Amazon: Drittanbieter müssen teils 50% des Verkaufspreises abgeben
Amazon dreht nicht nur aufseiten der Kunden stärker an der Preisschraube. Auch die zahlreichen kleinen Händler, die oft stark von der Plattform abhängig sind, müssen einen immer größeren Anteil ihrer Einnahmen an das Unternehmen abgeben.
In den letzten Monaten verzeichnet Amazon im E-Commerce-Geschäft sinkende Umsätze, während die Preise immer weiter steigen. Das führte bereits zur Erhöhung von Kundenpreisen - beispielsweise beim Prime-Abonnement. Aber auch die zahlreichen kleineren Händler, die ihre Produkte über die Amazon-Plattform verkaufen, müssen immer mehr Gebühren abführen - durchschnittlich gehen inzwischen mehr als 50 Prozent des Verkaufspreises an den Konzern.
Der Wert lag im Jahr 2016 noch bei 35,2 Prozent, wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Marketplace-Pulse berichtet. Allerdings handelt es sich hier um die Beträge, bei denen die Händler quasi den vollen Service Amazons nutzen - inklusive der Lagerung der Waren in den Logistikzentren des Unternehmens, des Versands und auch der werblichen Optimierung der Produktpräsentation.
Ganz so freiwillig ist dies für viele Anbieter allerdings nicht. Denn die Amazon-Plattform ist so dominant, dass es inzwischen schwierig ist, ein Geschäft beispielsweise mit einem eigenen Webshop aufzubauen. Und wer den Weg nicht weiter mitgehen will, muss davon ausgehen, den überwiegenden Teil der Kunden zu verlieren, da die meisten Verbraucher schlicht nur bei Amazon nach benötigten Waren suchen.
Der Verbleib auf der Plattform ist aber auch nicht einfach. "Für diese kleinen Unternehmen wird es immer schwieriger, profitabel zu sein, weil sie immer mehr Geld für Amazon-Gebühren ausgeben", sagte Juozas Kaziukenas, Geschäftsführer von Marketplace Pulse. "Amazon könnte versucht sein, die Gebühren weiter zu erhöhen, weil es sich in einer schwierigen Lage befindet, aber man muss eine Art Gleichgewicht erreichen."
Siehe auch:
Der Wert lag im Jahr 2016 noch bei 35,2 Prozent, wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Marketplace-Pulse berichtet. Allerdings handelt es sich hier um die Beträge, bei denen die Händler quasi den vollen Service Amazons nutzen - inklusive der Lagerung der Waren in den Logistikzentren des Unternehmens, des Versands und auch der werblichen Optimierung der Produktpräsentation.
Ohne geht nicht, mit aber auch nicht
Bei Amazon sieht man die eigenen Angebote an die Händler lediglich als wohlmeinende Option an: "Viele Vertriebspartner haben ihr Geschäft ohne Werbung aufgebaut und betrieben", sagte Unternehmenssprecherin Mira Dix. "Wenn sie sich dafür entscheiden, für ihre Produkte zu werben, können sie zwischen vielen Dienstleistern wählen. Die Verkäufer sind nicht verpflichtet, unsere Logistik- oder Werbedienstleistungen in Anspruch zu nehmen, und nutzen sie nur, wenn sie einen zusätzlichen Wert für ihr Geschäft darstellen."Ganz so freiwillig ist dies für viele Anbieter allerdings nicht. Denn die Amazon-Plattform ist so dominant, dass es inzwischen schwierig ist, ein Geschäft beispielsweise mit einem eigenen Webshop aufzubauen. Und wer den Weg nicht weiter mitgehen will, muss davon ausgehen, den überwiegenden Teil der Kunden zu verlieren, da die meisten Verbraucher schlicht nur bei Amazon nach benötigten Waren suchen.
Der Verbleib auf der Plattform ist aber auch nicht einfach. "Für diese kleinen Unternehmen wird es immer schwieriger, profitabel zu sein, weil sie immer mehr Geld für Amazon-Gebühren ausgeben", sagte Juozas Kaziukenas, Geschäftsführer von Marketplace Pulse. "Amazon könnte versucht sein, die Gebühren weiter zu erhöhen, weil es sich in einer schwierigen Lage befindet, aber man muss eine Art Gleichgewicht erreichen."
Zusammenfassung
- Amazon dreht an der Preisschraube, Kunden und Händler müssen mehr abgeben.
- Umsätze sinken, Preise steigen. Prime-Abo und Gebühren für Händler erhöht.
- 2016 lag die Gebühr für Händler bei 35,2%, jetzt bei über 50%.
- Amazon sieht seine Angebote als wohlmeinend an, aber Händler sind abhängig.
- Ein eigener Webshop ist schwer aufzubauen, da meist nur bei Amazon gesucht wird.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Die Ringe der Macht: Amazon zeigt den offiziellen Trailer zur 3. Staffel
- Bloodaxe: Prime Video zeigt den ersten Trailer zur Wikinger-Serie
- Blade Runner 2099: Prime Video zeigt einen neuen Trailer zur Miniserie
- Star Wars: Galactic Racer startet - Kampagne gratis auf Amazon Luna
- Carrie: Prime Video zeigt den Trailer zur modernen Serienadaption
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Letzte Chance: Readly Zeitschriften-Flat jetzt für nur noch 1 Euro
- Immer raffinierter: Teure Datacenter-Technik beim Transport gestohlen
- Sonys PS6-Handheld wird zum Biest: AMD liefert wohl RDNA 5 exklusiv
- One UI 9: Galaxy S24- & S25-User melden deutlich kürzere Akkulaufzeit
- Exklusiv im Markt: Media Markt & Saturn starten große Coupon-Aktion
- Hype um Cyberpunk 2077: Neues Update 2.5 sorgt für Spieleransturm
- Microsoft bietet 60.000 Mitarbeitern Geld, damit sie freiwillig gehen
Videos
Neueste Downloads
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen