Telekom als Bremser: Glasfaserausbau könnte schneller gehen
Die Deutsche Telekom stellt in letzter Zeit immer wieder ihr Engagement beim Glasfaserausbau heraus. Allerdings könnte es ohne die Blockaden des Konzerns viel schneller gehen, beklagen Wettbewerber nun aber gegenüber dem zuständigen Minister.
Immer wieder seien Ausbau-Projekte eher von strategischen Überlegungen getrieben, als von der Zielsetzung, möglichst effizient eine flächendeckende Infrastruktur aufzubauen. Der Bund solle daher seine Möglichkeiten nutzen, um hier eine Änderung herbeizuführen, fordern die Branchenverbände Anga, Breko, Buglas und VATM sowie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in einem Schreiben an den für die digitale Infrastruktur zuständigen Bundesminister Volker Wissing (FDP).
Im Grunde wäre der Ausbau zügig zu stemmen: Ein Netzbetreiber verlegt dort, wo keine Glasfaser-Anschlüsse existieren, seine Kabel und alle Provider können dann über die bewährten Mitnutzungs-Modelle auf die potenziellen Kunden zugehen. Immer wieder kommt es aber vor, dass die Telekom ihre eigenen Leitungen verlegt, wo beispielsweise kleinere Konkurrenten wie die Brandenburger DNS:NET oder die Deutsche Glasfaser auch schon Leitungen ausgerollt haben.
Seitens der Telekom weist man die Vorwürfe allerdings als überzogen zurück. Dieser sogenannte Überbau kommt demnach nur in sehr seltenen Ausnahmefällen vor. Zudem sei es wettbewerbsrechtlich untersagt, dass die Unternehmen Absprachen über die Ausbaugebiete treffen. Vor allem letzteres ist aus Sicht der kleineren Netzbetreiber allerdings ein fadenscheiniges Argument, da es schon eine beachtliche Leistung ist, nicht mitzubekommen, wenn in einer Kommune bereits Glasfaser-Netze verlegt wurden oder werden.
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Im Grunde wäre der Ausbau zügig zu stemmen: Ein Netzbetreiber verlegt dort, wo keine Glasfaser-Anschlüsse existieren, seine Kabel und alle Provider können dann über die bewährten Mitnutzungs-Modelle auf die potenziellen Kunden zugehen. Immer wieder kommt es aber vor, dass die Telekom ihre eigenen Leitungen verlegt, wo beispielsweise kleinere Konkurrenten wie die Brandenburger DNS:NET oder die Deutsche Glasfaser auch schon Leitungen ausgerollt haben.
Optimal ist das nicht
So kommt es dann, dass es Kommunen gibt, in denen die Verbraucher doppelt versorgt sind, während man in anderen Gebieten weiterhin auf eine schnelle Netzanbindung warten muss. Das ist letztlich auch nicht nur nachteilig für die betroffenen Bürger. Auch den kleineren Netzbetreibern, die nicht über das üppige Kapitel-Polster der Telekom verfügen, wird so Geld, das für die nächsten Ausbauprojekte benötigt würde, entzogen.Seitens der Telekom weist man die Vorwürfe allerdings als überzogen zurück. Dieser sogenannte Überbau kommt demnach nur in sehr seltenen Ausnahmefällen vor. Zudem sei es wettbewerbsrechtlich untersagt, dass die Unternehmen Absprachen über die Ausbaugebiete treffen. Vor allem letzteres ist aus Sicht der kleineren Netzbetreiber allerdings ein fadenscheiniges Argument, da es schon eine beachtliche Leistung ist, nicht mitzubekommen, wenn in einer Kommune bereits Glasfaser-Netze verlegt wurden oder werden.
Siehe auch:
Zusammenfassung
- Deutsche Telekom stellt Ausbau Engagement heraus, Wettbewerber beklagen Blockaden.
- Bund solle Möglichkeiten nutzen, um Änderung herbeizuführen.
- Netzbetreiber verlegen Kabel, Provider können potenzielle Kunden ansprechen.
- Telekom verlegt eigene Leitungen, wo andere schon aktiv sind.
- Doppelt-Versorgung in Kommunen, andere warten auf schnelle Netzanbindung.
- Telekom weist Vorwürfe zurück, Überbau sei selten.
- Absprachen über Ausbaugebiete untersagt, kleinere Netzbetreiber leiden.
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