Es ist offiziell: EU leitet Wettbewerbs-Untersuchung gegen Microsoft ein
Die Vermutungen haben sich jetzt bestätigt: Die EU-Kommission hat offiziell bestätigt, eine förmliche Untersuchung gegen Microsoft eingeleitet zu haben. Es soll geprüft werden, ob und in welchem Umfang das Unternehmen gegen EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen hat.
Das bedeutet im Kern, dass die Kartellwächter Anhaltspunkte dafür sehen, dass Microsoft seiner Teams-Plattform einen unrechtmäßigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten wie Slack verschafft, indem es das Kommunikations-Tool in die marktbeherrschende Office-Plattform integriert.
Im neuen Fall befürchtet die EU-Kommission insbesondere, dass Microsoft Teams einen Vertriebsvorteil verschafft, indem es den Kunden nicht die Wahl lässt, ob sie beim Abschluss eines Abonnements für die Office-Suite Zugang zu diesem Produkt haben wollen oder nicht. Weiterhin soll geprüft werden, ob die Interoperabilität zwischen den Office-Anwendungen und konkurrierenden Angeboten eingeschränkt wurde, um Teams besser dastehen zu lassen.
"Tools zur Fernkommunikation und Zusammenarbeit wie Teams sind für viele Unternehmen in Europa unverzichtbar geworden. Wir müssen daher sicherstellen, dass die Märkte für diese Produkte wettbewerbsfähig bleiben und die Unternehmen die Möglichkeit haben, die Produkte zu wählen, die ihren Bedürfnissen am besten entsprechen. Deswegen untersuchen wir, ob Microsofts Kopplung seiner Produktivitätssuiten mit Teams möglicherweise gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstößt", erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager den Schritt.
Siehe auch:
Wurde Slack kaltgestellt?
In dem Verfahren geht es um die Bündelung der Kommunikations-Plattform Teams mit Office 365 beziehungsweise Microsoft 365. "Die Kommission hat die Befürchtung, dass Microsoft seine Marktstellung bei Produktivitätssoftware missbraucht und verteidigt, indem es den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bei Produkten für Kommunikation und Zusammenarbeit einschränkt", hieß es in einer Stellungnahme aus Brüssel.Das bedeutet im Kern, dass die Kartellwächter Anhaltspunkte dafür sehen, dass Microsoft seiner Teams-Plattform einen unrechtmäßigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten wie Slack verschafft, indem es das Kommunikations-Tool in die marktbeherrschende Office-Plattform integriert.
Parallelen zu einst
Wer die Geschichte der Wettbewerbs-Auseinandersetzungen Microsofts mit den Kartellbehörden verfolgt hat, wird direkt Parallelen zum früheren großen Verfahren erkennen. In diesem ging es darum, dass Microsoft seinem Browser Internet Explorer zum Durchbruch gegenüber dem bis dahin dominierenden Konkurrenzprodukt Netscape Navigator verschafft hat, indem man ihn eng mit dem marktbeherrschenden Windows-Betriebssystem verzahnte.Im neuen Fall befürchtet die EU-Kommission insbesondere, dass Microsoft Teams einen Vertriebsvorteil verschafft, indem es den Kunden nicht die Wahl lässt, ob sie beim Abschluss eines Abonnements für die Office-Suite Zugang zu diesem Produkt haben wollen oder nicht. Weiterhin soll geprüft werden, ob die Interoperabilität zwischen den Office-Anwendungen und konkurrierenden Angeboten eingeschränkt wurde, um Teams besser dastehen zu lassen.
"Tools zur Fernkommunikation und Zusammenarbeit wie Teams sind für viele Unternehmen in Europa unverzichtbar geworden. Wir müssen daher sicherstellen, dass die Märkte für diese Produkte wettbewerbsfähig bleiben und die Unternehmen die Möglichkeit haben, die Produkte zu wählen, die ihren Bedürfnissen am besten entsprechen. Deswegen untersuchen wir, ob Microsofts Kopplung seiner Produktivitätssuiten mit Teams möglicherweise gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstößt", erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager den Schritt.
Zusammenfassung
- EU-Kommission leitet Untersuchung gegen Microsoft ein
- Prüfung, ob Microsoft EU-Wettbewerbsvorschriften verletzt
- Bündelung von Teams mit Office 365/Microsoft 365
- Microsoft verleiht Teams möglicherweise unrechtmäßigen Vorteil
- Kunden haben keine Wahl, ob sie Teams bei Office-Abonnement haben wollen
- Interoperabilität zwischen Office und konkurrierenden Angeboten geprüft
- Untersuchung, ob Märkte wettbewerbsfähig bleiben
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