Forschungsinvestition: Sony steckt Rekordsumme in Spielebereich

Der japanische Elektronikkonzern Sony bereitet sich bereits darauf vor, dass der Konkurrent Microsoft gestärkt aus dem Tauziehen um die Übernahme Activision Blizzards hervorgehen kann - und hält mit der eigenen Entwicklungsabteilung dagegen.
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Im aktuell laufenden Geschäftsjahr will Sony seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Spielesparte auf 2,13 Milliarden Dollar erhöhen. Das geht aus einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei hervor. Damit steckt das Unternehmen mehr Geld in die Weiterentwicklung des Gaming-Bereichs als in die Segmente Elektronik und Halbleiter - auch wenn es hier zumindest bei der Hardware teils auch Überschneidungen geben dürfte.

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung stiegen im Bereich des Gamings allerdings auch schon in den letzten Jahren deutlich an. Im Jahr 2020 hatte Sony gerade einmal etwas mehr als eine Milliarde Dollar im Jahr ausgegeben. Das macht auch deutlich, welche Bedeutung der Bereich für den gesamten Konzern hat, der bereits verschiedene andere ehemalige Umsatztreiber weitgehend verloren geben musste - sowohl bei Smartphones als auch in der Unterhaltungselektronik ist das Unternehmen längst nicht mehr bei alter Größe.


Gaming ist äußerst wichtig

Die stark gestiegenen Investitionen zahlt der Gaming-Bereich aber auch dankbar zurück. Die Gewinne aus dem Geschäftsbereich liegen heute 60 Prozent höher als noch vor fünf Jahren. Hier sieht man aber auch noch deutliches Ausbaupotenzial. Insbesondere im Bereich der Online-Services rund um Spiele will man noch deutlich mehr herausholen und steckt entsprechend viel Geld in die Entwicklung.

Angesichts der großen Bedeutung, die der Gaming-Bereich inzwischen für das wirtschaftliche Wohlergehen des gesamten Konzerns hat, ist es auch nicht verwunderlich, wie sensibel man auf mögliche Gegenbewegungen reagiert. Zuletzt hatte Sony sich mit aller Macht gegen die geplante Übernahme Activision Blizzards durch Microsoft gewehrt - und auch diverse Zugeständnisse der Redmonder, die andere Wettbewerber längst beruhigt hatten, konnten hier nicht zu einem Einlenken führen.

Zusammenfassung
  • Sony erhöht Investitionen in Forschung und Entwicklung im Gaming-Bereich auf 2,13 Mrd. Dollar.
  • Gaming-Bereich ist wichtigster Umsatztreiber des Konzerns.
  • Gewinne im Gaming-Bereich 60% höher als vor 5 Jahren.
  • Sony reagiert sensibel auf mögliche Gegenbewegungen.
  • Sony wehrte sich mit aller Macht gegen die Übernahme.
  • Auch Zugeständnisse Microsofts konnten zu keinem Einlenken führen.

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