Twitch greift durch: Streamer können Zuschauer bald komplett bannen
Amazons Livestreaming-Dienst Twitch geht stärker gegen toxisches Verhalten vor. Streamer können unerwünschte Nutzer bald nicht mehr nur aus dem Chat verbannen, sondern sie zudem am Zuschauen des Streams hindern. Es gibt allerdings einen Haken.
Diesen war es bisher nur möglich, negativ aufgefallene Nutzer temporär (Timeout) oder permanent vom eigenen Chat und so auch von der Interaktion mit der damit verbundenen Community auszuschließen. Nun legt Twitch den zweiten Gang ein und ermöglicht Streamern, gebannte Nutzer auch am Zuschauen zu hindern. Let's Play: So lukrativ ist Streaming auf Twitch & Co. in Deutschland
Dennoch bleibt Internettrollen ein simples Schlupfloch. Die Amazon-Tochter erlaubt weiterhin, dass Nutzer auch ohne Twitch-Account Livestreams wiedergeben können. Das Ausloggen aus dem eigenen Konto oder die Nutzung des Inkognito-Fensters im Browser umgeht somit den Bann zum Teil. Ebenso können gebannte Nutzer nicht daran gehindert werden, Clips oder bereitgestellte VODs (Video-on-Demand) abzurufen.
Um die Hürden weiter zu erhöhen, denken die Verantwortlichen schließlich darüber nach, in Zukunft die Möglichkeit von IP-Bans zu schaffen. Zum jetzigen Zeitpunkt wollte man diesen Schritt jedoch auch aufgrund des damit verbundenen technischen Aufwands und möglicher Komplikationen nicht gehen.
Siehe auch:
Wenn der Bildschirm schwarz bleibt
Nicht nur Microsoft verschärft seine Regeln, um gegen toxisches Verhalten, Mobbing und Belästigung in (Gaming)-Communities vorzugehen, auch Twitch schiebt dem jetzt einen weiteren Riegel vor. Den zurückliegenden Patch Notes-Stream nutzte die Amazon-Tochter, um über neue Regeln und Funktionen aufzuklären - zur Freude aller Streamer.Diesen war es bisher nur möglich, negativ aufgefallene Nutzer temporär (Timeout) oder permanent vom eigenen Chat und so auch von der Interaktion mit der damit verbundenen Community auszuschließen. Nun legt Twitch den zweiten Gang ein und ermöglicht Streamern, gebannte Nutzer auch am Zuschauen zu hindern. Let's Play: So lukrativ ist Streaming auf Twitch & Co. in Deutschland
Livestream-Sperre (noch) nicht zu Ende gedacht
Ab September soll eine entsprechende Option bereitstehen, die scheinbar nur global aktiviert werden kann. Somit können Streamer lediglich alle gebannten Nutzer vom eigenen Livestream ausschließen, nicht aber selektiv vorgehen. Dennoch scheint man den Schritt seitens der Streamer zu begrüßen, da die Hemmschwelle für toxisches Verhalten so noch einmal erhöht werden könnte.Dennoch bleibt Internettrollen ein simples Schlupfloch. Die Amazon-Tochter erlaubt weiterhin, dass Nutzer auch ohne Twitch-Account Livestreams wiedergeben können. Das Ausloggen aus dem eigenen Konto oder die Nutzung des Inkognito-Fensters im Browser umgeht somit den Bann zum Teil. Ebenso können gebannte Nutzer nicht daran gehindert werden, Clips oder bereitgestellte VODs (Video-on-Demand) abzurufen.
Um die Hürden weiter zu erhöhen, denken die Verantwortlichen schließlich darüber nach, in Zukunft die Möglichkeit von IP-Bans zu schaffen. Zum jetzigen Zeitpunkt wollte man diesen Schritt jedoch auch aufgrund des damit verbundenen technischen Aufwands und möglicher Komplikationen nicht gehen.
Zusammenfassung
- Twitch geht verstärkt gegen toxisches Verhalten vor
- Streamer können unerwünschte Nutzer aus Chat und Stream verbannen
- Neue Funktion ab September global aktivierbar
- Selektives Vorgehen gegen gebannte Nutzer nicht möglich
- Nutzer können trotz Bann über Inkognito-Fenster Streams sehen
- Gebannte Nutzer können weiterhin Clips und VODs abrufen
- Überlegungen zu IP-Bans, aber technischer Aufwand und Komplikationen
Siehe auch:
- Twitch sieht nun "Küssen oder Lecken" eines Mikros als "sexuell" an
- Twitch Turbo: Livestreaming-Dienst erhöht Preise für werbefreies Abo
- Schluss mit Glücksspiel: Twitch geht gegen Casino-Streamer vor
- Minecraft-Twitch-Turnier: Hacker legen Internet in ganz Andorra lahm
- Amazon vs. Nippel: Twitch sperrt offiziellen Prime Video Channel
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