seine Bücher öffnete, konnte es einen Umsatz von 56,5 Milliarden Dollar vorweisen. Das sind immerhin 13 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn stieg dabei deutlich stärker an, er kletterte um 27 Prozent auf 22,3 Milliarden Dollar. Mit diesem Ergebnis hat der Konzern sowohl die eigenen Ziele, als auch die Prognosen der Analysten übertroffen.

    Microsoft hatte den Anlegern gesagt, dass die hohen Investitionen in KI-Technologien erst ab Anfang 2024 aussagekräftige Ergebnisse liefern würden, wenn mehr Produkte auf breiter Basis verfügbar sind. Allerdings zeigen sich bereits jetzt positive Effekte. So hatte der Umsatz mit Azure-Clouddiensten zuletzt "nur noch" 26 Prozent Wachstum gebracht und die Zahl sank stetig - jetzt ging sie wieder auf 29 Prozent hoch. Microsoft: Umsatz Q1 2024Microsofts Umsatzentwicklung Wie Microsoft-Chef Satya Nadella berichtete, würden bereits rund 18.000 Unternehmenskunden die neuen Azure OpenAI-Dienste nutzen, über die KI-Modelle für die Integration in diverse eigene Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. "Azure hat erneut Marktanteile gewonnen, da Unternehmen ihre Arbeitslasten in unsere Cloud verlagern", sagte er.

    Trendwende in den Firmen

    Generell zeigt sich bei den Business-Kunden aber eine Trendwende. Diese waren seit einiger Zeit recht vorsichtig mit neuen Ausgaben, da sie angesichts der unsicheren Wirtschaftslage lieber ihr Geld zusammenhalten wollten. Das ändert sich inzwischen aber merklich. So stiegen auch die Einnahmen aus den Cloud-Abonnements für Microsofts Office-Suite, einschließlich Excel, Word und Teams, im letzten Quartal um 18 Prozent.

    Deutlich verhaltener geht es hingegen bei den Privatkunden zu. Die generell schwachen PC- und Notebook-Verkäufe sorgten beispielsweise dafür, dass Microsoft Umsatz mit Windows-Lizenzen nur um 4 Prozent stieg und der Umsatz mit eigener Computer-Hardware lediglich 3 Prozent betrug. Besser lief es hingegen in der Spielesparte, wo insbesondere die Dienste rund um die Xbox 13 Prozent mehr Einnahmen generierten.

    Zusammenfassung
    • Microsoft verzeichnet stärkeres Wachstum durch hohe Investitionen
    • Umsatz von 56,5 Milliarden Dollar, 13% mehr als Vorjahr
    • Gewinnanstieg um 27% auf 22,3 Milliarden Dollar
    • Positive Effekte durch Investitionen in KI-Technologien sichtbar
    • Umsatz mit Azure-Clouddiensten steigt wieder auf 29%
    • Business-Kunden erhöhen Ausgaben, Einnahmen der Cloud steigen um 18%
    • Privatkunden verhalten, Spielesparte generiert 13% mehr Einnahmen

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