Twitch sieht nun "Küssen oder Lecken" eines Mikros als "sexuell" an

Twitch erlebt derzeit turbulente Zeiten. Denn man verlor zuletzt gleich mehrere prominente Streamer*innen, darunter xQc und Amouranth. Letztere ist mit einer speziellen Form des Streamens bekannt geworden. "Erwachsene" Inhalte will Twitch nun besser klassifizieren.
Twitch, Twitch Logo
Twitch ist schon lange mehr als nur ein Dienst, in dem Gamer*innen zeigen, was sie gerade spielen. Vielfach ist dabei auch die jeweilige Person zu sehen. Und immer wieder geht es dabei direkt und indirekt um nackte Tatsachen und sexuelle Inhalte. Das kann man zwar sicherlich in die Kategorie "Jedem, wie es ihm oder ihr gefällt"-Kategorie einordnen, sexuelle Inhalte sind aber auch nicht jedermanns Sache.

Das ist auch der Grund, warum Twitch nun seine Richtlinien angepasst hat und diese klarer definieren will. Der Dienst will mit einer neuen Klassifizierung von Inhalten erreichen, dass die Zuschauer beim Durchsuchen von Twitch eine "bessere Entscheidung" treffen können. Denn bisher wird etwas lediglich als "Inhalt für Erwachsene" gekennzeichnet, detaillierter wurde das aber nicht ausgeführt.


Sexuell oder nicht?

Dazu schreibt Twitch in einem Beitrag: "Wir haben von vielen Streamern und Streamerinnen gehört, dass ihnen nicht immer klar war, wann sie ihre Streams als Inhalte für Erwachsene kennzeichnen müssen." Weiter unten erklärt der zu Amazon gehörende Dienst auch, was mit "sexuellen Themen" eigentlich gemeint ist.

Twitch: "Beispiele für sexuelle Themen sind längeres oder wiederholtes Küssen von einer Person oder einem Gegenstand, ausführliche Gespräche über sexuelle Themen oder Erfahrungen, die nicht der Bildung oder Aufklärung dienen, sowie Inhalte oder Handlungen, die sehr wahrscheinlich dazu führen, dass die Unterhaltungen im Chat nur für Erwachsene geeignet sind."

Man definiert auch, wie sogenannte ASMR-Inhalte ("Autonomous Sensory Meridian Response", autonome sensorische Meridianreaktion) zu sehen sind. Das sieht Twitch nicht per se als sexuell an. Zumindest dann, wenn es dabei bleibt. Denn Twitch schreibt weiter: "Das Küssen oder Ablecken eines Mikrofons fällt jedoch in die Kategorie 'Sexuelle Themen'."

Zusammenfassung
  • Twitch passt Richtlinien für bessere Klassifizierungen an.
  • Nutzer sollen klarer wissen, wann sie Inhalte wie kennzeichnen müssen.
  • ASMR-Inhalte nicht per se sexuell.
  • Twitch will Zuschauern bessere Entscheidung ermöglichen.

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