Prime Video: Auch Amazon bereitet ein werbefinanziertes Modell vor
Bei Amazon sieht man das werbefinanzierte Modell für das Videostreaming, wie es von Netflix eingeführt wurde, als interessante Option an. Auch für den Prime-Video-Dienst ist daher inzwischen ein entsprechendes Modell in der Vorbereitung.
Laut eines Berichtes des Wall Street Journals reiht sich dies in eine generelle Strategie des Unternehmens ein, die Umsätze mit Werbung über alle hauseigenen Plattformen hinweg zu steigern. Denn auch wenn es für die meisten Nutzer nicht offensichtlich ist: Amazon liegt nach Google und Meta an der dritten Stelle des gigantischen Anzeigenmarktes in den USA.
Mit einem werbefinanzierten Prime-Video-Kanal würde Amazon in die Fußstapfen von Netflix treten, das ein werbegestütztes Angebot zu einem niedrigeren Preis als das Standardabonnement eingeführt hat. Wie genau sich die Sache bei dem Handelskonzern gestalten könnte, ist hier allerdings noch unklar. Immerhin handelt es sich bei Prime Video nicht um ein einzelnes Angebot, sondern dieses ist mit diversen anderen Services des Handelskonzerns verzahnt.
Die Integration von Werbung wird im Unternehmen auch als weiterer wichtiger Schritt angesehen, um eine Expansion der Plattform zu ermöglichen. Denn um sich von der Konkurrenz abzuheben, muss man inzwischen schon mehr bieten, als selbst produzierte Filme und Serien. Amazon beispielsweise versucht in Europa inzwischen auch mit Fußball-Übertragungen Kunden anzulocken, in den USA bietet der Konzern auch auf Rechte an der Übertragung von Spielen der Football-Liga NFL mit.
Siehe auch:
Mit einem werbefinanzierten Prime-Video-Kanal würde Amazon in die Fußstapfen von Netflix treten, das ein werbegestütztes Angebot zu einem niedrigeren Preis als das Standardabonnement eingeführt hat. Wie genau sich die Sache bei dem Handelskonzern gestalten könnte, ist hier allerdings noch unklar. Immerhin handelt es sich bei Prime Video nicht um ein einzelnes Angebot, sondern dieses ist mit diversen anderen Services des Handelskonzerns verzahnt.
Erfahrungen sind da
Allerdings hat man auch schon Erfahrungen mit entsprechenden Angeboten. Denn Amazon betreibt mit Freevee bereits einen werbefinanzierten und kostenlosen Streaming-Dienst. In diesem sind allerdings vor allem ältere Inhalte zu sehen, während etwa die exklusiven Eigenproduktionen nur im kostenpflichtigen Prime Video zu sehen sind.Die Integration von Werbung wird im Unternehmen auch als weiterer wichtiger Schritt angesehen, um eine Expansion der Plattform zu ermöglichen. Denn um sich von der Konkurrenz abzuheben, muss man inzwischen schon mehr bieten, als selbst produzierte Filme und Serien. Amazon beispielsweise versucht in Europa inzwischen auch mit Fußball-Übertragungen Kunden anzulocken, in den USA bietet der Konzern auch auf Rechte an der Übertragung von Spielen der Football-Liga NFL mit.
Zusammenfassung
- Amazon will werbegestütztes Video-Angebot zu niedrigerem Preis bieten.
- Konzern will Umsätze durch Werbung über alle Plattformen steigern.
- Amazon hat schon Erfahrungen mit werbefinanzierten Angeboten.
- Werbung soll Plattform-Expansion ermöglichen.
- Amazon lockt Kunden mit exklusiven Eigenproduktionen & Football.
- Konzern liegt nach Google & Meta an 3. Stelle des US-Anzeigenmarktes.
Siehe auch:
- Disney arbeitet an einer Mitgliedschaft nach Amazon Prime-Vorbild
- Amazon Angebote zu stark: Monopolkommission stört sich an Prime
- Amazon Prime Air: Frachtmaschine abgestürzt, komplette Besatzung tot
- Amazon: Gewerkschaft Verdi kündigt Streiks zum Prime Day an
- Amazon verdoppelt Gewinn, erhöht aber dennoch Kosten für Prime
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Amazons Aktienkurs in Euro
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