Fujitsu kündigt 150-Core-Prozessor mit 2-Nanometer-Design an

Der japanische Konzern Fujitsu hat einen ersten Ausblick auf seinen kommenden Prozessor namens "Monaka" gegeben. Dieser wird aktuell auf Basis einer 2-Nanometer-Architektur entwickelt und soll mit 150 Kernen daherkommen.
Ki, Künstliche Intelligenz, Cpu, Prozessor, Chip, Hardware, SoC, Gpu, Cloud, AI, Artificial Intelligence, Prozessoren, Chips, Quantencomputer, Nanometer, System On Chip

2 Nanometer in Planung

Allein die Strukturweite zeigt bereits, dass der Chip eine Planung für die Zukunft ist, denn bisher kann noch kein Halbleiter-Produzent so kleine Strukturen fertigen. Die entsprechenden Roadmaps stehen allerdings bereits bei Branchengrößen wie TSMC. Fujitsu soll seinen Chip dann im Geschäftsjahr 2027 herstellen lassen können, das am 1. April 2026 beginnt, wie das japanische Magazin Monoist berichtet.

Der Chip wird mit den verbesserten ARMv9-Kernen arbeiten. Diese Kerne werden über mehrere Core-Dies verteilt sein, die von SRAM-Dies und I/O-Dies begleitet werden. Letztere werden DDR5-Speicher und PCIe 6.0-Konnektivität mit CXL 3.0 unterstützen, worüber dann verschiedene Beschleuniger und Extender angeschlossen werden können.

Monaka soll laut den Entwicklern ein 3D-Chiplet-Design verwenden. Fujitsu setzt also auf ein ähnliches Konzept, wie AMD es bei seinen Ryzen- und Epyc-Chips verwendet, nur dass hier eben zahlreiche ARM-Kerne entsprechend organisiert werden.

Spekulation über den Einsatz

Aktuell ist nicht ganz klar, in welcher Anwendung Fujitsu den neuen Chip zum Einsatz bringen wird. Der Quasi-Vorgänger A64FX treibt den Supercomputer Fugaku an. Dessen Nachfolge-Maschine soll nach den bisherigen Planungen aber erst 2030 in Betrieb gehen. In ihr soll nicht Monaka, sondern ein darauffolgender Prozessor arbeiten. Somit ist der jetzt angekündigte Chip wohl in erster Linie ein technologisches Entwicklungsprojekt, mit dem die später benötigten Technologien erprobt werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Monaka eine reine Trockenübung bleibt. Es ist bereits geplant, dass TSMC den Prozessor produzieren wird. Er wird nur wahrscheinlich nicht in einem Supercomputer, sondern in Datenzentren für die Arbeit an KI-Systemen zum Einsatz kommen.

Zusammenfassung
  • Fujitsu entwickelt neuen Prozessor "Monaka" auf 2-nm-Architektur
  • Prozessor soll 150 Kerne haben und ab 2026 hergestellt werden
  • Monaka nutzt verbesserte ARMv9-Kerne, verteilt auf mehrere Core-Dies
  • Unterstützt DDR5-Speicher und PCIe 6.0-Konnektivität mit CXL 3.0
  • Prozessor verwendet ein 3D-Chiplet-Design
  • Monaka dient als technologisches Entwicklungsprojekt

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!